Dieses Thema enthält 21 Antworten und 0 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  kricory vor 6 Jahre, 5 Monate.

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  • #10528

    Silesiancropper
    Teilnehmer

    @Norwichkröpfer wrote:

    Hallo Fan der Schlesischen Kröpfer!

    Auch zu Deiner Stellungnahme möchte ich auf A. Sell verweisen. Seine Ausführungen zu den verschiedenen Schimmelvarianten sind sicher hilfreich.

    Übrigens: Dein Slogan “Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit” trifft sicher für die Berufswelt zu.
    Züchterisches Tun und der damit verbundene Erfolg, aber auch Misserfolg in der Rassetaubenzucht waren für mich nie harte Arbeit sondern stets ein Quell der Freude!

    Ich bin kein Fan von Schlesischen Kröpfer, ich züchte sie seit mehr als 30 Jahren.
    Die Bücher von Sell habe ich gelesen, dass sollte eigentlich für jeden Züchter Grundlektüre sein.
    Allerdings spielen für mich auch eigene Erfahrungen eine wichtige Rolle.
    Mein “Slogen” ist so schon in Ordnung, denn es ist nicht immer nur zu 100% Spass. Gerade bei diesen Witterungsbedingungen ist die Taubenzucht für mich echt harte Arbeit.

    #10529

    kricory
    Teilnehmer

    Ich meinte eigentlich damit das die weißen durch rote und gelbe gazzi verbessert wurde!!! Warum fehlt mir denn fachwissen, aus welcher Antwort wollt ihr diese behauptung entnehmen???

    #10530

    Matze
    Teilnehmer

    Kanik-Fan hat Dir einen guten Tipp gegeben mit dem Einkreuzen
    von Verdünntfarbenden, die aufgrund ihrer aufgehellten Farbe eh
    einen hellen/helleren Schnabel haben!
    Was sagst Du denn dazu??

    #10531

    kricory
    Teilnehmer

    Wenn dann einen hellen Schnabel und nicht (helleren Schnabel)
    Vom Typ sind die Schimmel auch nicht besser

    #10532

    Martin Zerna
    Teilnehmer

    Hallo Rassetaubenfreunde,
    zu dem Thema ist interessant diskutiert worden. Wenn ich mir das inhaltlich einstufe, so kommt mir zuerst der Gedanke, dass zu schnell Überlegungen ausgetauscht wurden, ohne das Problem der Schnabelfarbe jemals im Bild gesehen zu haben. Vielleicht ist es besser, derartige Fragen durch Fotos zu unterstützen.

    Folgendes muß man zum Thema wissen:
    Arthur Esche war der Erzüchter weißer Schietti in Deutschland. Ich kannte ihn noch als junger Züchter. Vor dem Mann haben wir “Haltung” angenommen, so groß war unsere Achung!
    Aber….,mit dem damaligen Wissen (um 1920) zur Genetik wurden halt dunkeläugige Weiße erzüchtet. Die begleiten uns in der Modeneserzucht bis heute. Als Ergänzung kam lediglich der rötliche Augenrand hinzu. Das eigentlich mehr zufällig und als gedachtes Gegenmittel wegen der breiten, blassen und wenig eingedeckten Brillen (Augenränder).
    Esche hatte jedoch damals einen Gedanken, nämlich die dunkle Augenfarbe nur so lange anerkannt zu lassen, bis es orangeäugige Weiße gibt. Er wollte nie, wie heute gelegentlich behauptet, mit den Dunkelaugn einen eigenständigen Sächsischen Modeneser schaffen!
    Orangeäugige weiße Schietti wurden in den 1950er Jahren von den Züchtern Schauf und Schleith aus Holland nach Deutschland geholt. Die Holländer interessierten sich damals nahezu überhaupt nicht für den deutschen Modenesertyp. Nein, die Anfänge waren Modena, so wie sie damals aussahen, nicht zu vergleichen mit heute.
    Damals gab es bei den D. Modenesern keine Schimmelfarben. Was haben die Züchter gemacht, um den Typ zu verfeinern? Sie paarten rote oder gelbe Gazzi ein. Das bitte mit Erfolg!

    Hat heute eine Weißzucht mit leicht angelaufener Schnabelfarbe zu kämpfen, dann würde ich immer einen Gazzi einpaaren. Schimmelfarbige Schietti verstärken die Hornfarbigkeit bei Kreuzungen. Eine gute Schnabelfarbe mit entsprechender Durchblutung läßt sich schon über eine Gazzitaube gut machen, weniger über einen Täuber, weil dann verstärkt Farbprobleme auftreten.

    Bestehen in der Zucht größere Sorgen mit grau angelaufenen Schnäbeln, würde ich nicht kreuzen, sondern anderes Zuchtmaterial anschaffen. Es gibt doch heute genug geeignete Tauben in Weiß mit Orangeauge, die für einen Zuchtauf- oder Zuchtumbau geeignet sind.
    Martin Zerna

    #10533

    Matze
    Teilnehmer

    Gibt es beim Einkreuzen von Gazzis nicht Probleme
    mit schwarzen/angelaufenen Augen, hervorgerufen
    durch das rezessive Weiß??
    Und werden in den führenden Zuchten auch
    Gazzis eingekreuzt oder einfach nur stärker
    selektiert?

    #10534

    Martin Zerna
    Teilnehmer

    Hallo Matze,
    in der Rassetaubenzucht gibt es nur ganz selten den einen Königsweg. Die Situation dürfte viel komplexer sein!
    Gute Züchter selektieren ihre Weißen mit orangefarbigen Augen ganz sicher hinsichtlich der Schnabelfarbe. Denn, ist man hier nur etwas nachsichtig, kommen bald böse Überraschungen. Die wollen wir ja alle nicht, oder?
    Und dann, es werden immer einmal Tauben mit einem wirklich hellem Schnabel eingekreuzt. Das muß nicht nur ein roter oder gelber Gazzi sein, denn bei Kreuzungen gehören harmonishe Proportionen, Unterlinie, festes Gefieder und die Kopfpunkte (ich nenne nur eine kleine Auswahl) ebenfalls zu den Überlegungen.
    Ein Schietti in rot oder gelb würde es auch tun, zumal ja vordergründig nicht der große Wert auf Qualitätsfarbe gelegt wird, dafür natürlich auf den Typ.
    Es gibt wohl keine breit aufgestellte und gute Zucht weißer Schietti mit orangef. Augen, die ausschließlich einheitlich weiße Tauben kennt. Ein paar bute Alttiere finden sich immer und fast alle Jungen sind vor der ersten Mauser mehr oder weniger rötlich durchsetzt. Diesen Effekt kennt man auch bei weiteren Rassen. Ich nenne nur einmal Königsberger Reinaugen.

    Ich hatte ja schon beschrieben, die ersten weißen “Rotaugen” waren schlechte Modena. Natürlich reinerbiges Schimmelblut, nicht mehr, nicht weniger.
    Aber, damals dachte kein Mensch wie heute bei Modenesern an Blau-, Rotfahl- oder Braunfahlschimmel! Das Sortiment war absolut unbekannt. Und im Zuge der Verbesserungen ging es über rez. Rot und Gelb, zumeist Gazzi, voran. Wichtig ist dabei der Einsatz eines weißen Täubers und einer farbigen Taube. Ein Schnabelproblem darf die 0,1 keinesfalls haben, sonst wäre das Unternehmen sinnlos.

    Stichige Augen kommen bei weißen Schietti schon einmal vor. Das kann bei Gazzikreuzungen sein, aber auch gelegentlich aus “rein” Weißen fallen. Keine Frage, diese Tauben wandern in die Küche.
    Paare doch einmal einen blauen Schietti mit einer blauen Gazzi. Ist der Schietti wirklich ohne Gazzieinfluss, dürfte die Nachzucht rein Schietti sein, abgesehen vom weißen Bauch oder Rücken. Diese Jungen gepaart, mendeln Gazzi heraus. Was ist da? Einige haben stichige Augen und zumeist weiße Schwungfedern. Trotzdem wird oft zu dem “Veredelungsmittel” gegriffen.
    Weiße Schietti ohne Probleme züchten, das wird es nicht geben. Ich behaupte sogar, weiße “Rotaugen” erfordern den ganzen Züchter und eine breit angelegte Zucht. Züchten heißt modellieren am lebenden Modell.

    #10514

    Matze
    Teilnehmer

    Hallo kricory,

    mich würde mal interessieren wie sich das Problem mit den
    angelaufenen/farbigen Schnäbeln bei Dir entwickelt hat??

    Gruß, Matze

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