Dieses Thema enthält 1 Antwort und 0 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Norwichkroepfer vor 1 Jahr, 5 Monate.

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    Norwichkroepfer
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    Hallo Taubenfreunde,

    da auf meinen Tipp “Federfang” tatsächlich gleich 3 Antworten kamen, möchte ich hier gleich mal den nächsten “Tipp der Woche” formulieren:

    Ab Montag soll ja, laut den Wetterfröschen, der Sommer über uns hereinbrechen!

    Da heißt für uns Taubenzüchter, das wir der Tränke besonderes Augenmerk schenken müssen. Dazu diese Hinweise:

    > Mit Wechseltränken arbeiten. Das heißt, benutzte Tränken nach 24 stündigen Gebrauch gegen eine andere, peinlich sauber gemachte Tränke austauschen.

    > Wenn es eben geht, zu jeder Mahlzeit das Tränkewasser erneuern!!!

    > Die Trinkgefäß im Schatten aufstellen. Soweit wie möglich direkte Sonnenbestrahlung vermeiden.

    – Tränken immer etwas frei vom Boden aufstellen (Tränkeuntersätze verwenden – kann man kaufen, aber auch leicht selbst herstellen.)

    > Keinen Trinkwasserzusatz benutzen! Klares sauberes Wasser ist das beste, was wir unseren Tauben bieten können.

    > Wenn durch besondere Umstände ein Ansäuern der Tränke notwendig wird, NIEMALS ein Produkt verwenden, welches Ameisensäure enthält!!! Diese Säure – und sei sie noch so “lieblich” umschrieben – reduziert die Wasseraufnahme unserer Tauben erheblich. Genauso wie das oft, von einer bestimmten Berufsgruppe befürwortete “Sauermachen” des Trinkwasser auf einen PH-Wert unter 5.
    Dadurch fordern wir den Ausbruch der sogenannten”Jungtaubenkrankheit” geradezu heraus. Denn, das Immun-System der Taube muss jetzt auch noch mit den fatalen Folgen eines Wassermangels zurecht kommen. Hierdurch wiederum haben Trichomonden, Hexamiten, Coli-Bakterien u. v. andere Kleinstlebewesen, die in unseren Tauben in geringen, nicht krankmachenden Mengen leben, die große Chance sich explosionsartig zu vermehren. Die Folgen: Die Tauben werden massiv krank und bedürfen der Hilfe durch den Tierarzt.
    Ansäuern, auf einen PH-Wert knapp unter 7 (also 6,8 – höchstens 6,5) durch Hinzugabe von Obstessig, Brottrunk oder eines Mischproduktes aus verschiedenen Fruchtsäuern (die dazu noch eine spürbare positive Wirkung auf das Immunsystem haben) sind dann die Mittel der Wahl.
    Noch Eins: Nie die ganze Woche hindurch die Tränke ansäuern! Maximal an 3 aufeinanderfolgenden Tagen! Das ist wichtig, damit sich die Krankheitserreger nicht an das leicht veränderte “ph-Klima” gewöhnen.

    Ein Wort zum Badewasser:

    Ins Badewasser für unsere Tauben gehört NIEMALS ein Zusatz, der Giftstoffe enthält! Entweder klares Wasser oder mit 50 Tropfen Kaliumpermanganat-Lösung 1 %ig (in der Apotheke zu bekommen) auf 10 Liter Badewasser ist das Beste was Ihr Euren Tauben geben könnt.

    Liebe Taubenfeunde, wenn Ihr diese simplen und kostengünstigen Hinweise beachtet, habt Ihr schon einen großen Schritt getan, um Eure Tauben gesund und vital über die Mauser zu bringen.

    Diese heutigen Tipp`s sind weder allumfassend noch neu. Doch immer wieder wird gerade in diesem Themenkreis der größte Unfug betrieben, ausgelöst durch geschickte Werbung der Industrie & des Zubehörhandels, Unkenntnis der Züchter und dem weit verbreiteten Aberglauben unter den Taubenliebhabern.

    Viel Freude mit Euren Tauben wünscht Euch

    Hubert

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