Dieses Thema enthält 1 Antwort und 0 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Norwichkroepfer vor 11 Jahre, 1 Monat.

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    Norwichkroepfer
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    Hallo Taubenfreunde,

    der Winter naht und viele Taubenzüchter sehen nur die Schauen! Leider!
    Darum erscheint in der näschten Ausgabe von “DIE RASSETAUBE” folgender Artikel.

    Aus gegebenen Anlaß hier und jetzt ein “Vorabdruck”!

    Die „Ruhezeit“ ist da – jetzt aktiv werden!

    Wer jetzt pennt – der jammert im Frühjahr….

    Liebe Freude der Rassetaubenzucht,

    so sicher, wie in jedem Jahr wieder das Weihnachtsfest kommt, so sicher ist das vielstimmige Lamentieren einer großen Gruppe von Taubenzüchtern über den schlechten Zuchtbeginn oder gar das unerfreuliche Gesamtzuchtjahr.
    Auch 2006 macht da keine Ausnahme. Nun könnte der Schreiber dieser Zeilen, auf seine Ausführungen – nicht nur an dieser Stelle – in den letzten Jahren verweisen. Eine ganze Anzahl von Züchtern befolgten diese Vorgaben und viele meldeten auch hocherfreut den „überraschenden“ Erfolg! Danke dafür! Dem großen Rest ist leider nicht zu helfen! Mit diesem Gedanken beendete der sich hier an der Tastatur abmühende für sich das Thema.

    Fachzeitschriften und Bücher lesen – aber kritisch

    Doch dann kam gestern die „GEFLÜGEL ZEITUNG“ Nr.: 17/2006! Übrigens eine Fachblatt, dass jeder wirkliche Rassetaubenzüchter lesen sollte! Denn dort gibt es brillante Artikel über unsere Tauben – leider auch welche, die eine gute Absicht vorgaukeln aber nur Eins im Sinn haben: Kommerz! Aber damit müssen wir leben…
    Doch zurück zu Nr. 17! Dort finden wir von Zfr. Günter Stach die Abhandlung: „Auffälligkeiten bei Tauben in der Brutsaison 2006“. Dieser Aufsatz ist so nebulös und führt den Taubenzüchter derart in die Welt der Ausreden, dass doch noch mal einige ganz klare Worte zu diesem Themenkreis angebracht scheinen!
    Die genialsten Worte zur Ruhezeit (Zeitraum beginnend mit dem Ende der Kleingefieder-mauser unserer Tauben und endend ca. 14 Tage vor dem Anpaartermin!) fand schon im Jahr 1952 der große EDMUND ZURTH in seinen Buch „Die Tauben – ihr Zucht und Haltung“ auf den Seiten 70 – 92 und der Überschrift: „Zwischen den Polen der Züchterarbeit. Vom Ei zum Ei.“ Dieses Buch wird ab und zu noch antiquarisch angeboten – wer es erhaschen kann sollte es tun. Vielleicht stellt Zfr. Martin Zerna diesen wichtigen Teil Taubenliteratur auf die tolle VDT-Homepage: vdt-online.de

    Möglichkeiten den heutigen Zeit nutzen!

    Nun hatte Zfr. Zurth noch nicht das optimierte VDTBETZ –Fütterungskonzept zur Hand und musste so eine recht umständliche Winterfütterung empfehlen, die nach aktuellem Wis-senstand sicher nicht so toll ist. Wie leicht dagegen haben es doch wir heutigen Taubenzüch-ter! Nur müssen wir auch die gebotenen einfachen und wirtschaftlichen Konzepte zur bedarfsgerechten Versorgung unserer Tauben nutzen. Wie das gemacht wird habe ich in den letzten Jahren zur Genüge ausführlich hier dargelegt. Für neu hinzugekommene Leser und vergessliche Zuchtfreunde hier noch mal in Kurzform das Wichtigste:

    > Mit Ende der Kleingefiedermauser das Körnergemisch von VDT-VITAL 1 oder 2 auf VITAL 3 oder 4 (Erhaltungs- & Ausstellungsfutter!) umstellen. Als Alternative mit VDT-VITAL 6 ein klasse Futter dieser Art selber mischen. Wer dazu Rat braucht – bitte mailen, die Post bemühen oder anrufen! Kostet nix….

    > Die Tauben knapp füttern! Das heißt: Morgenfütterung = Sobald die erste Taube zur Tränke geht nehmen wir den Futtertrog weg. Den Rest gibt es zur Abendfütterung, bei der wir dann solange nachfüttern bis ersten 3 – 4 Tauben zur Tränke eilen. Mit dem Restfutter verfahren wir wie am Morgen. So füttern wir, bis die Schauen vorbei sind – danach gibt es einen „strengen Winter“! Das bedeutet: An zwei Tagen der Woche ent-fällt die zweite Fütterung! Ersatzlos!!

    > Die „Erhaltungsfütterung“ halten wir auch während der Schausaison durch! Die Be-sonderheiten für die „Schaufütterung“ entnehmen Sie bitte der RT/4/2004! Der Artikel kann aber auch auf Wunsch zugemailt werden!

    > VDT-Power-Taubenstein & Grit muss immer in kleinen Mengen frisch zur Verfügung stehen!

    > Die Tränke ist täglich zu erneuern. Auf Tränkenwärmer können wir verzichten – es sei denn der Züchter wohnt in einer Gegend, die oft um die – 20° C herrschen. Bei Be-ständen, die anfällig für Trichomonaden sind, sollte das neue VDTBETZAQUA-VITAL ins Wasser gegeben werden! Siehe separaten Artikel in dieser Ausgabe.

    > Wer es eben realisieren kann, sollte den Tauben in kleine Würfel geschnittene Möhren , Sellerie, Rote Beete usw. füttern. 2 – 3 mal die Woche ist gut – täglich ist exzellent! Gerade bei der knappen Winterfütterung kann man seine Taubenschar sehr leicht an diese gesunde Ernährung gewöhnen- dann klappt es im Sommer auch problemlos mit der Grünzeugfütterung! An den Tagen mit „Gemüsezuschlag“ ist die Körnerration um ca. 1/3 zu reduzieren. Das gewürfelte Gemüse wird stets v o r der Körnerfütterung ge-reicht!

    > Ein optimale Fütterergänzung ist das zweite neue Produkt, das wir Ihnen in dieser „RASSETAUBE“ noch ausführlich vorstellen, die VDTBETZ-Heilpflanzen und Kräuterkomposition „KROPF-VITAL“! Es wird mit einer, nur aus dem Hause VDT-BETZ erhältlichen Ölmixtur an das Körnerfutter gebunden. Es bildet mit VDT-AQUA-VITAL einen starken Schutzwall gegen viele Krankheitserreger und ist zu-dem ein extrem gesundes Futter im Immunsystem stärkenden Substanzen!

    > Ganz wichtig: Am Beginn der Ruhezeit und ca. 14 Tage nach der letzten Schau ist eine tierärztliche Routineuntersuchung fällig. Das heißt ganz klar: Pro Schlagabteil ist eine Sammelkotprobe einzureichen und jeweils bei mindestens einer Taube ein Rachen- und Kloakenabstrich zu veranlassen. Aufgrund dieser Ergebnisse wird gehandelt – oder eben auch nicht…..

    > Zugekaufte Tauben werden erst nach eingehender Untersuchung durch den Tierarzt und einer evtl. nötigen Behandlung in den Bestand eingegliedert!

    > Als letzter Punkt sei der vielleicht wichtigste genannt: Überprüfen Sie zu Beginn der Ruhezeit, ob jeder Ihrer Tauben mindesten 0,5 Kubikmeter Schlagraum (ohne Voliere!) zur Verfügung steht. Ist das nicht der Fall, gibt es nur eine Alternative Bestands-verkleinerung oder einen größeren Schlag bauen…

    Erfolg durch Konsequenz!

    Züchter, die diese 10 Punkte in die Tat umsetzen, werden in 2007 keinen Grund zur Klage haben, es sei denn, sie haben ihren Tauben über Jahre hinweg unsachgemäß versorgt! Dann muss das gesamte VDT-Konzept zwei Jahre, in besonderen „Härtefäl-len“ auch drei kompromisslos durchgezogen werden – inklusive einer beinharten Selek-tion der Bestandes – dann ist der Erfolg gesichert!

    Fazit

    Liebe Rassetauben-Züchtergemeinde – das war es!
    Aus gegebenen Anlass ist es für den Schreiber Zeit, ein Fazit aus den Erfahrungen und Ereignissen der letzten Jahre zu ziehen. Die Kontakte und Meinungsäußerungen, fußend auf die Zeilen in „DIE RASSETAUBE“ und im VDT-Forum waren vielschichtig! Zum größten Teil aber äußert positiv, da Hunderten von Züchtern durch spezielle „Einzelfallberatung“ zu mehr Freude und Erfolg bei der Rassetaubenzucht verholfen werden konnte! Vor diesem Hin-tergrund kann man leicht und locker über so manche perfide und wenig fundierte verbale oder auch schriftlich fixierten Angriffe verschiedenster Seiten und unterschiedlichster Motivation hinwegsehen. Besonders bedanken möchte ich mich bei den Zuchtfreunden, die meine Bemü-hungen sachlich-kritisch begleitet haben! So manch prima Tipp kam aus der Züchterschaft! So soll es sein!
    Das Gesamtsituation der Rassetaubenzucht wird momentan leider durch die „Vogelgrippe“ in Mitleidenschaft gezogen! Doch auch diese schwierige Zeit werden wir gut überstehen – da bin ich ganz sicher!
    Wenden wir uns verstärkt unseren Tauben zu und vermitteln unseren Mitmenschen ein positi-ves Bild unseres Leidenschaft – eben: „Rassetaubenzucht – ein Leben mit der Natur!“
    Mein persönliches Fazit ist weder positiv noch negativ sondern hoffnungsvoll…denn die Hoffnung stirbt zuletzt!

    Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein gute Zeit! Bei Fragen zu diesem Artikel, oder zur Rassetaubenzucht allgemein, sind die untenstehenden Infowege wie immer offen!

    Mit besten Grüßen

    Hubert Borgelt

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