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Dieses Thema enthält 1 Antwort und 0 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Carlo vor 8 Jahre, 6 Monate.

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    Carlo
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    Sie zählen nicht gerade zu den Taubenrassen, die mit großen Zahlen auf unseren Ausstellungen anzutreffen sind, die traditionellen Hamburger Taubenrassen. Doch kennen die Experten unter den Taubenliebhabern die Hamburger Schimmel, die Hamburger Tümmler, Hamburger Farbenschwänze oder die Hamburger Weißschwänze, die Hamburger Elstern oder auch die zu den Mövchen zählenden Hamburger Sticken sowie die kurzschnäbligen Hamburger Kalotten in glattköpfig oder mit Rundkappe.
    Viele Zuchtfreunde, die diese Kurzschnäbler züchten, halten als Ammentauben nicht selten die mittelschnäbligen Hamburger Flugkalotten oft auch als Hamburger Fliegekalotten bezeichnet.
    Diese lange Zeit nur im Hamburger Raum anzutreffende Flugtaube hat als Jagetaube in Hamburg eine große Vergangenheit.
    Sie ist die Urform der Kalotten und eine wunderbare alte deutsche Flugtaubenrasse, die als Truppflieger ihr herrliches Flugspiel zeigt. Dieses besteht aus dem sog. Kippen, das heißt einem abrupten kurzen Sturzflug des ganzen Flugstiches und dem sog. Schwenken, einem Kurvenflug in Form eines “S”. Bedingt durch diesen anstrengenden Flugstil genügt einene Flugdauer von etwa einer halben Stunde vollauf. Damit ist diese Taube zwar kein Hochflugspezialist, jedoch erfreut sie jeden Taubenfreund mit einem gut verfolgbaren und auch zeitlich im Rahmen bleibenden Flugspiel, denn nicht jeder hat am Tage mehrere Stunden Zeit für seine Flugtauben!
    Seine Blütezeit erlebte dieser mittelschnäblige, relativ kleine Tümmler zu Beginn des letzten Jahrhunderts beim traditionellen Hamburger Tauben-Jagesport von den absolut selten gewordenen und für die Hansestadt früher so typischen Jageklappen.
    In letzter Zeit wird in den einschlägigen Internet- Foren immer wieder nach dieser interessanten Flugtauben gefragt, die auch in ihrem Aussehen unverwechselbar sind. Flugkalotten sind in der Grundfarbe weiß, nur der Schwanz mit Keil sowie die Kopfwölbung über dem Auge ( in der Fachsprache als” Kalotte” bezeichnet ) sind farbig. Diese halbrunde Oberkopffärbung,die im Aussehen an die früher von Pfarrern und Mönchen getragenen Käppchen, die sogenannten “Kalotten” erinnert,verläuft etwa in einer gedachten Linie vom Schnabelansatz durch das Auge bis zum Hinterkopf. Das runde Schädeldach ist also farbig und verleiht diesen Tauben zusammen mit dem entsprechend farbigen Schwanz ein anmutiges, attraktives Aussehen.
    Die Hamburger Fliegekalotten,von alten Hamburger Züchtern oft nur “Klotten”genannt, gibt es glattköpfig, in Hamburg als “schlicht” bezeichnet mitunter auch kappig und zwar in den Farbschlägen blau, schwarz, rot, gelb und isabellfarbig.
    Als besonders angenehm empfinde ich ihre ruhige und unaufgeregte Art im Schlag sowie ihr ausgeprägtes Orientierungsvermögen, so dass beim Einfliegen keine Verluste auftreten.
    Die Zucht und auch den Flug mit den Kalotten betreibe ich derzeit mit mehreren Farbenschlägen von meinem Gartenschlag aus.
    Ich hoffe hiermit etwas Klarheit in diese schöne Flugtaubenrasse gebracht zu haben für die es allerdings keinen Standard gibt und das ist im Interesse ihrer Urtümlichkeit und ihres Flugvermögens auch gut so!
    Wer sich für diesen selten gwordenen Flugtümmler interessiert kann sich gerne an mich wenden.
    ( Tel.07577/1409 )
    e-mail: karlotto.gauggel@gmx.de
    Mit nachstehendem Link gelangen Sie auf meine Blog- Seiten, in denen ich Fotos und weitere Informationen über die Flugkalotten zusammengestellt habe:

    http://hamburgerflugkalotten.blogspot.com/

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