Dieses Thema enthält 17 Antworten und 0 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Matze vor 6 Jahre, 7 Monate.

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  • #9888

    Maik Loeffler
    Teilnehmer

    8) Hallo Zuchtfreunde,
    meine meisten Rassetauben laufen auf Metallrosten( Industrietreppenteile). Bin damit sehr zufrieden. Vorher hatte ich Plastikroste, die sind aber im Außenbereich spröde geworden und haben nach 6 Jahren den Geist aufgegeben (Weichmacher durch Sonneneinstrahlung verloren gegangen), im Innenbereich ging das, jetzt habe ich die Plastikroste in den Babyschlägen. Da ich einen recht großen Taubenbestand und nich unbegrenzt Zeit habe, konzentriere ich meine Zeit mehr auf die Nestkontrollen und Versorgung als aufs “S” kratzen. Mitnichten halte ich diese Lösung für perfekt. Manch alte große Montaubantaube kommt damit betreffs ihrer Fußballen nicht klar – die geht dann halt in einen Gartenfreiflugschlag.
    So manch einer der noch in Arbeit steht muß halt auf Alternativen ausweichen. Wichtig ist allerdings, daß die Roste im Winter nicht naß werden und gefrieren. Während der Influenza Hysterie habe ich mit lichtdurchlässigen Platten einfach alles überdacht.
    An sich ist das mit den Kotfang oder Federfangkisten unter den Sitzplätzen eine feine Sache. Wer Tauben züchtet, wo das so wenig Effekt hat, ist feines Buchenholzgranulat eine gute Sache. Bei Tauben mit normaler Feder und keiner Fußbefiederung ist trockener (Bodendämmung) Fußboden und tägl. kratzen wohl das Beste. Bei Fußbodenverlegeplatten trocknet der Kot schnell ein und es kommt schnell zur Klumpenbildung an den Zehenenden. Auch da muß der Untergrund absolut trocken sein, sonst gibs Schimmelbildung.
    Tiefstreu: eine gute und immunstärkende Methode, diese muß mind. aber 25 besser 30 cm sein. Kurzhäcksel, Hanf, Buchenholzgranulat mit etwas trockenen Sandzusatz alles möglich, alles muß aber sehr trocken sein (Tränkensicherung ectr.). Trotzdem immer mal Kotproben machen. Wurmeier und Kokzidien halten sich locker mal 2 Jahre in der Umwelt, Salmonellen 4, 6, oder sogar 9 Monate under den Bedingungen. Die Tiere kommen so mit alerlei Keimen in Kontakt, viele stärken das Immunsystem und machen selber aber keine Erkrankung. Bekannt ist, das Tiere aus solchen Haltungsformen, anderswo hingebracht in den Zielbestand einiges an Problemen anrichten können, selber aber symptomfrei bleiben. Auch in der Schweinehaltung gibt es diese Probleme nach Zusammenführung aus vielen Beständen. Daher dann immer erst genau schauen, was alles so mitgebracht wird, sonst freut sich wirklich der TA.
    Welche Methode hängt ab, wie funktioniert die Lüftung, Feuchtegehalt der Umwelt (Bachlauf, Wiesen), Besetzung der Anlage, verbaute Materialien ectr. – viele Wege führen zum Ziel.
    Bücher von Curt Vogel sind keineswegs veraltert (habe selber eine Aktie daran). Der Schreibstiel ist oft schwere Kost, habe ich auch immer wieder kritisiert, einige Fehler haben sich in den Wirren der Wendezeiten auch eingeschlichen, ist aber bei jedem Buch so. Ein vergleichbares Werk ist bislang aber in dieser Komplexität und der wissenschaftlichen Herangehensweise noch nicht im deutschsprachigen Raum vorhanden. Die Angaben sind absolut noch aktuell, natürlich gibt es Neues, auch neue Erkenntnisse in der Vererbung, das alte ist damit nicht falsch, nur fehlen einige damals nicht bekannte Erscheinungen. Der Büchermarkt ist voll von Teilgebietsabhandlungen mit oft besserer Bebilderung, die Aussagekraft ist hingegen oft etwas dünn. Vogels Buch neu verfasst und lesbar für den normalen Leser wäre der Renner. Ob aber dies dann noch bezahlbar ist, sei dahingestellt.
    Maik

    #9890

    FreshFinn
    Teilnehmer

    Hallo, ich habe genau wie bei meinen Hühnern auch, Rapsodie als Einstreu im Schlag. Mit klumpigen Füßen etc. hatte ich bisher noch nie Probleme.
    Hat eben auch den Vorteil, dass es relativ schwer ist und nicht wegfliegt, wenn eine Taube auf dem Boden landet. Außerdem verschmutzt es die Tränken und Tröge nicht. In der Voliere habe ich Sand in, mein ich, 0,2mm Körnung. Dort wird der Kot dann mit einer Katzenschaufel herausgesiebt.
    Gruß, Finn

    #9889

    Eichert
    Teilnehmer

    Hallo Zuchtfreunde,meine Erfahrung mit Katzenstreu .

    Mußte kurzfristig eine an den Hasenstall angebaute Futterkammer zu einemTaubenschlag umbauen.

    Da die Dachhöhe schon gegeben war legte ich auf Betonplatten Balken von 8×8 cm,füllte die Zwischenfelder (wegen den Mäusen) mit Kies und Sand aus und legte darauf 22mm Spanplatten V 100.

    Da aber die obere Hälfte der Vorderfront nur mit Draht geschlossen wurde,hatte ich im Herbst in einem Eck des Schlages ,trotz täglicher Reinigung, immer eine feuchte Stelle.

    Da meine Tochter Katzensteu für das Katzenklo verwendet und dieser die Feuchtigkeiten des Kotes und des Urins sofort bindet,habe ich als Versuch diesen Einstreu bei mir in diesem Schag probiert.

    Verwende jetzt schon seit etwa 2 Jahren diesen Katzenstreu mit Erfolg.

    Meiner Meinung : Für Züchter die wenig Zeit für die Reinigung ihrer Schläge haben ,ein idealer Einstreu.

    Mfg.
    Heinz Eichert

    #9891

    Arndti83
    Teilnehmer

    Da wir eine große Taubenzüchterfamilie sind, haben wir in den letzten Jahrzehnten eine Menge bezüglich Einstreu ausprobiert. Meine Meinung zu den verschiedenen Einstreuvarianten

    Stroh: verwenden wir nur noch in geringen Mengen in der Zucht zum Nestbau(zusätzlich werden Tabakstengel verwendet), den der Ungezieferbefall war deutlich erhöht als wir Strohstreu verwendeten und wer belatschte Rassen hält hat sowieso schon stärker mit Federlingen etc. zu kämpfen
    wer natürlich sowieso 1 mal in der Woche die Chemische Keule auspackt für den ist Stroh eine Möglichkeit(kommt für meine Tauben nicht in frage)

    Stohpellets: haben wir noch nicht probiert-wenn jemand Infos darüber hat?!

    Heu: kommt nicht in frage da es sich teilweise um die Beine der Tauben legt und sogar zum abschnüren der Beine führen kann

    Katzenstreu/Granulat: bindet die Feuchtigkeit sehr gut, erzeugt aber auch teilweise sehr viel Staub, man benötigt verhältnismäßig viel Material und bei regelmäßiger Reinigung wird es dadurch auch nicht gerade kostengünstig.

    Sägespäne: wer einmal Sägespäne eingestreut hat und dann versucht hat eine Taube zu fangen der wird mir sicherlich zustimmen wenn ich sage das ist eine der denkbar schlechtesten Einstreumaterialien

    Hobelspäne: halte ich für eine gute Möglichkeit um generell Feuchtigkeit in der Raumluft zu binden, aber für eine Anwendung im Bereich der Tränke oder des Futtertroges auch eher ungeeignet, da sich die Hobelspäne zwar nicht beim ersten anfliegen, wie bei Sägespänen :wink:, in die Augen der Züchter aber entweder in die Futterbehälter oder aber in die Ecken des Schlages verteilen. Gute Dienste leisten sie uns aber beim einstreuen der Nistzelle.

    Wichtig ist hier zu beachten das Holz in einem Sägewerk oft mit Pestiziden/Chemikalien behandelt/belastet ist und sollten diese in die Tränke gelangen trägt das mit Sicherheit nicht zur Gesunderhaltung unserer Tauben bei.

    Holzpellets(Heizpellets): auf diese Idee wurden wird von Kaninchenzüchtern auf der Grünen Woche gebracht, mein Vater hatte sich ein Packet vom Brennstoffhandel zum testen besorgt und war sehr zufrieden , mein Test mit Holzpellets aus einer großen Zoohandlung war weniger zufriedenstellend, den diese waren so hart gepresst, das man mit einem Hammer draufhauen musst um sie zu zerkleinern. Nun könnt ihr euch sicherlich vorstellen wenn im Stall ein glatter Estrichfußboden vorhanden ist und auf diesem runde Holzpellets liegen, dann läuft man teilweise wie auf Murmeln 😯
    Hat noch jemand Erfahrungen mit Holzpellets gemacht? Wenn ja-welche und von welcher Firma?

    Hanfpellets: kann ich fast uneingeschränkt empfehlen, ein Nachteil ist der Preis und das sie wenn sie sich vollgesaugt haben, dann zerfallen und plötzlich ein Wetterwechsel-Trockenheit auftritt, ist die Staubentwicklung doch sehr hoch!

    Hanfschäben: Als Schäben (Einzahl: die Schäbe[1]) werden die relativ gleichmäßig gebrochenen, holzähnlichen Teilchen bezeichnet, die bei der Erzeugung von Bastfasern, vor allem von Flachs- oder Hanffasern, im maschinellen Prozess der Entholzung (Dekortikation) des Pflanzenstängels anfallen ( Quelle Wikipedia)

    Auf Hanfschäben bin ich gekommen als ich bei einer nahegelegen Hanffabrik, wo wir unsere Nesteinlagen bestellen( frisch aus der Maschine 😀 ), vorbeifuhr um dort nachzufragen ob sie auch Hanfpellets verkaufen, mir wurde geraten es mal mit Hanfschäben zu versuchen. Der Probesack war natürlich schnell verladen und seit diesem Tag halte ich es persönlich für das aktuell beste Einstreumaterial im Taubenstall.
    Hohe Saugfähigkeit, das bis zu vierfache ihres Eigengewichts, sehr gut und schnell kompostierbar, fliegen nicht gleich durch den ganzen Stall oder in die Tränke wenn die Tauben auffliegen und es ist im Normalfall nicht mit Pestiziden behandelt.
    Der Preis ist wenn man es in größeren Mengen kauft auch akzeptabel.

    Wichtig ist hierbei Hanfschäben sind nicht gleich Hanfschäben:

    Beim Aufbereitungsprozess fallen bei Hanf fünf Fraktionen bzw. Qualitäten an:

    1. Dreißig bis vierzig Prozent gröbere, etwas dunklere Schäben
    2. Dreißig bis fünfunddreißig Prozent kleinere, nahezu faserfreie, helle Schäben
    3. Zehn bis fünfzehn Prozent sehr kleine Schäben
    4. Fünf bis zehn Prozent Staub und Faserreste
    5. Fünf bis zehn Prozent Abfall

    Hochwertige Schäben sind hell und elfenbeinfarbig. Die Farbe kann sich durch Schimmelbefall und durch eine Überröstung bis ins Dunkelgrau verschieben, womit die Schäben an Wert verlieren. ( Quelle Wikipedia)

    ich verwende die Schäben der 2. Kategorie , sie sollten auf jeden Fall faserfrei sein den ansonsten kann das gleiche wie mit Heu passieren.

    Grüße Christian

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