Dieses Thema enthält 30 Antworten und 0 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  camper vor 10 Jahre.

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  • #9091

    camper
    Teilnehmer

    Hallo Zuchtfreunde. Ich will mir im nächsten Jahr einen Taubenschlag mit Voliere bauen. Hat denn mal wer von Euch einen Grundriss, Bilder, gute Tipps oder interessante Homepage für mich??? Da ich quasi ein Jungzüchter bin, bin ich natürlich auch an allem was die Taubenzucht betrifft interessiert! Futter, Pflege, Nistzellen, ach einfach alles was es so gibt ! Ich züchte Damascener.

    #9734

    Hallo camper,

    ich täte dir empfehlen falls du die Geflügel Börse bzw Junioren zeitschrift hast dich da zu informieren. Dort sind einige Schläge sehr guter Züchter abgebildet. Im internet hab ich nur bei den show racer einen Schlag gefunden. Hier ist die Seite

    http://www.show-racer-seite.de/anlage.htm

    #9735

    Weyck
    Teilnehmer

    Hallo camper,

    ich werde in diesem Winter einen Offenfrontschlag bzw. eine Voliere für Deutsche Modeneser und Amsterdamer Kröpfer bauen. Im Jahr 2006 habe ich mich intensiv um gute Tipps bemüht.

    Man muss aber leider feststellen, dass solche Tipps rar gesäht sind. Vor allem kommt es auf die örtlichen Gegebenheiten an. Welchen Einschränkungen unterliegts du hier? Kannst du den Stall/die Voliere nach Süden ausrichten? Dies ist wohl die wichtigste Entscheidung und hier solltest du wohl möglichst keine Kompromisse eingehen.

    Bei einem Offenfrontschlag setzt du die Tiere der Witterung aus. Du stärkst so auf natürliche Weise das Immunsystem der Tiere. Achte aber darauf, dass die Tiere keiner Zugluft ausgesetzt sind. Mir hat man den Tipp gegeben, die beiden Seiten jeweils zu 2/3 zu verschliessen. In die verschlossenen Seitenteile werde ich Fenster einsetzen, damit ich die Tiere beobachten kann, ohne dass ich sie störe.

    Offen ist der Punkt, wie man den Stall/die Voliere von oben gestaltet. Mach dir Gedanken, ob nach vorne 1/3 der Fläche “offen” gestaltet wird, also regendurchlässig ist. Tauben lieben den Regen, allerdings kannst du dir so auch “von aussen” Krankheiten in den Bestand holen. Meine Tierärztin hat mir davon abgeraten. Ich werde das Dach aus lichtdurchlässigen Platten gestalten und zwar so, dass ich später bei Bedarf 1/3 der Platten leicht entfernen kann.

    Die Bodengestaltung ist sicher auch ein entscheidender Faktor. Ich war lange gegen Sand, wegen der Gefahr einer zu hohen Konzentration an Kokzidien. Gitterroste sind aber teuer und unnatürlich. Viele Züchter haben mir gesagt, dass sie mit Sand keine Probleme haben. Wichtig ist aber, den Boden stets trocken zu haben, Feuchtigkeit ist ein idealer Nährboden für Krankheitserreger. Ideal wäre dann sicher, ein Taubenbad am Rand der Voliere, möglichst abgetrennt, anbieten zu können.

    Die festen Seitenteile werde ich wohl mit Ziegelsteinen mauern.

    Wichtig ist mir noch der Hinweis, dass ich in der Voliere keine Zucht betreibe. Dafür habe ich mir 4 Schlagabteile auf der Garage gebaut. Hier fehlt zwar Licht und die Natur, dafür sitzen die Tiere aber ruhig, zugfrei und trocken. Die Jungtiere werde ich nach 4-5 Wochen in die Voliere absetzen.

    Eine gute Zuchtzelle habe ich bei http://www.kipshagen.de gefunden. Hier musst du unter “Zucht-Zelle” nachsehen. Mein Schrank beinhaltet vier Zuchtzellen und ist insgesamt ca. 180 hoch. Im Ergebnis sind mir die einzelnen Zellen nicht hoch genug, damit die Tiere auch in der Zelle treten können. Ich werde jetzt Schränke dazukaufen, die nur drei Zellen beinhalten, dann hat die einzelne Zelle mehr Höhe. Auf de Website ist aber beschrieben, dass die einzelne Zuchtzelle 50 cm hoch ist, das dürfte ausreichen, auch, wenn fast 10 cm für den Drahtboden etc. verloren gehen. Zur Zuchtzelle kann ich dir gerne Details erklären, vor allem, warum welche Funktion genutzt wird.

    Zum Wasser und Futter kurze Hinweise:
    Man soll beides nicht direkt auf dem Boden abstellen, da sich dann zu schnell Staub darauf ablegt. Man spricht auch von einem “Futtertisch”. Wasser solltest du täglich wechseln. Dabei aber auch die Tränke austauschen. Wenn diese nämlich 24 h austrocknet, haben Krankheitserreger keine Chance. Ins Wasser gibt man ein wenig Apfelessig, dadurch wird der PH Wert so gestaltet, dass möglichst Krankheitserreger vermieden werden.

    Im Zuchtstall sollten kaum oder keine Sitzgelegenheiten ausserhalb der Zuchtzelle bestehen-sagt man. Dann ruhen die Tiere in der Zelle und verlassen nicht das Nest 😉

    So, jetzt mach ich mal Pause. Ergänze die Hinweise gerne (schaue unter http://www.vanweyck.de – dort baue ich gerade eine Homepage auf ;-). Wünsche mir aber, dass erfahrene Züchter meine Aussagen hier kontrover diskutieren – dass hilft uns beiden.

    Gut Zucht!
    Jürgen van Weyck

    #9736

    Matze
    Teilnehmer

    Lieber camper,
    ich kann Dir nur wärmstens das Buch von Günter Stach “Taubenschläge und Volieren” empfehlen. Das ist echt klasse, da sind auch Grundrisszeichnungen und viele Fotos drin und ausserdem erklärt er warum man, was ,wie bauen sollte (Stichwort Individualdistanz)! Sehr interessant, informativ und dabei leicht verständlich!
    Ausserdem lass ich mich aber natürlich auch bei jedem Züchterbesuch und durch die Medien inspirieren! 😆

    #9737

    Torsten
    Teilnehmer

    Hallo Weyck,
    daß der Taubenschlag und Voliere unbedingt nach Süden ausgerichtet sein muß bei einem Offenfrontschlag ist meiner Meinung nach nicht Optimal.
    Denn die Hauptwindrichtung ist Süd-West. Bei Wind und Regen würde der Taubenschlag sehr nass werden. Für mich ist die Ostrichtung auschlaggebend bei einem Offenfrontschlag. Der Taubenschlag bekommt bis Mittag genug Sonne und wenn es Nachmittag richtig heiß ist haben die Tauben Schatten und er liegt im Windschatten.
    Ich hatte Dir zwar schon mal eine Nachricht auf Deiner Seite geschrieben,
    ist wohl nicht angekommen.
    Der Tip von Matze ist auch gut. Ich habe mir das Buch bestellt, da ich mir dieses Jahr auch einen neuen Taubenschlag bauen möchte. Vielleicht auch einen Offenfrontschlag.
    Mit freundlichen Grüßen
    Torsten

    #9738

    Weyck
    Teilnehmer

    Hallo Torsten,

    schade, deine Nachricht habe ich nicht erhalten. Vielleicht kannst du sie mir noch einmal zukommen lassen? Danke!

    Deine Argumente zur Ausrichtung kann ich nachvollziehen. Die Ausrichtung des Stalls/der Voliere unterliegt in der Praxis meist den örtlichen Gegebenheiten. Es gibt eine Buchserie, in der Brieftaubenzüchter vorgestellt werden. Hier haben die meisten Züchter die Stallungen in einer L Form aufgestellt. Wenn ich die offene Seite des einen Schenkels nach Osten ausrichte und den zweiten Schenkel im 90 Grad Winkel nach Süden, ist diese zweite Seite gut gegen Regen geschützt. Persönlich kann ich leider nur einen Schenkel bauen. Diesen werde ich definitiv nach Süden ausrichten. Den Regen versuche ich durch Pflanzen ein wenig abzuhalten. Weiter habe ich mir überlegt, die unteren 50 cm der Vorderfront zu verkleiden. Ggf. rüste ich dies später oben an der Front auch nach.

    Ich habe jetzt lange überlegt, ob ich die Voliere nur zu 2/3 überdache. Meine Tierärztin hat mir davon abgeraten. Nach mehreren Gesprächen mit älteren Züchtern plane ich aktuell, das Dach aus licht- und uv-lichtdurchlässigen Doppelstegplatten zu erstellen. Dann erhalten die Tiere viel Licht, sind aber vor “fremden” Kot geschützt.

    Was haltet ihr davon, an der Front von aussen eine Wasser- und Futterquelle anzubringen. So, dass man die Voliere zum Füttern nicht betreten muss. Dann kann man sich den Tieren bei der Fütterung sehr gut annähern, ohne sie zu stören. Die Futter- und Wasserquellen werden durch ein langes, abklappbares Brett geschützt.

    Das erwähnte Buch wollte ich gestern kaufen. Leider ist es momentan nicht lieferbar 🙁

    Gruß
    Jürgen van Weyck

    #9739

    coyoti
    Teilnehmer

    Hy Henk

    Ich persönlich finde es nicht so gut wenn man zum füttern nicht in die Voliere bzw Schlag geht .Ich finde der Züchter sollte immer soviel wie möglich Kontakt zu seinen Tauben haben.Das hat den Vorteil das die Tauben nicht so scheu werden.Dies wiedserum ist positiv bei der Nestkontrolle,wenn ich bei meinen Altdeutschen Mövchen Nestkontrolle mache knurren sie zwar oder schlagen vereinzelnt auch mal aber sie springen nicht sofort vom Nest.Durch diese vertrautheit wird verhindert das durch das schnelle herunter springen vom Nest Eier einen Schaden nehmen.

    Coyoti 8)

    #9740

    Torsten
    Teilnehmer

    Hallo Jürgen,
    ich habe die Nachricht auf Deiner Internetseite unter Kontakt gesendet.
    Der Inhalt war so ungefähr der gleiche, wie ich ihn hier geschrieben habe.
    Meiner Meinung wäre es falsch die Vorderfront die eigentlich zu 100% offen sein sollte wieder zu verkleiden. Die Tauben sitzen dann zwar immer noch an der frischen Luft, es kann dann aber wieder zu unerwünschten Luftverwirbelungen kommen, die den Tauben nicht gut tun.
    Das Dach aus lichtdurchlässigen Platten zu bauen finde ich, ist eine sehr gute Idee. Ich halte mehr von einem Flachdach (Pultdach) als von einem Satteldach. Da gibt es zu große Probleme wegen der Luft. Was meinst Du damit : Die Tierärztin hat mir davon abgeraten. Heist das, die Voliere überhaupt nicht abzudecken oder ganz. Ich tendiere dahin die Voliere nicht zu überdachen. Aber wenn Du eine Futterquelle anbringen möchtest, dann mußt Du ja alles überdachen. Im Gegensatz zu Dir möchte ich im Offenfrontschlag züchten. Das funktioniert prima. Ich war mal in der Zuchtstation von Natural für Brieftauben. Dort ziehen tausende von Tauben ihre Jungen in einem solchen Offenfrontschlag groß.
    Den Boden der Voliere würde ich mit Gewegplatten oder ähnlichen Material verlegen. Der Grund ist der,daß diese Platten nach einem Regen sehr schnell wieder abtrocknen und mann kann diesen Boden sehr gut reinigen und desentfizieren.
    Das soll`s mal gewesen sein für heute.
    mfg Torsten

    #9741

    Weyck
    Teilnehmer

    @coyoti:
    Das Argument finde ich sehr wichtig (Kontakt zu den Tauben)!

    Wenn ich aber einmal keine Zeit habe, mich für die Fütterung extra umzuziehen oder möchte, dass meine Frau die Tiere füttert, halte ich dies für eine gelungene Alternative. Ich bemühe mich, auf meiner Homepage ein Foto online zu stellen, vielleicht wird dann besser verständlich, wie ich das meine.

    @torsten:
    Luftverwirbelungen: Ok, ich verstehe deine Bedenken. Wenn ich nur einen Luftkanal mieten könnte, um entsprechende Tests durchführen zu können 😉 Da ich mich aber für Sandboden entscheiden möchte, ist es für mich wichtig, dass der Sand stehts oder zumindest meist trocken ist.

    Die Tierärztin war dagegen, das Dach nur zu 2/3 abzudecken. Reisende Vögel und Tauben könnten ihren Kot in die Voliere bringen und so Krankheitserreger verbreiten. Deshalb empfiehlt sie, das Dach vollständig mit Platten abzudecken.

    Hast du deine Voliere schon gebaut? kannst du Fotos online stellen oder mir mailen? Danke im Voraus!

    #9742

    Norwichkroepfer
    Teilnehmer

    Hallo an alle VDT-Forum-Nutzer,

    als taubenzüchterischer “Ruheständler” wollte ich mich eigentlich an den hier geführten Diskussionen nicht mehr beteiligen – werde es auch in Zukunft nicht mehr tun.
    Doch im Beitrag von Jürgen van Weyck wird etwas Elementares für die Taubenhaltung angesprochen – ich würde sogar sagen ein Grundrecht für alle Tauben!!!

    Dieses Grundrecht heißt:

    “Es muß jeder Tauben die Möglichkeit gegeben werden, im Regen zu baden oder auch nur einfach bei einem Regenschauer unter freien Himmel zu verharren!”

    Verhindern wir dies, so nehmen wir den Tauben ein weiteres Stück naturnaher Haltung – und das liebe Freunde können wir uns unter keinen Umständen leisten!

    Das Bereitstellen von Badewasser ersetzt in keiner Weise das Bad im Regen!!! Mit “Regen” ist das Wasser gemeint, was uns Petrus schickt und nicht der Regen, den wir mit einem Gartensprenger erzeugen. Dies nur um allen möglichen Spekulationen über eine “Taubenbrause” – wie schon vielfach im Einsatz und punktuell auch angezeigt – gegenstandslos zu machen!

    Darum bitte nie! eine Voliere vollständig überdachen! Zwei Drittel reichen völlig aus! Das offene Drittel kann dann ja mit Rosten ausgelegt werden – so ist auch der Krankheitsvorbeuge Genüge getan!

    Auch Zuchttauben, die in Einzelabteilen oder Zuchtgruppen auf dem Hausboden gehalten werden, sollte gelegentlich die Wohltat eines Regenbades ermöglicht werden. Ein kleiner Drahtkasten auf dem Dach (ich weiß, sieht nicht schön aus – aber tut unheimlich gut!) reicht dafür aus. So kommen Sonne und Regen an die Tauben.

    Liebe Taubenfreunde, gehen wir mit Begeisterung und Verstand in der Taubenzucht auf! Aber bitte nicht alles verkomplizieren! Dann kommen wir auch weitehin ohne Windkanal aus. Genaues Beobachten und realistischen Einschätzen der eigenen Möglichkeiten und die unser Tauben helfen dabei!

    In diesem Sinn viel Freude bei der wunderbaren Rassetaubenzucht – einem Leben mit der Natur und nicht gegen sie!

    Hubert Borgelt

    #9743

    Torsten
    Teilnehmer

    Hallo Hubert,
    ganz so einfach sehe ich das nicht.
    Ich bin der Meinung, wenn man etwas neues baut, dann soll es wirklich richtig gut werden. Was nützt mir es, wenn ich mir einen neuen Taubenschlag baue und im nachhinein muß ich X-mal umbauen damit es so wird , wie ich es mir vorgestellt habe. Das habe ich nämlich schon durch, als ich meinen ersten Taubenschlag gebaut habe.Ich habe erst gebaut und dann beobachtet und jedes Jahr aufs neue umgebaut, weil die Luftverhältnisse nicht so sind, wie sie sein sollten (stimmen bis heute nicht). Deshalb baue ich mir in diesem Jahr einen Offenfrontschlag, wo ich diese Probleme nicht mehr habe. Desweiteren finde ich es sehr hilfreich eine Diskussion über ein Thema zu führen. Mann kann da eigene Fehler erkennen und gute Tipps für sich verwenden. Und die letzte Frage an Dich:
    Warum möchtest Du Dich nicht mehr an Diskussionen beteiligen, wo Du doch bei vielen Themen immer einen guten Rat zur Stelle hast?
    Jürgen, eine Voliere habe ich vor meinem alten Taubenschlag. Die brauche ich dann nur zu zerlegen und wieder neu aufbauen. Ich würde gerne mal ein Bild hier rein setzen. Ich weiß nur nicht wie. Wenn das mal einer mir erklären könnte? Ich schicke Dir das Bild per E-Mail zu.
    Tschüß Torsten

    #9744

    Weyck
    Teilnehmer

    Schade!

    Ich nehme jetzt seit exakt 13 Monaten wieder aktiv an der Rassetaubenzucht teil. Anfangs war ich schlicht begeistert über die Freundlichkeit und Offenheit vieler Züchter, die bereitwillig Tipps gaben und Tiere zu freundschaftlichen Preisen verkauften. Zu diesen Züchtern pflege ich heute ein sehr freundschaftliches Verhältnis, über das ich mich sehr freue.

    Auf Verbandsebene könnte aber vielleicht doch mehr Basisarbeit geleistet werden. Wenn ich die Website des VDT studiere, erfreue ich mich an den aktuellen Berichten zu den Themen Jungtierbesprechung, Ausstellungen usw. In meiner konstruktiv gemeinten Kritik möchte ich aber den Wunsch nach mehr Basisinformationen äußern. Nehmen wir diesen Thread hier. Camper, Torsten und ich beabsichtigen, in naher Zukunft viel Geld in eine Taubenvoliere zu investieren. Nur möchten wir das Geld zum Wohle unserer Tauben richtig anlegen. Aber ganz offensichtlich scheitern wir an den nicht zur Verfügung stehenden Informationen. Es ist ein Leichtes darzustellen, dass ein Zuchtstall und auch eine Voliere optimal belüftet sein muss. Nur sagt keiner, wie man dieses Vorhaben in der Praxis sicherzustellen hat. Erfahrene Züchter stellen dar, dass sie 10 Jahre oder länger an ihren Stallungen experimentiert haben, um dann hoffentlich ein gutes Ergebnis zu erreichen. Wir Anfänger würden uns freuen, wenn man die getroffenen Maßnahmen dokumentieren würde und ausführen würde, wie man heute, mit der Erfahrung der letzten 10 Jahre, einen Stall neu bauen würde. Vielfach heißt es auch, man solle einfach einen Offenfrontstall bauen, dann wären alle Probleme gelöst. Dann eine Gegenfrage: Mit Pult- oder mit Satteldach?

    Weiter sollten erfahrene Züchter, die sich hoffentlich hier angesprochen fühlen, auch darüber Gedanken machen, dass viele Anfänger heute in enger werdenden Wohngebieten wohnen. Damit möchte ich darauf hinweisen, dass man sich als Bauherr auch Gedanken darüber machen muss, wie der Stall von außen optisch gestaltet wird. Der Nachbar möchte nämlich nicht auf eine Baubude schauen… Und die Ehefrau hat vielleicht auch etwas gegen einen “Stall” im Garten.

    Liebe erfahrene Züchter, bittet denkt einmal darüber nach, welche Fragen und Problemstellungen euch am Anfang eueres Hobbys interessiert haben. Wenn ich hier lese, dass Tiere nicht artgerecht gehalten werden, wenn sie nicht den natürlichen Regen genießen können, dann enttäuscht mich dies sehr. Wer mir unterstellen will, dass ich meine Tiere nicht artgerecht halten möchte, der tut mir unrecht! Ich suche nur nach praktischen Lösungswegen eine Unterkunft für meine Tiere zu schaffen, die eine optimale Lösung unter Berücksichtigung der gegegenen Möglichkeiten darstellt. Darum denke ich primär darüber nach, wie ich die Staubbelastung vermeiden kann, ein positives Stallklima auf dem geschlossenen Zuchtstall schaffen kann und einen natürlichen Boden bereitstellen kann. Ich glaube, dass Gedanken über einen Sandboden wichtiger sind als Regen. Sandböden dürften ein klein wenig natürlicher sein als Gitterroste. Nur sollte dann der Sandboden stets trocken sein, damit das Gleichgewicht bei den Kokzidien usw. gehalten werden kann. Und so denke ich dann auch darüber nach, das Badewasser irgendwie außerhalb der Voliere anzubieten. Und Schlagregen nässt ebenfalls den Boden und führt zu den beschriebenen Nachteilen. Es gibt also Gründe, warum man diesen Regen den liebgewonnenen Tieren vorenthalten will, wenn auch ungern!

    Und dann gibt es ja noch ein zweites Thema: Die Ernährung. Ich weiße nur einmal darauf hin, dass auf der Website www. pernaturam.de interessante Taubenbriefe bereitstehen. Wenn man sie liest, kommt man ins Grübeln über die richtige Ernährung, oder besser gesagt Nahrungsergänzung.

    Meiner Meinung nach muss man diese beiden Themen im Griff haben, dann kann man sich über das dritte Thema unterhalten: die Zusammenstellung von Zuchttieren. Aber das dritte Thema macht wirklich erst dann Sinn.

    Vielleicht fühlt sich jemand angesprochen und kann seine Hilfe anbieten. Jedenfalls war es mir wichtig, einmal darauf aufmerksam zu machen, dass man einem Anfänger nicht nur sagen kann, dass er den Stall täglich säubern sollte. Das ist für mich selbstverständlich. Ich würde gern meinen Tauben mehr Gutes tun, nur sind die finanziellen Mittel begrenzt und ich kann mir keine Fehlinvestitionen leisten.

    Nach dieser Kritik möchte ich einmal die Vereinsarbeit vom RTZV Rote Erde in Unna loben. Hier werden regelmäßig in den Monatsversammlungen Vorträge und Tierpräsentationen abgehalten. Das sehe ich als richtigen Weg an, um Interessierte ins Boot zu holen. Dieses lobe beziehe ich auf alle Vereine, die eine so interessante Vereinsarbeit leisten. Weiter so!

    Herzliche Züchtergrüße!

    Jürgen van Weyck [/img]

    #9745

    Anonymous
    Teilnehmer

    Und dann gibt es ja noch ein zweites Thema: Die Ernährung. Ich weiße nur einmal darauf hin, dass auf der Website www. pernaturam.de interessante Taubenbriefe bereitstehen. Wenn man sie liest, kommt man ins Grübeln über die richtige Ernährung, oder besser gesagt Nahrungsergänzung.

    Diese sind so interessant, dass man sie teilweise wegen Anordnung per Einstweiliger Verfügung aus dem Netz nehmen musste.
    Frei nach einer bekannten Reklame, mag ich einmal folgendes schreiben
    Lasst euch nicht ver….

    Liebe Grüße
    Nicola

    #9746

    Gesti
    Teilnehmer

    Ich persönlich finde die ganze Diskussion über Voliere überdachen oder nicht genauso überflüssig wie die Geschichte mit dem von aussen füttern. Meine Tauben haben eine Voliere die an allen Seiten, ausser wo der Stall steht, offen ist, die von oben mit einem Netz abgeschlossen ist und in der Rasen wächst und bisher hatte ich keinerlei Probleme mit Krankheiten oder ähnlichem. Einer gesunden Taube sollte das erstens nichts ausmachen und zweitens wird dadurch ihr Immunsystem gestärkt. Hält man alles an Erregern oder sonst irgendwelchen äusseren Einflüssen von den Tieren ab, besteht die Gefahr das sie beim kleinsten Mikröbchen umfallen.

    Die Sache mit dem von aussen füttern halte ich für völlig unsinnig. Jeder Schlag sollte zumindest so sauber sein, dass man sich nicht komplett umziehen müssen sollte, wenn man füttert. Außerdem kommt noch die Sache mit dem Kontakt zu den Tieren hinzu. Muss natürlich jeder selber wissen ob er mit Alttagssachen in den Schlag geht oder nicht. Ich tue es.

    Was die Geschichte mit pernaturam angeht. Zuerst hat man es bei den Brieftaubenleuten versucht und heute versucht man es bei uns. Mein Rat: FINGER WEG !!

    #9747

    camper
    Teilnehmer

    Hallo Züchter !
    Es freut mich das schon so viele Beiträge zu dem Thema im Forum sind. Werde mir auf jeden Fall das Buch bestellen. Ich bin auch noch am überlegen ob ich mir dann die Voliere ganz überdache. Es ist natürlich richtig das bei einer ganzüberdachung kein anderer Kot in die Voliere kommt, aber irgendwie kann ich mich mit dem Gedanken noch nicht so ganz anfreunden.

    Rat von anderen Züchtern: ja Jürgen, das is so ne Sache. Ich habe schon die Erfahrung gemacht das man nicht immer die Wahrheit erfährt, leider !
    Ich wurde schon ein paarmal hinters Licht geführt. Es kann aber auch daran liegen, das die Züchter aus meinem näheren Umkreis sind und sie keine Konkurrenz wollen. Schade für Zuchtanfänger!!!!!!!!

    Wie ist es denn z.B. mit der Fütterung und das auch gerade im Winter?
    Bei dem Taubenschlagbau ist es mir natürlich auch sehr wichtig das er, wenn er steht, auch erstmal so bleibt. Nicht das man die ganze Zeit wieder umbauen muß. Was sind denn die Vor und Nachteile bei einem Taubenschlag der komplett zu ist?

    An Thorsten: Würde mich auch über Bilder freuen!

    Gruß Camper ! 😉 😉 😉 😉

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