Dieses Thema enthält 16 Antworten und 0 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  rubella vor 8 Jahre, 7 Monate.

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  • #9129

    rubella
    Teilnehmer

    nun lacht mal nicht gleich! warum holz? kunststoff wäre doch viel leichter zu säubern und es können sich schlechter kleine sauber und krankheitskeime festsetzen. hat das schon mal jemand ausprobiert? habe auf einer seite in den USA einen züchter gesehen, der seine tauben in plastikeimern brüten lässt. der deckel wird zur hälfte abgeschnitten und an der schnittkante wird eine leiste zum anfliegen angebracht. nun wird der eimer mit dem boden an der wand angebracht.der halbe deckel ist im unteren bereich, damit das nest nicht heraus fällt. könnt ihr mir eure meinung dazu sagen? gruß mario

    #9897

    camper
    Teilnehmer

    Hallo rubella!
    Zu den Plastikeimern ist mir als erstes:………….wo werden denn die Tauben verpaart………….. eingefallen. Wir Taubenzüchter verpaaren doch unsere Tauben nach bestem wissen und Gewissen in der Zelle, damit sich das Taubenpaar verpaart das uns als Züchter am meisten zusagt, mit den Eimern, denke ich, ist das doch sehr schwierig. Als nächstes denke ich an Kot und die damit verbundene Feuchtigkeit. Holz atmet und nimmt auch ein bischen der Feuchtigkeit auf. Ich persönlich brenne meine Zellen immer mit dem Bunsenbrenner aus um alle Krankheitskeime abzutöten.
    Denke das ich bei meinen Holzellen auch in meinen neuen Schlag bleiben werde.

    Gruß camper

    #9898

    EnglishPearls
    Teilnehmer

    Hallo zusammen,

    als ich im Netz zum ersten Mal die Plastikeimer sah, fand auch ich dies eine sehr interessante Lösung vor allem für kleine Rassen (die Bilder zeigten English Short Faced Tumbler), zumal man diese Eimer auf relativ wenig Raum in einem Allroundschlag anbringen kann – neben Wand und Sitzregal z.B. Man bräuchte nicht mehr unbedingt feste Zellen zu installieren, da die Eimer ja einfach nach der Zucht gestapelt auf ihren nächsten Einsatz warten können.
    Die Frage nach dem Anpaaren kam mir dann auch im Anschluss in den Sinn. Ich kann nur vermuten, dass die Paare zum Beispiel in Schaukäfigen angepaart werden und dann in den Schlag mit den Eimern gebracht werden, in dem dazu aber keiner der Täuber vorher gesessen haben darf, damit kein Täuber schon ein Revier besetzt hat und die anderen nun durch alle Ecken scheucht. Auch kann man so sicherlich nicht an die Grenzen der Auslastung gehen. Viele von uns vermeiden zwar Überbesatz wo es geht – richtig so, aber oft muss ein Zuchtschlag mangels Raum ja nunmal das an Zuchtpaaren aufnehmen, was er auch an Zellen zur Verfügung stellt. Ich könnte mir vorstellen, dass dies ein Nachteil der Eimer ist, denn hier können Paare, die noch keine Zelle richtig fest eingenommen haben ja nicht über Nacht in selbige gesetzt werden.
    Vielleicht haben wir ja einen Züchter hier im Forum, der diese Methode anpaart. Ich denke da grade an DEN Show Racer Züchter Deutschlands aus Fränkisch Krumbach, der diese Methode auch in einem Teil seiner Zuchtanlage verwendet, wie man dem Züchterportrait in der GZ vor einigen Ausgaben entnehmen konnte.
    Ich denke, dass die Eimer bei großen und scheuen Rassen nicht so gut zu verwenden sind. Ich kann mir jedenfalls unsere Französischen Begdetten nicht in einem Eimer brütend vorstellen.

    Die Idee, Nistzellen aus Kunststoff statt Holz herzustellen, hat sicherlich einiges für sich. Hat das eigentlich schon einmal jemand versucht?
    Ich denke die Sache mit der Feuchtigkeit wird der entscheidende Knackpunkt werden, denn Holz nimmt Feuchtigkiet ja auf, wie Rubella richtig bemerkt hat. Dieser Effekt, dem man zwar mit Rosten, die ja auch bekannt sind aus Holzzellen, entgegen wirken kann, entfällt bei Kunststoff, so dass hier sicherlich trotz der schnellen Trennung von Kot und Zelleninsasse eine Belsatung durch Schadgase eher gegeben sein wird als bei Holzzellen, obgleich man auch evtl. mit einer Kotwanne arbeiten könnte, die mit Holzspänen eingestreut werden könnte.
    Vorrausgesetzt das Problem kann praxisgerecht angegangen werden, so sind Kunststoffzellen sicherlich einfacher zu reinigen und zu desinfizieren, denn es entfiele ja auch das Bangen nach dem Ausbrennen, dass der Schlag sich nicht doch noch entzünden könnte.

    Viele Grüße und Euch allen eine erfolgreiche Zucht im Jahr 2008

    English Pearls
    Phillip Fritz

    #9899

    rubella
    Teilnehmer

    man könnte die kunststoff nistzellen mit pappe auslegen. eine kompostierung wäre kein problem. außerdem denke ich für z.b. einen offenfrontschlag wären die kunststoff nistzellen besser, da sie vorteile gerade bei feuchtigkeit dem holzzellen haben. ich habe mehrere große plastikkisten, die ich dieses jahr mal zu nistzellen umbauen werde. mal sehen wie das so ist. manchmal muß man einfach neue wege gehen.

    #9900

    camper
    Teilnehmer

    hallo rubella!

    was sind denn die vorteile bei kunststoffnistzellen?

    habe dir eine PM geschickt !

    gruß camper

    #9901

    Matze
    Teilnehmer

    Ich finde Plastiknistzellen haben keine Vorteile!
    Auch Nistzellen aus Holz sind einfach sauber zu halten und gegebenenfalls zu desinfizieren! Sie nehmen überschüssige Flüssigkeit auf und sorgen so für ein gutes Mikroklima. Ausserdem ist Holz leicht zu verarbeiten und sieht schön aus!

    Ich habe den Bericht über Friedel Boßmeyer auch gelesen, aber mich reizt nichts daran meine Tauben in einem Plastikeimer oder dergleichen brüten zu lassen. Auch wenn Tauben dies bezüglich zugegebenermaßen anspruchslos und anpassungsfähig sind!

    Man könnte ja auch den Schlagboden mit PVC auslegen! Es ist leicht drüberzuwischen und jeder Züchter kann sich nach persönlichem Geschmack ein hübsches Muster aussuchen! (Vorsicht Ironie!)
    Gruß, Marius Matz

    #9902

    rubella
    Teilnehmer

    ersteinmal den bericht von bóßmeier kenne ich nicht. kenne nur die plastikeimergeschichte aus den USA. da ich nicht der größte fan von chemie bin denke ich das kunststoff besser zu reinigen ist. der verunreinigte kot zieht ins holz, kann er bei kunststoff nicht. auch wenn holz besser atmet, denke ich bei einem gut belüfteten schlag sollte feuchtigkeit nicht das problem sein. auch das holz sich besser verarbeiten läßt, kann doch in der heutigen hochtechnisierten zeit kein grund sein. kunststoff zellen könnten aus einem stück sein und somit gibt es auch keine spalten und ritzen , wo sich kleine sauger verkrichen können. ich möchte mit den kunststoffzellen nicht die heutige taubenzucht auf den kopf stellen ,nur mal zum nachdenken anregen. es gibt ja nicht umsonst kunststoffnistteller. oder? ach ja! die idee mit dem PVC boden finde ich garnicht schlecht matze. wenn du schreibst “holz sieht besser aus”, dann würde ich dir einen belag im holzdekor vorschlagen. SIEHT DOCH BESSER AUS, wie beton oder fliesen.

    #9903

    Matze
    Teilnehmer

    @rubella:

    Die von dir erwähnten Plastiknistschalen sind schei…, weil der Kot darauf nicht abtrocknet. Die Zuchttiere wie auch die Jungtiere sind dann total kotverschmiert und Kot der lange feucht bleibt ist natürlich ein Paradies für Keime! Du müsstest also jede Nistschale mit zB. Zeitungspapier einpacken, das habe ich eine Zuchtsaison lang gemacht und ich kann Dir sagen daß das sehr zeitaufwendig ist!!

    Meiner Meinung nach überwiegen die Vorteile von Holz einfach! Ich glaube daß die Industrie niemals die Nistzellen produzieren könnte die den jeweiligen Rassen und den Verhältnissen im jeweiligen Schlag angepasst sind oder hast Du schon mal einen King oder einen Altdeutschen Kröpfer in einer 70cm Standardnistzelle gesehen! Also heißt es für viele Züchter: selber bauen! Das geht nunmal mit Holz/Spannplatte usw eben relativ leicht und auch so daß keine Ritzen entstehen. Persönliche Vorlieben, Bedürfnisse der Rasse, die Maße im Zuchtabteil usw. fließen dann als Kriterien in den Selbstbau!

    Auch was die Hygiene anbelangt, sehe ich bei Holz keine Nachteile!
    Du scheinst einfach panische Angst vor Tubenkot und Bakterien zu haben, oder?

    #9904

    rubella
    Teilnehmer

    nein habe ich eigentlich nicht. es hätte mich nur intressiert ob damit schon jemand erfahrung hat.alle schreien hier nach holz und sagen auch warum. nur scheint hier noch keiner kunststoffnistzellen gehabt zu haben. ich würde mich sehr über eine antwort freuen, von jemanden der den praxistest gemacht hat. aber ich vermute mal, das ich keinen finde. trotzdem möchte ich euch für eure antworten danken.

    #9905

    EnglishPearls
    Teilnehmer

    Eine Antwort in Unterpunkten:

    @ rubella:

    Du wirst niemanden finden, der mit soetwas Erfahrungen gesammelt hat einfach aus dem Grunde, da es keine Kunststoffnistzellen im Handel gibt.

    @ all:
    Ich denke bei dem hier diskutierten Punkt wird deutlich, wie schwer es etwas Neues hat, wenn es nicht in der Praxis erprobt worden ist. Vergessen dürfen wir in dieser Situation aber eins nicht: Die angesprochenen Eimer waren nur der Auslöser einer Frage, die viel weiterreicht. Nistzellen aus Kunststoff sind sicherlich bei entsprechender Gestaltung viel einfacher zu reinigen und zu desinfizieren als Holz und vor allem genauso baufähig. Dass sich bei einem Neubau Holz durchsetzen dürfte liegt einfach in der Natur des einfachen Verarbeitens. Aber wieso sollte Kunststoff nicht genauso gut bei Standardzellen Verwendung finden. Einzig und allein müßte ein Hersteller her, der ein solches Produkt auf dem Markt einführt, wobei eine Einfuhr bei Brieftaubenzüchtern schon allein wegen dem Hygieneargument sicherlich recht einfach wäre. Es geht ja nicht darum die Taubenzucht zu revolutionieren, sondern einfach nur um den Test, ob es nicht möglich und wenn ja ob es nicht auch reinlicher wäre.

    Also Rubella, mich jedenfalls würden Deine Ergebnisse in Bezug auf die angesprochene Feuchtigkeit und die Reinigung interessieren.

    In diesem Sinne Gut Zucht – egal ob in Holz, Plastik oder sonstigen Gerätschaften.

    English Pearls
    Phillip Fritz

    #9906

    rubella
    Teilnehmer

    ich werde dieses jahr den test machen. dann gibt es den bericht. ich habe bereits einige große kunststoffkisten aus einem warenlager. diese werden auf die seite gelegt, so das die öffnung nach vorn zeigt. die öffnung wird dann von mir noch bearbeitet. die kisten sind auch in dieser lage noch stapelbar. ich werde es mal abwarten.

    #9907

    Maik Loeffler
    Teilnehmer

    Hallo Zuchtfreunde,
    vielleicht geht das ganze ja mal mit Bilder zu machen, sowohl Nistzellen, als auch Nistschalen. Warum nicht Plastik oder beschichtetes Material? Aufsaugen soll es ja gar nicht, die Feuchte muß halt mit Unterlagen ectr. draußen gehalten werden. Ich setze bei einigen Tauben die Doppelnistzellen vom Tischler Neumann aus Selbitz ein, mit und ohne Kotschubladen. Kann ich nur empfehlen.
    Ein Teil der Großtauben nistet in zweistöckigen Nistzellen aus Preßspanplatten. Die Nistschalen packe ich alle in Zeitungspapier doppellagig ein und benutze Textileinmaleinlagen, welche mittlerweile ein Zuchtfreund aus der Polsterindustrie anfertigt. Die fusseln nicht so faserig sondern eher flockig. Darauf kommt feines Buchenholzgranulat (eine handvoll), vermindert das fusseln. Der Zeitaufwand (110 Paare) ist zwar hoch, spart sich aber beim säubern und desinfizieren am Zuchtende wieder. Plastikschalen, bei denen man den Zeitungsrand einklemmen kann, gehen auch, aber nur dann. Sonst fliegen die Eier raus. Warum nichr Eimer oder sonstiges, muß halt ständig kontrolliert werden, machen wir ja sowieso. Außerdem setze ich Brutwinkel und Backsteine ein. Letztere haben den Vorteil, daß ich die Nestgröße je nach Brutreife (Eier bzw. wachsende Junge) variieren kann und die Jungen das meiste genau auf die Steine koten. Das ist dann einfach schnell zu entfernen.
    Was brauchen wir: eine größenvariable Nistschale, welche standfest ist, genügend Randhöhe und mittige Eiermulde aufweist und auch gut zu reinigen ist. Vielleicht mit Zeitungsschutz versehbar. Gut wäre auch, wenn man diese auf zweiter Ebene in eine Vorrichtung einhängbar ist (entsprechend großes Loch in der 2. Ebene).
    Wer hat eine Idee zur Umsetzung dieser Wünsche? Handwerker an die Front! ❗

    Maik

    #9908

    H.Michael Meyer
    Teilnehmer

    Hallo Maik,
    vielleicht trifft dies dein Interesse,
    Bei meinen Brutzellen von 80 x 50 x 40 cm Höhe sind die Kunststoff-Brutschalen(Durchmesser 23 cm) in Eisenringe eingehängt

    Habe ich mir schon schon vor Jahren von unserem Dorfschmied anfertigen lassen.
    Die erste Schale(1.Brut) wird in 1o cm Höhe vom Zellenboden entfernt eingehängt—-die 2.Schale ist in 25 cm Höhe eingehängt!

    Dies hat gleich mehrere Vorteile,
    möchte ich während der Zucht die Zellen reinigen,muß ich dabei nie die Taube auf Eiern/Jungen sitzend, stören!(heist Brutschale in die Hand nehmen)

    Als 2. Boden ist in der Zelle eine 7 mm geölte Hartfaserplatte eingelegt,die Vorsatzgitter sind so gearbeitet,das sie erst in 5 cm Höher (gerechnet vom Zellenboden)beginnen,–dies gibt mir die Möglichkeit,ohne öffnen der Zellen den 2.Boden herauszuziehen,und mittels Spachtel ruck zuck zu säubern!

    Zusätzlich gibt es noch eine kleine extra Lade,(auf dem 2.Boden)in die genau eine zusammengelegte Zeitung passt(nicht die Süddeutsche,grins)–

    Diese Lade nebst Zeitung schiebe ich unter die jeweilge Nistschale,und gibt so die Möglichkeit,gerade bei größeren Jungen(viel Kot) 2 x am Tage die Zellen blitzblank zu haben!

    Es funktioniert allerbestens–habe aber auch keine–upps– 110 Paare in der Zucht.

    Herzlichen Gruß
    Michael
    Orientalische Flugroller

    #9909

    Maik Loeffler
    Teilnehmer

    Hallo Michael,
    genau diese Beiträge bringen Erkenntnis. Das System geht wohl bei jeder Rasse, bei großen und Riesenrassen sollte zumindest bei den höher angebrachten Nistschalen dann noch etwas zum anspringen angebracht sein, sonst könnte es Eiermatsch geben. Sowas könnte man dann ja an die vermutlich an die Wand angeschraubten Metallringe (oder eingesteckt?) auch was anschweißen.
    Viel Freude noch mit der Jungenaufzucht.
    Maik

    #9910

    Matze
    Teilnehmer

    Meine Nistzellen sind etwa zur Hälfte abgedunkelt. Noch nicht abgesetzte Jungtiere haben ja ab einem gewissen Alter das Bestreben sich möglichst in die dunkelste und engste Nische in der Nistzelle zu “verkriechen”. Wenn die neue Nistschale mit den Eiern im hellen Bereich und somit die Nistschale mit den größeren Jungtieren im dunklen Bereich steht gibt es (aufjedenfall bei mir) keine Probleme mit bettelnden Jungtieren die die Eltern beim brüten stören. Eine 2.Ebene habe ich bisher nicht gebraucht.
    Gruß, Marius Matz

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