Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Reinhard Nawrotzky vor 1 Monat, 1 Woche.

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    Reinhard Nawrotzky
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    Christian Rau, Züchter Deutscher Langschnäbliger Tümmler hat nachfolgenden Beitrag an vdt-online gesendet!

    Liebe Zuchtfreunde,
    seit 30 Jahren bin ich regelmäßig mit meinen Tauben auf verschiedenen Ausstellungen. Das erste Mal, dass meine Tiere krank geworden sind, war nach Leipzig bei der 66. VDT Schau. Die Jungtaubenkrankheit hatte auch meine Ausstellungstauben erwischt. Schon am Montag hatten sie grünen, flüssigen Kot. Sie machten aber die ganze Zeit einen vitalen Eindruck, hatten z.B. nie struppiges aufgepustetes Gefieder. Um die JTK zu besiegen habe ich folgende Maßnahmen durchgeführt.
    Meine Ausstellungstauben setzte ich noch am Sonntag in der Nacht wieder in ihren Eingewöhnungskäfig bei mir im Keller. Tauben sollte man nach der Ausstellung niemals gleich in den Schlag setzen. Eine Woche Quarantäne im Käfig, nur dort kann man sie genau beobachten.
    Um den Ausstellungsstaub mit möglichen Viren wegzubekommen habe ich sie einmal kurz im Eimer und unter den Wasserhahn gebadet, vermutlich aber ohne nennenswerten Erfolg.
    Bei Krankheitsausbruch sollte man nur leicht verdauliches Futter geben, also keine Körner mit harten Schalen wie Mais oder Erbsen. Das VDT Vital 2 Classic von Betz hat sich bei mir als sehr hilfreich erwiesen, die wenigen Erbsen habe ich mit der Hand ausgelesen.
    An den ersten beiden Tagen nur 10 Gramm früh und abends geben. Mehr geht eh nicht durch den Darm, das Futter wird sonst von den Tauben ausgewürgt.
    Die nächsten Tage auf 20 Gramm steigern.
    Am Samstag konnte ich eine Besserung der Kotbeschaffenheit erkennen, deutlich fester, aber immer noch mehr grün als braun.
    Sehr überrascht und froh war ich am Montag, der Kot war bei allen Tieren wieder braun und fest als wäre wirklich nichts gewesen. Die Tauben hatten dann sehr großen Hunger.
    Medikamente und sog. „ Mittelchen „ habe ich keine gegeben. Ich glaube hier werden die größten Fehler gemacht. Man bräuchte zuerst einmal eine genaue Untersuchung, um dann das exakt abgestimmte Medikament in der richtigen Dosierung zu geben. Nun, bis der „Normaltaubenhalter“ die richtigen Medikamente hat sind die Tauben entweder schon wieder gesund oder schon bei ihren Ahnen!
    Meine Tauben haben auffallend viel getrunken, klares sauberes Wasser ohne jeglichen Zusätze.
    Eine tägliche Reinigung von Käfig und Becher war für mich selbstverständlich.
    Der Großteil dieser Maßnahmen sind nicht meine geistigen Errungenschaften, sondern stammen von verschiedenen Taubenfachleuten. Ich bin mir sicher, dass sie auch euch helfen können.
    Bei Taubenbeständen die schon jahrelang nur durch Medikamente ( auch vorbeugend ) am Leben gehalten werden darf dies natürlich bezweifelt werden.
    Mit freundlichen Züchtergruß
    Christian Rau

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