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  • als Antwort auf: Spanische Erdbeeraugen #10648

    Norwichkroepfer
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    Hallo Marius,

    ein toller, sehr lehrreicher Bericht über eine interessante Taubenrasse! Die “Erdbeeren” werden ihren weg machen, wenn sie noch mehr solch aktive Züchter wie Dich finden.
    Viele Freude bei den Schauen und mit Deinen Tauben wünscht Dir

    Hubert

    als Antwort auf: Taubengesundheit/Jungtaubenkrankheit #10396

    Norwichkroepfer
    Teilnehmer

    Hallo Zuchtfreund Schürmann!

    Höchst erfreulich, das Sie sich im Forum zu Wort melden. Das tun leider viel zu wenige Züchter.
    Ihre Zeilen verdienen Beachtung und Beantwortung, die ich hiermit gebe:

    Zu “Ihre langatmigen Erklärungen können mich nicht Überzeugen” Bitte lesen Sie diese nochmals kritisch aber unvoreingenommen! Denn – das meine aufgezeigten Maßnahmen heute “alle Selbstverständlich sind“, stimmt nun mal nicht! Sie bestätigen dies auch gleich selbst, in dem Sie schreiben “Aus bekannten Gründen findet Rassetaubenhaltung heutzutage nur noch in Volieren statt. Diese sind in der Regel überbesetzt. “D.h. Taubenhaltung ist zu einer reinen Massentierhaltung geworden.”

    Diese wenig durchdachten Äußerungen bedürfen meiner Meinung nach unbedingt einer Korrektur: Die heutige Taubenzucht pauschal als “reine Massentierhaltung” zu bezeichnen, verunglimpft die große Masse der verantwortungsvollen Züchter, die ihre Tauben im Sinne meiner “langatmigen” Ratschläge züchten. Aber – Sie haben ein Grundproblem, welches die sogenannte “Jungtaubenkrankheit” auslöst erkannt, nämlich den Überbesatz der Schläge. Dieses Übel habe ich zigmal bei den verschiedensten Gelegenheiten angeprangert und werde es weiter tun!

    Zu “Impfungen“. Natürlich bin ich nicht gegen sinnvolle Impfungen. Sie haben auch Recht, das bei unseren heutigen Vorschriften eine Paramyxo-Impfung schon 2-3 Wochen nach dem Absetzen der Jungtauben schwer praktikabel darzustellen ist. Es wäre u. A. die Aufgabe des Tierschutzbeauftragten des BDRG im Zeitalter des 1 Jahres-Impfstoffes eine Neuregelung im Sinne einer früheren Taubenimpfung voranzutreiben.
    Wenn Sie auch “Verbindungen” zu aktuellen Landwirtschaft” pflegen, unterliegen Sie auch hier einem, kapitalen Irrtum: Es ist (leider) keineswegs so, das “nur komplette Impfprogramme einen geforderten Gesundheitsstatus garantieren.” Sicher ersetzen Impfungen der Nutztiere spätere Behandlungen. Dafür treten aber immer neue Krankheitserreger in den Vordergrund, die – bei unsachgemäßen Haltungs- und/oder Fütterungskonzepten (wie leider auch bei unseren Tauben) den Krankheitsstatus des Bestandes wieder verschlechtern. Zwar hoffe ich auch, wie schon erwähnt, das Zfr. Kleemann mit seiner Circo-Virus-Impfung Erfolg hat. Aber zu glauben, dass damit das Problem “Jungtaubenkrankheit” gelöst sei, ist ein Holzweg, der in den tiefen, dunklen Wald führt.
    Da müssen schon mein langatmigen Ausführungen helfen. Sie sind sicher unbequem und mit Überlegung und Arbeit verbunden – führen aber, konsequent durchgezogen, zum Ziel: Den robusten, gesunden Taubenbestand.

    ZU “ hartnäckigen Werbung für Betz-Taubenfutte” Hierzu dies: Was so gut ist, kann gar nicht oft genug empfohlen werden. Die “halboffene Deklarierung” von höchstwertigen Futtermitteln ist heute gang und gäbe. Ob Sie das Futter mit offener Zusammensetzung “objektiv” bewerten könnten, weis ich nicht. Denn dazu brauchen Sie eine vollständige Nährstofftabelle über jede einzelne Futterkomponente (auch die Aminosäuren!) und die Kenntnis der tatsächlichen Bedürfnisse unserer Tauben in den einzelnen Abschnitten des “Taubenjahres”. Die Arbeit, dieses Wissen zu erlangen haben vor vielen Jahren Zuchtfreunde geleistet (und dem VDT zur Verfügung gestellt), um unseren Tauben ein möglichst gutes Futter bereitstellen zu können. Auch dieser immense Arbeitsaufwand wird durch die halboffene Deklaration geschützt. Vielleicht noch dies zum Abschluß: Die VDT-BETZ-Vital-Sorten bestehen ausschließlich aus Getreide und Hülsenfrüchten die in Europa geerntet wurden.

    In diesem Sinn,

    herzliche Grüße

    Hubert

    PS Habe so schnell geantwortet, weil man ja nicht wissen kann, wann das Forum “offline” geht – und ich befasse mich täglich mit der artgerechten Haltung & Fütterung von Nutztieren…

    als Antwort auf: Taubengesundheit/Jungtaubenkrankheit #10395

    Norwichkroepfer
    Teilnehmer

    Liebe Taubenfreunde,
    im Angesicht der drohenden Schließung dieses Forums halte ich es für angebracht, das Thema “Jungtaubenkrankheit” nochmals grundsätzlich zu erörtern.
    Neue Ansätze, wie sie jetzt gerade Zfr. M. Kleemann mit seinen Versuchen zur ” Impfprophylaxe ” aufzeigt sind sicher begrüßenswert, doch werden sie kaum den erhofften, durchgreifenden Erfolg bringen. Anmerkung zum Nachdenken zu diesem speziellen “Kleemann-Weg”: Der ganz überwiegende Teil der Tauben, die in Deutschland und darüber hinaus gehalten werden, tragen den Circo-Virus. Das belegen Feldstudien immer wieder. An dieser stelle möchte ich nicht mit Angaben über diese Untersuchungen langweilen. Dem praktischen Züchter bringen das eh NICHTS.

    Die Züchterschaft muss schlicht und ergreifend ihr gesamtes Zucht- und Haltungsystem selbstkritisch auf den Prüfstand stellen und umsichtig optimieren.

    Hilfe für dieses, sicher nicht in allen Fällen leichte Unterfangen gibt der nun folgende Aufsatz, der schon aus dem Jahr 2008 stammt und seiner Zeit in “Die Rassetaube” veröffentlicht wurde. Hätten sich schon damals alle Züchter an diesen aufgzeigten Eckpunkten orientiert und die notwendigsten Dinge umgesetzt, wäre die “Jungtaubenkrankheit” heute nur noch eine kleine Randerscheinung – und nicht DAS Thema, welches in diesen Tagen wieder die Gespräche unter Züchtern beherrscht.

    Für manche Zuchtfreunde und Industrievertreter mag diese Aussage überheblich klingen; darf sie ruhig!!! Probiert es aus wie geschrieben! Ihr werdet wieder viel mehr Freude an der schönsten Freizeitgestaltung, die uns die Natur geschenkt hat – nämlich die Rassetaubenzucht – haben.

    “Jungtaubenkrankheit“ ? – Nein danke!”

    Liebe Freunde der Rassetaubenzucht,

    wohl alle Züchter – besonders die, die in den letzten Jahren oder gar schon wieder in 2008 von dieser heimtückischen „Krankheit“ heimgesucht wurden, werden dieser Artikel-Überschrift voll zustimmen.
    Doch wie, so wird sich der eine oder andere geschundene Züchter fragen, soll das geschehen?
    Den ersten Schritt auf den Erfolgsweg skizzierte Frau Dr. Heidi Kny schon in der RT IV 2006 in ihrem Aufsatz „Jungtaubenkrankheit auch bei Rassetauben?“ Ihre Kern- und Abschlussaussage:
    „Die Jungtaubenkrankheit ist keine echte Infektionskrankheit. Viel mehr gehört sie in die Gruppe der sogenannten Faktorenkrankheiten.“

    Was bedeutet die Aussage für uns Züchter?

    Ganz schlicht und ergreifend dies: Wir müssen die Unterbringung, Haltung und Fütterung unserer Tauben soweit optimieren, dass sie den gesundheitlichen Anfechtungen – besonders während der Zucht- Mauser und Ausstellungszeit – problemlos standhalten.
    Niemand kann uns diese Aufgabe abnehmen – schon gar nicht dubiose „Mittelchen“ vom Schwarzmarkt oder „Bio-Produkte“ die einzig und allein dazu dienen den Geldbeutel des Herstellers und/oder Verkäufers zu füllen.

    Kein Angst – alles ganz simpel und einfach!

    Das Ganze mag sich nun für den einen oder andern Zuchtfreund unglaublich kompliziert anhören – ist es aber tatsächlich nicht.

    Ein Beispiel: Vor kurzer Zeit erhielt ich von einem Züchter eine Anfrage – gerade zu dem hier anstehenden Themenkomplex. In einem Telefonat versprach ich ihm, einige Abhandlungen über eine Tauben gerechte Haltung & Fütterung zukommen zu lassen. Aus seinen Worten konnte ich schon entnehmen, wie groß seine Bedenken waren, ob er das alles was er nun ändern solle überhaupt für ihn realisierbar wäre. Die Zweifel und Bedenken krochen geradezu durchs Telefon…
    Zwei Tage spätere erreichte mich eine Mail von ihm. Zitat:“… Ich bin auf der einen Seite entsetzt und auf der anderen Seite begeistert.
    Entsetzt? Ja klar, wie viele Kleinigkeiten ich “falsch” gemacht habe. Es ist ja nicht so, dass ich grundsätzlich alles glaube, was man mir erzählt, aber Ihre Gedankenführung und Erläuterungen waren so zwingend logisch…. UND EINFACH UMZUSETZEN und deshalb bin ich so begeistert.“

    Also frisch ans Werk – so wird`s gemacht:

    Feststellung des Gesundheitsstatus, ggf. Behandlung, Impfungen

    Aus jedem Schlagabteil wird mindestens 1 Taube entnommen und beim Tierarzt mittel Kloaken- und Hals-/Kropfabstrich auf Trichomonaden, Hexamiten usw. abgecheckt. Ferner wird , wiederum aus jedem Abteil, eine Kotprobe entnommen und diese parasitologisch und bakteriologisch untersucht. Fast jeder Veterinär ist in der Lage, eine solche Untersuchung durchzuführen – manchmal bedarf es allerdings einer Motivierung dieser Damen und Herren.
    Eine Behandlung erfolgt ausschließlich aufgrund des Untersuchungsergebnisses.

    Sonderfall Trinkwasserbehandlung mit Ronidazol oder Ähnlichem.

    Wasser, das mit Substanzen die gegen Trichmonaden & Hexamiten wirken, versetzt ist, wird von den Tauben nur sehr ungern aufgenommen. Deshalb folgende Regel beherzigen:
    Die Tränke immer erst rund 15 Minuten nach der Körnerfütterung reichen. Nur so wird eine ausreichende Wirkstoffmenge aufgenommen. Ansonsten „züchten“ wir uns nur resistente Erreger heran. Bitte nie z. B. Honig, Traubenzucker oder andere Zuckerträger zur Überlagerung des Medikamentengeschmacks mit in die Tränke rühren. Diese Nährstoffe sind ein „toller“ Nährboden für die zu bekämpfenden Krankheitserreger…
    Bei Interesse kann ein Merkblatt über die Verabreichung von Ronidalzol gemailt werden!

    Früh Impfen!

    Jungtauben sollten möglichst früh ihre Paramyxo-Imfpung erhalten. (Ca. 2-3 Wochen nach dem Absetzen) Es ist bewiesen, das diese Jungtauben wesentlich weniger häufig an der „Jungtaubenkrankheit“ leiden. Das Immunsystem bekommt durch diese frühe „Trainingseinheit“ einen regelrechten Schub! Ebenso empfiehlt sich eine zeitige Salmonellen-Schutzimpfung, dort wo sie durch aktuelle Gegebenheiten angezeigt ist.
    Bitte nie in die „große Mauser“ impfen. Es belastet die Tauben nur – und die Wirkung ist mehr als zweifelhaft.

    Am Rande….

    …weil eigentlich selbstverständlich, sei vermerkt, das Schadnager soweit wie möglich aus den Taubenbehausungen verbannt werden sollten. Gleiches gilt für Federlinge, Motten, Rote Vogelmilben, Steißläuse usw.! Aber: Bitte nicht gleich bei ersten Federling mit der dicken Giftspritze kommen. „Verlausen“ die Tauben in regelmäßigen Abständen trotz sachgerechter Behandlung immer wieder sollt man sich über den Hygienestatus der gesamten Zuchtanlage Gedanken machen…womit wir bei nächsten Kapitel angelangt wären.

    Schlag, Besatzdichte, Sonne, Luft, Badedasser

    Der Schlag muss auch im Inneren hell sein. Ein Offenfront-Taubenhaus mit vorgebauter Voliere wäre das Optimale. Für die Jungtauben reicht eine zur Hälfte überdache und seitlich abgeschirmte Voliere völlig aus. (Komplett überdachte Volieren sind Tauben feindlich und auch vielen Gründen gesundheitsschädlich!) Der Boden des überdachen Teils kann aus Sand oder wasserfesten Spanplatten bestehen. Der dem Regen ausgesetzte Teil sollte mit Rosten ausgelegt sein. Allerdings haben auch viele Züchter mit einem schlichten Rasenboden oder grobem Flusssand beste Erfahrungen gemacht – ja wenn Besatzdichte und das übrige Umfeld perfekt sind…

    Pro Jungtaube muss ein Raum von mindestens 0,50 m3 zur Verfügung stehen (reiner Schlagraum; bei alleiniger Volierenhaltung zählt der überdachte Raum!!) Besser wären aber noch 0,75 m3. Bei sinnvoller, harter Selektion ist das auch möglich! Ansonsten Zuchtpaarbestand anpassen. Den Zuchttauben ist ein Raum von 1m3 pro Tier zu zubilligen – ganz gleich wie groß oder klein die jeweilige Rasse ist.

    Halten wir unsere Tauben so, können sie beliebig in Sonne und Regenwasser baden. Zusätzlich sollte man ihnen aber wenigsten 2x die Woche Badewasser, versetzt mit VDT-BETZ-Aqua-Vital, zu Verfügung stellen. Bei einer konventionellen Schlaghaltung sollten auch Nachts die Fenster (hoffentlich groß genug!?) offen bleiben. Bei Angst vor Raubzeug sind Drahtgeflecht-Rahmen einzusetzen. Nur so ist eine gute Sauerstoffversorgung der Tauben abgesichert. Staubanfall ist möglichst weit zu reduzieren – siehe dazu auch die spezial Artikel in früheren RT-Ausgaben.

    Selektion – Grundstein einer jeden Tierzucht

    Über dieses Thema sind schon viele dicke Bücher geschrieben worden. Hier kurz, hart und der Natur folgend die Quintessenz daraus: Vitalität geht vor Schönheit! Jungtauben werden, wenn erkrankt, nur einmal behandelt. Wenn dann kein dauerhafter Erfolg – selektieren!

    Taubengerechte Ernährung – Kernstück jeder erfolgreichen Taubenzucht

    Im Zeichen immer weiter steigender Taubenfutter-Preise werden auf diesem Gebiet wohl die schlimmsten Fehler gemacht! Nicht selten sieht man in diesen Tagen verzweifelte Tauben vor Trögen stehen, die über und über mit Erbsen übersät sind. Ist den Züchtern überhaupt bewusst was sie ihren Tauben und sich selbst mit der Fütterung dieser „Billigmischungen“ antun? Einerseits werden die Taubenlebern und Nieren mit unverdaulichen, ja zum Teil giftigen Substanzen, die zuhauf in diesen angeblich so „züchterfreundlichen“ „ Discount-Mischungen“ vorkommen, überflutet. Andererseits fehlt es an der nötigen verfügbaren Energie – denn in den Hülsenfrüchten ist davon zuwenig – und der übrige Prozentsatz, der dann vielfach schlicht mit Getreide aufgefüllt wird , ist zu gering um das Defizit an Stärke und Kohlenhydraten auszugleichen. Über den dramatischen Mangel an verwertbarem Protein ganz zu schweigen. Da helfen dann auch die schon oben erwähnten „Pülverchen“ nicht weiter. Die Geldbörse des Züchters und der Akku des Immunsystems der Tauben werden immer leeren.

    So machen wir es richtig

    Grundlage einer jeden Taubenfütterung – gleich welcher Rasse bilden die VDT-BETZ-VITAL-Mischungen. Hier bekommen wir zu einem vernünftigen Preis ein hochverwertbares Futter, das in jeder Hinsicht Tauben gerecht ist. Die Energie-, Protein- & Vitaminversorgung ist ebenso gewährleistet wie die wohldosierte Zufuhr von Immunstoffen.
    Wichtig ist nur, dass die Tauben mit Ende der Kleingefiedermauser – also noch weit vor Beginn der Schauen von VDT-VITAL 1, 2 oder 5 auf die Ruhesorten 3 oder 4 umgestellt werden. (Leider gibt es die „Winter-Sorten“ nur noch als „Sondermischung!)Die „Selbstmischer“, die mit viel Erfolg VITAL 6 verwenden, ersetzen dann den größten Teil des Weizens durch Gerste.
    Zwei bis drei mal die Woche binden wir mittels VDT-BETZ-Edel-Oel-Mix (das wertvolle mehrfach ungesättichte Fettsäuren und zahllose andere Vitalstoffe liefert!) VDT-BETZ-Kropf-Vital an die morgendliche Futtergabe. Dadurch versorgen wir unsere Tauben mit hochwertigen, Immunsystem stärkenden pflanzlichen Sekundärstoffen (hochwichtig) und antibakteriell wirkenden Kräutern.

    Grünfutter – wenig Mühe viel Erfolg

    Solange uns die Natur Grünfutter in Hülle und Fülle zur Verfügung stellt, sollten wir es unseren Tauben auch geben. Ob dies nun Gemüse oder „Unkräuter“ aus dem eigenen Garten sind, oder aber Löwenzahn oder Topinambur aus Feld und Flur, ist den Tauben völlig egal. Sie werden – nach gewisser Gewöhnungszeit – regelrecht „süchtig“ nach diesem Grünzeug. Und – es macht sie noch wiederstandsfähiger gegen alle möglichen Krankheitskeime. Im Winter können wir dann auf Grünkohl, kleingeschnittene Möhren oder gar Topinmabur-Knollen (die Ideallösung) umstellen.

    Ohne Taubenstein und Grit keine gesunden Tauben

    Genauso wichtig wie das Körnerfutter ist die Versorgung mit Taubenstein und Grit! Sie sind unentbehrliche Lieferanten von Mengenelementen, Magensteinchen und anderen lebenswichtigen Nährstoffen. Dabei kommt es aber auf die richtige Zusammensetzung an.
    Das Kalzium sollte aus verschieden schnell abbaubaren Quellen kommen. Beim VDT-BETZ-POWER-Stein und Power Grit sind es deren vier! Vergleichen Sie mal den Jodgehalt der VDT-Produkte mit dem des Mitbewerbs – sie werden staunen. Dagegen sollte der Phosphor & und Salzgehalt möglichst niedrig sein. Auch hier nehmen die „Zwillinge“ unangefochten den Spitzenplatz ein.
    Geben Sie diese beiden Produkte ihren Tauben täglich frisch in kleinen Mengen haben Sie wiederum einen großen Schritt zur optimalen Versorgung Ihrer Tauben – und gegen die Jungtaubenkrankheit getan.

    Wasser – rein und kühl – das wichtigste Nahrungsmittel überhaupt

    Nur, es muss sachgerecht angeboten werden. Keine Tränke sollte länger als 24 Stunden im Schlag verbleiben. Bei heißen Wetter ist es sogar besser, das Wasser 2 x täglich zu erneuern. Nach Gebrauch werden die Tränken gründlich gesäubert und 24 Stunden zum Austrocknen gelagert. Nur so erreichen wir eine Trinkwasserqualität die wir benötigen und unterbrechen den Ansteckungsweg über die Tränke. Dies ist einer der wichtigsten Grundsätze in der tiergerechten Taubenversorgung. Beherzigen wir ihn – er kostet fast Nichts, zeitig aber großen Erfolg.

    Merksatz: Zu jeder Mahlzeit erhalten die Tauben eine frisches, reines Wasser aus einer sauberen Tränke! Allein dieser Satz – sorgfältig umgesetzt – kann Legionen von Tauben das Leben retten! Für Viele kaum begreifbar – aber schlichte Realität!!!

    Trinkwasserzusätze, vor allem die mit Ameisensäure, sind abzulehnen. Lediglich in Beständen, die hartnäckig mit Kropfschleimhautentzündungen und/oder Trichomonden-Infektionen zu kämpfen haben, ist eine zweitägige Gabe je Woche von VDT-BETZ-AQUA-VITAL anzuraten.

    Fazit

    Züchter die diesen hier beschriebenen Weg gehen, werden in wenigen Jahren einen Taubenbestand haben, der ihnen auf dem Gesundheitssektor nur noch Freude bereiten wird. Es wird aber wenig helfen, wenn zwar die Fütterung optimiert wird, aber der Schlag völlig überbesetzt ist. Der Stress wird die Tauben umbringen. Auch hilft keine dünnbesetzte Taubenvilla und ein Grünfutterangebot, welches das Herz eines jeden Vegetariers höher schlagen lässt, wenn der Tauben Immunsystem mit Billigfutter „erschlagen“ wird und der Taubenkuchen gleich ganz vergessen wird.
    Sie sehen also, liebe Freunde, Taubenhaltung ist eine äußerst komplexe – doch eigentlich höchst einfache und logische Aufgabe, die Jedermann bei gutem Willen problemlos erfüllen kann.
    Der hier aufgezeigte Weg ist der absolut wirkungsvollste und damit wirtschaftlichste, den es zur Zeit gibt. Wir Taubenzüchter müssen ja auch – in Zeiten wie diesen (die sicher auch nicht schnell besser werden) mit jedem Euro rechnen.

    Für weitere Fragen, Wünsche oder aber sachlicher Kritik nutzen Sie – wie immer – die untenstehenden Infowege.

    als Antwort auf: Blaufahl #10420

    Norwichkroepfer
    Teilnehmer

    Hallo Zuchtfreund Schulz,

    um es ganz präzise zu beschreiben: Sie brauchen – um blaufahle Tauben zu züchten – zumindest eine Taube, die auf einem X-Chromosom gleichzeitig die Erbfaktoren für die Grundfarbe “Schwarz” (die mit dem genetischen Kürzel + bezeichnet wird) und den Verdünnungsfaktor d = dilution trägt. Ist dieses Tier eine Täubin, ist sie blaufahl. Ist es ein Täuber, kann er durchaus auch ein dominant roter Vogel mit allen Möglichen Zeichnungsanlagen sein. D. h. er kann ein rotfahles, dunkelgehämmertes usw. Erscheinungsbild aufweisen. Diese Täuber haben dann die “Blaufahl-Grundlage” in mischerbiger Form. Denn Täuber besitzen immer 2 mal den X Chromosom. Daraus ergibt sich, dass blaufahle Täuber die “Blaufahl-Grundlage” immer zweimal besitzen, es sei denn sei sind noch mischerbig für die Grundfarbe “Braun”. “Braun plus d ergibt Khaki – in unserem Fall zu “Khakifahl”.

    Für Sie Zuchtfreund Schulz bedeutet dies, dass Sie sich ein Tier Ihrer Rasse im Farbenschlag “Blaufahl” besorgen müssen, oder einen wie oben beschriebenen, mischerbigen Täuber. Im letzteren Fall sind Sie natürlich auf die Aussage des abgebenden Züchter angewiesen!

    Gibt es in Ihrer Rasse keine solcher Tauben, müssen Sie auf eine Fremdrasse zurückgreifen. Viele Züchter schrecken davor zurück – doch sind solche Einkreuzungen sehr oft mit überraschend guten Erfolgen verbunden. Also, nur Mut!

    Liebe Taubenfreunde, in diesem Fall habe ich bei den erklärenden Zeilen einiges an genetischem Wissen vorausgesetzt. Das tat ich unter dem Eindruck, der baldigen Schließung dieses Forums.

    Konnte bisher doch oft hier im VDT-Forum ganz speziell ein Rat gegeben werden, so wird auch diese Möglichkeit vorsätzlich begraben.

    So kann man den Ratsuchenden nur eins mit auf den Weg geben: Lernt aus den Büchern des Zfr. Axel Sell und versucht die Farb-Genetik unserer Rassetauben soweit wie möglich zu verstehen!

    Viel Freude mit Euern Tauben wünscht

    Hubert

    als Antwort auf: Wicken und Hanf #10645

    Norwichkroepfer
    Teilnehmer

    Hallo “Blauschild”,

    Marius hat schon viel Richtiges gesagt. Wicken haben nun einmal ein für die Tauben sehr schlecht und damit Leber belastendes Eiweiß.
    Hanf hingegen wird oft verpönt, ist aber ein sehr gutes Futter, weil fast ideal im Aminosäuren-Muster = hohe Verdaulichkeit hat. Nur der extrem hohe Preis und der große Rohfaseranteil begrenzen den Einsatz im Taubenfutter.
    Deshalb sind in den VDT-BETZ-Vital-Futtermischungen auch keine Wicken vorhanden – wohl aber Hanf, in optimierter Dosierung.

    Sehr, sehr wichtig ist es für die Zuchttauben, das sie die letzten 6 Wochen vor dem Anpaaren knapp und mit einer Ruhe-& Winterfuttermischung (diese kann man leicht aus 30 % VDT-BETZ-VITAL 6; 20 % Weizen und 50 % Gerste kostengünstig selbst mischen. (Die Empfehlung auf der Rückseite von “Die Rassetaube” 3/15 ist FALSCH!!! Mit 50 % Weizen im A. & R.-Futter erhalten Sie nur Eins = fette, zuchtuntaugliche Tauben) Von dem zweckgerecht hergestellten Ausstellungs- & Ruhefutter muß wie gesagt knapp gefüttert werden! Erst ca. 10 bis 14 Tage vor dem Anpaartermin (Bei Rasse, die zu sehr schnellem Legen neigen, reichen auch 6-8 Tage.) wird auf VDT-VITAL 1 oder 2 umgestellt und die Futtermenge gesteigert.

    Gut ist auch der Tipp von Marius Keimfutter zu reichen. Dieses Futter sollte ca. 1/3 der Morgenmalzeit darstellen. Bitte aber bei der Herstellung dieses Futters auf äußerste Sauberkeit und Einhaltung der Arbeitsgänge achten.

    Weiter möchte ich auf die Tipps zu diesem Thema, die hier im Forum, In “DIE RASSETAUBE” und im BETZ-Hausbuch 2012 enthalten sind hinweisen.

    Bei weitern Fragen sind die untenstehenden Info-Wege offen.

    Herzliche Grüße

    Hubert

    als Antwort auf: ZUCHTTRÄUME #10002

    Norwichkroepfer
    Teilnehmer

    Hallo Augi17, hallo Taubenfreunde.

    Sicher hat “augi17” Recht, wenn er schreibt, “Warum immer was neues? Es gibt doch viele alte, seltene Rassen, die es Wert sind erhalten zu werden.

    Das sehe ich genauso. Also Fan`s des “Alten Kulturgutes” werbt für Eure Rassen – vor allem dadurch, das Ihr gepflegte Exemplare auf den Schauen vorführt. Das ist das beste Mittel solche “alten” Rassen zu erhalten. Schreibt Artikel für die Zeitschriften – auch ein topp Tipp! Und – vor allem jammert nicht, wie schwer es ist gerade diese Rassen in hoher Qualität zu züchten. Das schafft im besten Fall Mitleid – bringt aber kaum neue Züchter. Stellt schlicht und einfach das in den Mittelpunkt, was EUCH an dieser oder jenen uralten – ja meist deutschen Rasse – so begeistert.

    Begeisterung steckt an – Wehklagen schreckt ab.

    Aber – lasst den Züchtern die sich für “neue” Rassen (die oftmals viel älter sind wie das vermeintliche “ur- uralte Kulturgut” ) und neue Farbeschlag-Kreationen, die durch das vorschreitende Wissen um die Farbgenetik bei unseren Tauben möglich sind, begeistern ihre ungetrübte Freude. Denn, sie haben genauso ihre Berechtigung wie alle, die sich mit dem einzigartigen Tier “Taube” befassen. Und – Vielfältigkeit macht eine Freizeitbeschäftigung interessant! Nur wenn wir Toleranz üben, mit allen Züchtern, die sich tierschutzgerecht und verantwortungsvoll mit Tauben beschäftigen, werden wir das wunderbare Hobby “Rassetaubenzucht” in eine glückliche Zukunft führen.

    Zum Abschluss noch ein Satz von einem der ganz Großen aus unseren Reihen, nämlich

    EDMUND ZURTH (1980 – 1076).

    Zitat:

    Das Aufkommen und Verschwinden von Taubenrassen ist kein alarmierendes Zeichen, sorndern ein ebenso zeitnahes wie zeitfernes Geschehen in der Taubengeschichte – die wir letzten Endes selber veranlassen.”

    Allein schon für diese geniale Aussage hat sich E. Z. verdient, im diesem Jahr mit dem Gedächnispreis des VDT`s geehrt zu werden.

    Liebe Freunde der Taubenzucht, setzt Euch für Eure Favoriten in des bunten Welt der “Palomas” ein. Mehr Euer Wissen und seit fair zu allen Zuchtfreunden und helft vor allem Anfängern ehrlich und freundschaftlich beim Start in eine glückliche Tauben-Zeit.

    In diesem Sinn grüßt Euch ALLE

    Hubert

    als Antwort auf: Show Homer- Bilder galerie #10254

    Norwichkroepfer
    Teilnehmer

    Hallo Marc,

    Deine Taubenfotos wären noch schöner, wenn Du diese unsäglichen Schriftzüge auf den Bildern weg lassen würdest.
    Es wissen doch alle, das das DEINE Tauben sind. Und – bei der heutigen Technik ist es für den, der es will, kein Problem diese Schriftzüge zu entfernen.
    Aber natürlich steht es Jedermann frei sich so darzustellen, wie er sich sieht…

    Viele Grüße und eine besinnliche Weihnachtszeit!

    Hubert

    als Antwort auf: ZUCHTTRÄUME #10038

    Norwichkroepfer
    Teilnehmer

    Liebe Taubenfreunde,

    heute wird das Rassegeflügel in Leipzig einer strengen und hoffentlich rassegerechten Bewertung unterzogen.
    Danach wird es wieder Züchter geben die mehr oder weniger zufrieden sind. Es gehen nun mal nicht alle “Zuchtträume” – wenn ich schon unter diesem Thema meine bescheidenen Zeilen niederschreibe – in Erfüllung.

    Das in der Überschrift zitierte “Glück” hat für mich eine ganz andere Bedeutung. Dieses Glücksgefühl kommt bei mir zur Zeit dann zu Stande, wenn ich die Tür zum Tauben-Dressurraum meines Schwiegervaters öffne. Dort fällt mein erster Blick auf zwei sehr spätjunge Norwichkröpfer, die – wie Legionen anderen Tauben vor ihnen – ein paar Tage bei uns zu Gast sind.
    Dieser schwarze Täuber und diese rote Täubin stellen einen Quantensprung für diese Rasse da. Warum will ich hier gar nicht weiter erläutern. Nur das – ich schau sie an und bin glücklich. Für mich ein großes Stück Lebensqualität – “nur” durch zwei so kleine Tauben.

    Ihr lieben Taubenfreunde, die ihr Euch am Freitag auf den Weg nach Leipzig begeben könnt, oder jetzt schon da seid, habt hundertfach die Möglichkeit auch dieses Glück zu erfahren. Bei rund 19.000 Tauben wird es viele dieser “Glückspalomas” geben.
    Wenn Ihr ausgestellt habt, lest die Bewertungskarten, holt Euer Preisgeld – ja und dann erfreut Euch an der wunderbaren gefiederten Welt und den Gesprächen, die Ihr mit Zuchtfreunden führt!

    In diesem Sinn viel Freude bei der Nationalen Rassegeflügelschau 2014

    Hubert

    als Antwort auf: Vererbung #10560

    Norwichkroepfer
    Teilnehmer

    Hallo Taubenfreunde,

    es freut mich immer sehr, wenn über Tauben-Genetik im Forum diskutiert wird.

    Zum letzen Beitrag von “Kanik-Fan” Torsten eine kleine Anmerkung.

    Wenn wir einen 1,0 Gelbfahl und eine 0,1 Blau paaren, fallen in der Regel keineswegs blaufahle Jungtiere, wenn man aus der F1 einen Jungtauber (der immer rotfahl sein wird – vorausgesetzt der gelbfahle Täuber war reinerbig für die Grundfarbe), wiederum an eine blaue 0,1 setzt.
    Der Grund: Der Verdünnungsfaktor und die Grundfarbe sind beides geschlechtsgebundene Gene, die auf einem Chromosomen liegen. Man nennt dies auch Faktorenkopplung. Diese “verkuppelten” Gene werden auch nur gruppenweise vererbt.

    Das heißt für den hier vorliegenden Fall:
    Es fallen in der F2 nur gelbfahle Jungtäubinnen und leider keine Blaufahlen!
    Es gibt zwar eine Ausnahme, den sogenannten “Chromosomen-Bruch”. Dieser ist aber höchst selten und man braucht deshalb eine ungeheuer große Anzahl an Jungtauben oder aber riesengroßes Glück (Lottospielen ist da erfolgversprechender)

    Wer weitere Infos zu diesem Genetik-Fragment haben möchte, dem empfehle ich die Literatur von Zfr. Axel Sell.

    Um aber noch einen Tipp zur Ausgangsfrage zu geben: Wenn man einen gelbfahlen 1,0 mit sogenannten Tintenflecken (die durchaus sehr klein sein können – man sollte schon genau hingucken!) im Schwanzgefieder der gewünschten Rasse in ausgezeichneter Rassegüte und Vitalität bekommen kann, dann zugreifen. Denn – dann stimmen die Aussagen von Zfr. Torsten fast wieder, weil dann schon in der F1 blaufahle 0,1 fallen können, da ja der genutzte Gelbfahle Vogel mischerbig für Blaufahl ist.

    Und noch Eins: Tauben mit “Sehschwächen” gehören nicht in die Zucht sondern in die Taubensuppe…

    In der Hoffnung, daß meine Zeilen einigermaßen verständlich sind grüßt Euch

    Hubert

    PS habt Spaß an Eueren Tauben – und jagt nicht jeder Meisterschaft um jeden Preis hinterher…

    als Antwort auf: Naturprodukte in der Rassetaubenzucht #9811

    Norwichkroepfer
    Teilnehmer

    Hallo Zuchtfreund Berger,

    sehr außergewöhnlich, Ihre Ausführungen zu “Winput”

    Nennen Sie uns doch bitte die Quelle, wo die Längen-Vergrößerung der Darmzotten durch “Winput” mit harten Faken belegt wird.

    Und noch eine Frage: Was ist unter “täglich wenige % Winput” an genauer Menge zu verstehen – und was kostet 1 kg dieses Produkts uns Züchtern??

    Beste Grüße

    Hubert Borgelt

    als Antwort auf: Show Homer- Bilder galerie #10213

    Norwichkroepfer
    Teilnehmer

    Ja liebe Freunde der Rassetaubenzucht, so ist das manchmal im Leben!

    Da können ganz klare Fragen völlig korrekt beantwortet werden – und dennoch spiegeln sie nur scheinbar die Wahrheit wieder.

    Das Zuchtfreund Weber keine Ammentauben besitzt, (vielleicht in Ausnahmefällen seine Römer !?!) ja davon bin ich ausgegangen.
    Nun wird sich der geneigte Leser denken, warum fragt der dann so dumm?

    Wer aufmerksam gelesen hat, wird es erkannt haben. Einerseits berichtet Marc Weber über große Aufzuchterfolge – aber im gleichen Atemzug stellt er die riesigen “Fortschritte” in der Mächtigkeit – sprich Dicke – der S. Homer-Schnäbel als Glanzlicht züchterischen Tuns hervor. Ganz logisch berichtet er dann weiter, daß diese “mächtigen” Schnäbel” es den Alttieren immer schwieriger machen, ihre Jungen aufzuziehen.

    Welche Gedanken könnten da dem staunenden, aber nicht völlig arglosen Leser kommen?

    Sieht die Show Homer-Zucht nicht in Wirklichkeit so aus?

    Die ersten paar Tage gelingt es den Elterntieren ihre Nachzucht noch so eingermaßen zu versorgen, dann allerdings muß der Züchter eingreifen. Er füttert die Taubenbabys mittels Spritze und einer Brei-Mixtur groß. So wird es sein und nicht anders – und das sicherlich nicht nur bei Marc Weber in Frankreich.

    Mit diesen Zeilen möchte ich den S. Homer-Züchtern keineswegs die Freude an ihrer Rasse verderben, doch eine gewisse Ehrlichkeit sollte schon sein – in der Welt der Palomas – und das allem Ehrgeiz, Erfolgsdruck und Selbstdarstellungsbedürfnis zum Trotz. Wir, die Züchter tragen die Verantwortung dafür, wohin der Weg einer Rasse führt. Wenn deutlich wird, daß eine eingeschlagene Zuchtrichtung nicht unbedingt ein Segen für die betr. Rasse ist, sollte gehandelt werden!
    Handeln sollen im Idealfall die Züchter in konzertierter Aktion ihres Sondervereins. Ist das nicht möglicht – warum auch immer – müssen halt besonders weitsichtige, mutige und belastbare Züchter ihrer Rasse – die ihnen ja vielfach über Jahrzehnte Freude und Entspannung von der Tretmühle des Alltags geschenkt haben – dies tun. Sich auf das oft wenig segensreiche Tun und Wirken höhergestellter Geflügel-Funktiönäre zu verlassen oder eben ihr Nichtstun als Alibi zu nutzen ist nicht nur feige sondern auch dumm. Es darf nur die Zukunfsfähigkeit der Rasse zählen – nicht aber der Personenkult…

    Abschließend möchte ich noch auf etwas verweisen, was sich in letzter Zeit bei einigen anderen Taubenrassen einzuschleichen scheint. Die “S. Homer-Krankheit” nach Streben zu immer dickeren Schnäbeln wird übernommen – heimlich still und leise – wie schleichendes Gift…! Die Folgen? Siehe oben…

    Gut Zucht

    Hubert

    als Antwort auf: Show Homer- Bilder galerie #10210

    Norwichkroepfer
    Teilnehmer

    Hallo nach Frankreich!

    Wirklich tolle Jungtauben die Du da immer wieder vorstellst.

    Doch eine Frage steht immer noch unbeantwortet (wenn ich nichts verpasst habe) im Raum:

    Finden Ammentauben Verwendung – JA oder NEIN !?!

    Die Forum-Fans sind gespannt…

    Herzliche Grüße

    Hubert

    als Antwort auf: Schnabelfarbe????? #10526

    Norwichkroepfer
    Teilnehmer

    Hallo Fan der Schlesischen Kröpfer!

    Auch zu Deiner Stellungnahme möchte ich auf A. Sell verweisen. Seine Ausführungen zu den verschiedenen Schimmelvarianten sind sicher hilfreich.

    Übrigens: Dein Slogan “Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit” trifft sicher für die Berufswelt zu.
    Züchterisches Tun und der damit verbundene Erfolg, aber auch Misserfolg in der Rassetaubenzucht waren für mich nie harte Arbeit sondern stets ein Quell der Freude!

    als Antwort auf: Schnabelfarbe????? #10523

    Norwichkroepfer
    Teilnehmer

    Hallo Taubenfreunde,

    es ist immmer wieder erfreulich, wenn sich hier im Forum Zuchtfreunde über die Taubengenetik austauschen.

    Leider zeigt sich teilweise, das – wie hier bei “kricory” – grundsästzliches Wissen feht, und so endlose und Diskussionen entsehen, die eher ermüden als erhellen.

    Darum mein gut gemeinter Rat: Es gibt so herrlich-einfach zu verstehende Taubengenetik-Bücher von Zfr. Axel Sell. Diese zu lesen und zu befolgen wäre ein wichtiges Element zur Versachlichung vieler hier geführter Meinungs-Austausche.

    Hier würde z. B. klar, das weiße Tauben mit Roten Augen bzw. Perlaugen tatsächlich reinerbige Rotfahlschimmel (oder auch Gelbfahlschimmel) sind. Dazu noch eine Anmerkung: Tauben mit “brieftauben-roter” Grundfarbe, eben auch Rotfahlschimmel, haben die Eigenart, das sie, je länger sie “rein” in Grundfarbe (d. h. ohne Beigbe von Schwarz oder Braun) gezüchtet werden, in der Schnabelfarbe aufhellen. Doch auch dazu siehe Sell….

    Ein besinnliches Weihnachtfest und ein gutes Taubenjahr 2011 wünscht allen Menschen, die FREUDE an Tauben haben:

    als Antwort auf: •Post Standardtauben #10391

    Norwichkroepfer
    Teilnehmer

    Hallo Ihr Neugierigen,

    mailt oder ruft doch einfach Reiner Wolf an…

    zfreinerwolf@aol.com

    Viel Glück

    Hubert

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