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  • als Antwort auf: Software zur Organisation von Rassetauben #10332

    Weyck
    Teilnehmer

    Hallo liebe Züchterfreunde!

    Ich habe noch zwei Programme “gefunden”:

    “Zuchtprogramm Rassetauben”, zu finden unter http://www.zuchtprogramme.de

    und

    TKRassepilot .Net (http://www.zuchtprogramme.com).

    Das Programm TKRassepilot .Net macht grundsätzlich einen technisch guten Eindruck. Allerdings wurde das Programm im Dezember 2007 zuletzt aktualisiert. Ich habe heute den Hersteller angeschrieben, ob das Programm weiterentwickelt wird. Ggf. wäre dies dann wohl mein Favorit.

    Gruß
    Jürgen van Weyck

    als Antwort auf: Software zur Organisation von Rassetauben #10330

    Weyck
    Teilnehmer

    Hallo Thomas,

    die Software ZooEasy findest du hier:

    http://www.zooeasy.com/de -> dann auf “Ziertauben” klicken.

    Das andere Programm, welches ich kenne, nennt sich “Zuchtprogramm Tauben”. Auch hier bietet der Hersteller eine Testversion an. Die URL lautet: http://www.rassetaube.de

    Nach meinem Kenntnisstand ermitteln beide Programme u. a. den Verwandtschaftsgrad von Tauben.

    Freundliche Grüße,
    Jürgen van Weyck

    http://www.amsterdamer-kroepfer.de

    als Antwort auf: ZUCHTTRÄUME #9983

    Weyck
    Teilnehmer

    Hallo zusammen,

    ich bin begeistert über diese Beiträge!

    Schön wäre es, wenn solche Beiträge mit vielen Fotos unterlegt werden würden. Dann wären sie für Anfänger wie mich besser verständlich.

    Danke auch für den Hinweis auf die Fachliteratur und die Website.

    Gut Zucht!

    Jürgen van Weyck

    als Antwort auf: ZUCHTTRÄUME #9975

    Weyck
    Teilnehmer

    Hallo Matze,

    eine interessante Frage hast du aufgeworfen.

    Ja, davon träume ich auch. Allerdings möchte ich nicht nur etwas “Neues” erzüchten, sondern auch mit der Zucht vorhandener Farbenschläge Erfolg haben.

    Kurz nach dem Start in die neue Zuchtsaison ist mir leider ein Amsterdamer Kröpfer in weiß eingegangen. Ich habe die Täubin mit einem Deutschen Modeneser, Gazzi, blau-bronzegehämmert, verpaart. Das Ergebnis bezeichne ich mal als “Chaos”.

    Entmutigen lassen möchte ich mich dadurch aber nicht. Aber ich habe den Eindruck, dass ich anders vorgehen muss. Werde mir einen Täuber als Schietti, blau mit bronze Binden besorgen. Wenn das vollbracht ist, schaue ich mal, ob ich den Sprung zu den Gehämmerten schaffe. Ob Amsterdamer Kröpfer als Gazzi überhaupt möglich sind, weiß ich nicht.

    Allen, die sich gerade über diesen Beitrag amüsieren, sei gesagt, ich gönne euch eure Freude – und mir meinen Traum 😉

    als Antwort auf: Unterscheidungsmerkmale bei Tauben #10040

    Weyck
    Teilnehmer

    Hallo Raikkor,

    ich habe auch erst vor drei Jahren wieder mit der Taubenzucht begonnen. Deshalb kann ich deine Frage gut nachvollziehen. Das macht die Beantwortung aber nicht leichter:

    Die Unterscheidung fällt bei manchen Taubenrassen leicht, bei den meisten aber schon eher schwer. Achte darauf, ob die Tauben unterschiedlich groß sind, auch hier sind die männlein meist kräftiger und größer. Und achte auf die Köpfe. Die Damen ziert ein eleganterer Kopf 😉 Ansonsten musst du bis zur Geschlechtsreife der Tiere warten, dann erkennst du es besser am Verhalten der Tiere. Allerdings paaren sich die Tiere manchmal auch “geschlechtsintern”, wenn sie so gehalten werden.

    Wie ich es mache, wenn ich es “optisch” nicht erkennen kann? Ich trenne die Tiere als Jungtiere so gut ich kann. Dann setze ich sie nach einer Zeit in einen Ausstellungskäfig. Links und rechts vermeintlich die Männlein, in der Mitte eine ältere Täubin. Dann enttarnst du die Männlein durch ihr “Treiben”.

    Viel Spaß in der Rassetaubenzucht! Und Fragen sind immer gerne willkommen!

    Jürgen
    http://www.amsterdamer-kroepfer.de

    als Antwort auf: Taubenschlag selbst bauen #9749

    Weyck
    Teilnehmer

    Hallo liebe Züchterkollegen,

    solche Reaktionen auf meine Beiträge in diesem Thread hätte ich nun nicht vermutet.

    Ich möchte mich hiermit offiziell bei allen Taubenfreunden entschuldigen, die sich durch meine Aussagen teilweise persönlich angegriffen gefühlt haben. Dies war nicht meine Absicht. Das einzige Ziel, dass ich hier verfolge, ist, mein lächerliches Anfängerwissen möglichst bald zu verbessern und ggf. später gerne an neue Anfänger weiterzugeben. Ich versuche, mein Streben nach züchterischem Erfolg im Sinne der schönen Rassetauben auszurichten und zum Wohle der Tiere zu handeln.

    Damit ich nicht weiter auf Ausstellungen “missachtet” werde, möchte ich, ohne zu langweilen, ein paar Dinge klarstellen:

    In meinem Beruf komme ich manchmal spät nach Hause. Meine Frau übernimmt dann notfalls die Fütterung, geht aber nicht in den Schlag. Möchte ich also, dass die Tiere artgerecht versorgt werden, würde mir eine Fütterung von aussen sehr helfen. Natürlich ist es wichtig, Kontakt zu Tieren zu haben. Und allen, die mir Gegenteiliges in den letzten drei Tagen unterstellt haben: Wenn es am Wochenende die Zeit zulässt, setze ich mich auf den Boden, verteile das Körnerfutter auf meinen Oberschenkel und “zwinge” so die zutraulichsten Tauben, auf mir herumzuklettern. Die ängstlichen Tiere müssen das Futter zumindest in meiner unmittelbaren Nähe aufnehmen. Momentan habe ich noch keine Aussenfütterung. Wenn die Tiere ihre Mahlzeit einnehmen, mache ich zeitgleich den Boden sauber, damit die Tiere ihre natürliche Scheu vor mir verlieren. Ich achte darauf, immer mit dem gleichen Kittel in den Stall zu gehen, damit die Tiere mich besser wiedererkennen (Tipp aus “Die Rassetaube”, VDT). Ich versuche also nur, Sachzwänge (berufliche Belastung) zum Wohle der Tiere zu berücksichtigen.

    Man hat mir geschrieben, dass der VDT fachliche Informationen zum Bau eines Offenfrontschlages am 23.07.06 ins VDT Forum gestellt hätte. Ich habe diesen Beitrag sowohl hier im Forum als auch in der Zeitschrift “Die Rassetaube” gelesen. Ich bedanke mich beim Verfasser für den Artikel, sage aber, dass mir die fachlichen, technischen Hinweise nicht ausreichen um ein Sicherheitsgefühl für den Bau eines Offenfrontschlages zu bekommen.

    Weiter hatte ich geschrieben, dass ich ein Taubenbad ausserhalb der Voliere bauen wollte. Per Mail erreichte mich folgende Kommentierung:
    “Das Regenbad ist für Tauben ein Bestandteil der Gesunderhaltung und damit der Lebensqualität!
    Wer vor “Spritzwasser” Angst hat, der braucht sich um die Beschaffenheit des Sandbodens keine Gedanken mehr zu machen!” Zur Erklärung: Eine unbedachte Voliere ist wohl mehr als nur “Spritzwasser” ausgesetzt. Wenn wochenlang nur Regen herrscht, ist der Sandboden total durchweicht und das Unheil kann seinen Lauf nehmen. Aber damit sage ich nicht, dass durch eine Überdachung alle Probleme gelöst sind. Entschuldigung, aber das ist hier ein Userforum! Ich schreibe nicht einfach nur “Überdachung ist scheiße…” oder ähnliches. Ich nenne Argumente oder Gedanken, die mein Tun erklären. Und dabei hatte ich nie geschrieben, dass ich mich schon entschieden habe. Ich versuche nur dazubeizutragen, dass jedem eine Argumentationsliste zur Verfügung steht, nach der jeder Vor- und Nachteile selbst abwägen kann und muss.

    Ich entschuldige mich nochmals bei allen, die sich durch meine Meinungsäußerungen gestört fühlen. Gleichzeitig mache ich für mich geltend, dass ich eine Formulierung:
    “…aber mir und dem VDT wäre dieser unwürdige Beitrag von Dir erspart geblieben…” nicht verdient habe. Aus Respekt gegenüber dem Verfasser der zuvor erwähnten E-Mail werde ich mich als aktiver Forumsteilnehmer aus dem VDT-Forum zurückziehen.

    Mit freundlichem Züchtergruß
    Jürgen van Weyck

    als Antwort auf: Taubenschlag selbst bauen #9744

    Weyck
    Teilnehmer

    Schade!

    Ich nehme jetzt seit exakt 13 Monaten wieder aktiv an der Rassetaubenzucht teil. Anfangs war ich schlicht begeistert über die Freundlichkeit und Offenheit vieler Züchter, die bereitwillig Tipps gaben und Tiere zu freundschaftlichen Preisen verkauften. Zu diesen Züchtern pflege ich heute ein sehr freundschaftliches Verhältnis, über das ich mich sehr freue.

    Auf Verbandsebene könnte aber vielleicht doch mehr Basisarbeit geleistet werden. Wenn ich die Website des VDT studiere, erfreue ich mich an den aktuellen Berichten zu den Themen Jungtierbesprechung, Ausstellungen usw. In meiner konstruktiv gemeinten Kritik möchte ich aber den Wunsch nach mehr Basisinformationen äußern. Nehmen wir diesen Thread hier. Camper, Torsten und ich beabsichtigen, in naher Zukunft viel Geld in eine Taubenvoliere zu investieren. Nur möchten wir das Geld zum Wohle unserer Tauben richtig anlegen. Aber ganz offensichtlich scheitern wir an den nicht zur Verfügung stehenden Informationen. Es ist ein Leichtes darzustellen, dass ein Zuchtstall und auch eine Voliere optimal belüftet sein muss. Nur sagt keiner, wie man dieses Vorhaben in der Praxis sicherzustellen hat. Erfahrene Züchter stellen dar, dass sie 10 Jahre oder länger an ihren Stallungen experimentiert haben, um dann hoffentlich ein gutes Ergebnis zu erreichen. Wir Anfänger würden uns freuen, wenn man die getroffenen Maßnahmen dokumentieren würde und ausführen würde, wie man heute, mit der Erfahrung der letzten 10 Jahre, einen Stall neu bauen würde. Vielfach heißt es auch, man solle einfach einen Offenfrontstall bauen, dann wären alle Probleme gelöst. Dann eine Gegenfrage: Mit Pult- oder mit Satteldach?

    Weiter sollten erfahrene Züchter, die sich hoffentlich hier angesprochen fühlen, auch darüber Gedanken machen, dass viele Anfänger heute in enger werdenden Wohngebieten wohnen. Damit möchte ich darauf hinweisen, dass man sich als Bauherr auch Gedanken darüber machen muss, wie der Stall von außen optisch gestaltet wird. Der Nachbar möchte nämlich nicht auf eine Baubude schauen… Und die Ehefrau hat vielleicht auch etwas gegen einen “Stall” im Garten.

    Liebe erfahrene Züchter, bittet denkt einmal darüber nach, welche Fragen und Problemstellungen euch am Anfang eueres Hobbys interessiert haben. Wenn ich hier lese, dass Tiere nicht artgerecht gehalten werden, wenn sie nicht den natürlichen Regen genießen können, dann enttäuscht mich dies sehr. Wer mir unterstellen will, dass ich meine Tiere nicht artgerecht halten möchte, der tut mir unrecht! Ich suche nur nach praktischen Lösungswegen eine Unterkunft für meine Tiere zu schaffen, die eine optimale Lösung unter Berücksichtigung der gegegenen Möglichkeiten darstellt. Darum denke ich primär darüber nach, wie ich die Staubbelastung vermeiden kann, ein positives Stallklima auf dem geschlossenen Zuchtstall schaffen kann und einen natürlichen Boden bereitstellen kann. Ich glaube, dass Gedanken über einen Sandboden wichtiger sind als Regen. Sandböden dürften ein klein wenig natürlicher sein als Gitterroste. Nur sollte dann der Sandboden stets trocken sein, damit das Gleichgewicht bei den Kokzidien usw. gehalten werden kann. Und so denke ich dann auch darüber nach, das Badewasser irgendwie außerhalb der Voliere anzubieten. Und Schlagregen nässt ebenfalls den Boden und führt zu den beschriebenen Nachteilen. Es gibt also Gründe, warum man diesen Regen den liebgewonnenen Tieren vorenthalten will, wenn auch ungern!

    Und dann gibt es ja noch ein zweites Thema: Die Ernährung. Ich weiße nur einmal darauf hin, dass auf der Website www. pernaturam.de interessante Taubenbriefe bereitstehen. Wenn man sie liest, kommt man ins Grübeln über die richtige Ernährung, oder besser gesagt Nahrungsergänzung.

    Meiner Meinung nach muss man diese beiden Themen im Griff haben, dann kann man sich über das dritte Thema unterhalten: die Zusammenstellung von Zuchttieren. Aber das dritte Thema macht wirklich erst dann Sinn.

    Vielleicht fühlt sich jemand angesprochen und kann seine Hilfe anbieten. Jedenfalls war es mir wichtig, einmal darauf aufmerksam zu machen, dass man einem Anfänger nicht nur sagen kann, dass er den Stall täglich säubern sollte. Das ist für mich selbstverständlich. Ich würde gern meinen Tauben mehr Gutes tun, nur sind die finanziellen Mittel begrenzt und ich kann mir keine Fehlinvestitionen leisten.

    Nach dieser Kritik möchte ich einmal die Vereinsarbeit vom RTZV Rote Erde in Unna loben. Hier werden regelmäßig in den Monatsversammlungen Vorträge und Tierpräsentationen abgehalten. Das sehe ich als richtigen Weg an, um Interessierte ins Boot zu holen. Dieses lobe beziehe ich auf alle Vereine, die eine so interessante Vereinsarbeit leisten. Weiter so!

    Herzliche Züchtergrüße!

    Jürgen van Weyck [/img]

    als Antwort auf: Taubenschlag selbst bauen #9741

    Weyck
    Teilnehmer

    @coyoti:
    Das Argument finde ich sehr wichtig (Kontakt zu den Tauben)!

    Wenn ich aber einmal keine Zeit habe, mich für die Fütterung extra umzuziehen oder möchte, dass meine Frau die Tiere füttert, halte ich dies für eine gelungene Alternative. Ich bemühe mich, auf meiner Homepage ein Foto online zu stellen, vielleicht wird dann besser verständlich, wie ich das meine.

    @torsten:
    Luftverwirbelungen: Ok, ich verstehe deine Bedenken. Wenn ich nur einen Luftkanal mieten könnte, um entsprechende Tests durchführen zu können 😉 Da ich mich aber für Sandboden entscheiden möchte, ist es für mich wichtig, dass der Sand stehts oder zumindest meist trocken ist.

    Die Tierärztin war dagegen, das Dach nur zu 2/3 abzudecken. Reisende Vögel und Tauben könnten ihren Kot in die Voliere bringen und so Krankheitserreger verbreiten. Deshalb empfiehlt sie, das Dach vollständig mit Platten abzudecken.

    Hast du deine Voliere schon gebaut? kannst du Fotos online stellen oder mir mailen? Danke im Voraus!

    als Antwort auf: Taubenschlag selbst bauen #9738

    Weyck
    Teilnehmer

    Hallo Torsten,

    schade, deine Nachricht habe ich nicht erhalten. Vielleicht kannst du sie mir noch einmal zukommen lassen? Danke!

    Deine Argumente zur Ausrichtung kann ich nachvollziehen. Die Ausrichtung des Stalls/der Voliere unterliegt in der Praxis meist den örtlichen Gegebenheiten. Es gibt eine Buchserie, in der Brieftaubenzüchter vorgestellt werden. Hier haben die meisten Züchter die Stallungen in einer L Form aufgestellt. Wenn ich die offene Seite des einen Schenkels nach Osten ausrichte und den zweiten Schenkel im 90 Grad Winkel nach Süden, ist diese zweite Seite gut gegen Regen geschützt. Persönlich kann ich leider nur einen Schenkel bauen. Diesen werde ich definitiv nach Süden ausrichten. Den Regen versuche ich durch Pflanzen ein wenig abzuhalten. Weiter habe ich mir überlegt, die unteren 50 cm der Vorderfront zu verkleiden. Ggf. rüste ich dies später oben an der Front auch nach.

    Ich habe jetzt lange überlegt, ob ich die Voliere nur zu 2/3 überdache. Meine Tierärztin hat mir davon abgeraten. Nach mehreren Gesprächen mit älteren Züchtern plane ich aktuell, das Dach aus licht- und uv-lichtdurchlässigen Doppelstegplatten zu erstellen. Dann erhalten die Tiere viel Licht, sind aber vor “fremden” Kot geschützt.

    Was haltet ihr davon, an der Front von aussen eine Wasser- und Futterquelle anzubringen. So, dass man die Voliere zum Füttern nicht betreten muss. Dann kann man sich den Tieren bei der Fütterung sehr gut annähern, ohne sie zu stören. Die Futter- und Wasserquellen werden durch ein langes, abklappbares Brett geschützt.

    Das erwähnte Buch wollte ich gestern kaufen. Leider ist es momentan nicht lieferbar 🙁

    Gruß
    Jürgen van Weyck

    als Antwort auf: Taubenschlag selbst bauen #9735

    Weyck
    Teilnehmer

    Hallo camper,

    ich werde in diesem Winter einen Offenfrontschlag bzw. eine Voliere für Deutsche Modeneser und Amsterdamer Kröpfer bauen. Im Jahr 2006 habe ich mich intensiv um gute Tipps bemüht.

    Man muss aber leider feststellen, dass solche Tipps rar gesäht sind. Vor allem kommt es auf die örtlichen Gegebenheiten an. Welchen Einschränkungen unterliegts du hier? Kannst du den Stall/die Voliere nach Süden ausrichten? Dies ist wohl die wichtigste Entscheidung und hier solltest du wohl möglichst keine Kompromisse eingehen.

    Bei einem Offenfrontschlag setzt du die Tiere der Witterung aus. Du stärkst so auf natürliche Weise das Immunsystem der Tiere. Achte aber darauf, dass die Tiere keiner Zugluft ausgesetzt sind. Mir hat man den Tipp gegeben, die beiden Seiten jeweils zu 2/3 zu verschliessen. In die verschlossenen Seitenteile werde ich Fenster einsetzen, damit ich die Tiere beobachten kann, ohne dass ich sie störe.

    Offen ist der Punkt, wie man den Stall/die Voliere von oben gestaltet. Mach dir Gedanken, ob nach vorne 1/3 der Fläche “offen” gestaltet wird, also regendurchlässig ist. Tauben lieben den Regen, allerdings kannst du dir so auch “von aussen” Krankheiten in den Bestand holen. Meine Tierärztin hat mir davon abgeraten. Ich werde das Dach aus lichtdurchlässigen Platten gestalten und zwar so, dass ich später bei Bedarf 1/3 der Platten leicht entfernen kann.

    Die Bodengestaltung ist sicher auch ein entscheidender Faktor. Ich war lange gegen Sand, wegen der Gefahr einer zu hohen Konzentration an Kokzidien. Gitterroste sind aber teuer und unnatürlich. Viele Züchter haben mir gesagt, dass sie mit Sand keine Probleme haben. Wichtig ist aber, den Boden stets trocken zu haben, Feuchtigkeit ist ein idealer Nährboden für Krankheitserreger. Ideal wäre dann sicher, ein Taubenbad am Rand der Voliere, möglichst abgetrennt, anbieten zu können.

    Die festen Seitenteile werde ich wohl mit Ziegelsteinen mauern.

    Wichtig ist mir noch der Hinweis, dass ich in der Voliere keine Zucht betreibe. Dafür habe ich mir 4 Schlagabteile auf der Garage gebaut. Hier fehlt zwar Licht und die Natur, dafür sitzen die Tiere aber ruhig, zugfrei und trocken. Die Jungtiere werde ich nach 4-5 Wochen in die Voliere absetzen.

    Eine gute Zuchtzelle habe ich bei http://www.kipshagen.de gefunden. Hier musst du unter “Zucht-Zelle” nachsehen. Mein Schrank beinhaltet vier Zuchtzellen und ist insgesamt ca. 180 hoch. Im Ergebnis sind mir die einzelnen Zellen nicht hoch genug, damit die Tiere auch in der Zelle treten können. Ich werde jetzt Schränke dazukaufen, die nur drei Zellen beinhalten, dann hat die einzelne Zelle mehr Höhe. Auf de Website ist aber beschrieben, dass die einzelne Zuchtzelle 50 cm hoch ist, das dürfte ausreichen, auch, wenn fast 10 cm für den Drahtboden etc. verloren gehen. Zur Zuchtzelle kann ich dir gerne Details erklären, vor allem, warum welche Funktion genutzt wird.

    Zum Wasser und Futter kurze Hinweise:
    Man soll beides nicht direkt auf dem Boden abstellen, da sich dann zu schnell Staub darauf ablegt. Man spricht auch von einem “Futtertisch”. Wasser solltest du täglich wechseln. Dabei aber auch die Tränke austauschen. Wenn diese nämlich 24 h austrocknet, haben Krankheitserreger keine Chance. Ins Wasser gibt man ein wenig Apfelessig, dadurch wird der PH Wert so gestaltet, dass möglichst Krankheitserreger vermieden werden.

    Im Zuchtstall sollten kaum oder keine Sitzgelegenheiten ausserhalb der Zuchtzelle bestehen-sagt man. Dann ruhen die Tiere in der Zelle und verlassen nicht das Nest 😉

    So, jetzt mach ich mal Pause. Ergänze die Hinweise gerne (schaue unter http://www.vanweyck.de – dort baue ich gerade eine Homepage auf ;-). Wünsche mir aber, dass erfahrene Züchter meine Aussagen hier kontrover diskutieren – dass hilft uns beiden.

    Gut Zucht!
    Jürgen van Weyck

    als Antwort auf: Dt. Modeneser – wann die Zuchtpaare trennen? #9706

    Weyck
    Teilnehmer

    Hallo!

    Danke euch für die Antworten!

    @Hubert:
    Hallo Hubert!

    Geht es etwas einfacher für den Anfänger? Oder genauer? Wenn die Vögel beispielsweise erst die 4. von 10. Feder geworfen haben, darf ich dann noch eine komplette Brutrunde einläuten? Will sagen, zu welchem Zeitpunkt gilt es, dass die viertletzte Handschwinge geworfen wurde? Bei der Eiablage, wenn die Jungen schlüpfen, oder drei Wochen alt sind?

    Lieber Hubert, könntest du nicht mal ausführlich dokumentieren, wie die Mauser vonstatten geht? Möchte das gern auf meiner Homepage dokumentieren!

    Und noch eine Frage:
    Ich füttere jetzt das VDT Betz Futter Nr. 1 (mit Mais). Jetzt haben mir Vereinskollegen den Tipp gegeben, das Futter “ankeimen” zu lassen. Ich hätte hier gern einen Expertenrat! Danke auch dafür!

    Gruß

    Jürgen

    als Antwort auf: Taubenfutter #9692

    Weyck
    Teilnehmer

    Hallo Torsten,

    Willkommen im Boot. Ich züchte auch seit Januar Dt. Modeneser Gazzi… Lade dich hiermit herzlich ein, gemeinsam auf die Suche nach Antworten für die tausenden Fragen zu gehen 😉

    Herr Hubert Borgelt hat dir ja bereits geantwortet. Er hat in diesem Forum schon viele Infos zum Thema Fütterung zum Besten gegegeben. Und ich halte mich momentan strikt daran. Der VDT hat in Zusammenarbeit mit der Firma Betz ein Futter für Rassetauben entwickelt. Für die Jungtieraufzucht benötigst du die Nr. 2 für Zucht und Jungtauben. Das Futter wird von meinen Raubtieren gut aufgenommen, es bleibt auch kein Futter liegen. Die Jungtauben haben in den ersten zwei Tagen gepresste Körner liegengelassen. Da mussten sie halt hungern. Jetzt fressen sie auch diese sofort mit.

    Zur Ergänzung:
    Man tut den Tierchen wohl was Gutes, wenn man frisches Grün füttert (siehe hier im Forum). Der VDT bringt im Herbst gepresstes Grün in den Handel, nicht so gut wie frisches Grün, aber deutlich besser, als kein Grün zu füttern.

    Ganz wichtig:
    Zusätzlich zum Körnerfutter erhalten die Tiere den VDT Taubenkuchen und Grit. Ebenfalls von Betz. Mal unabhängig vom Hersteller sind Taubenkuchen und Grit extrem wichtig, das Zeug fressen sie über den Tag verteilt immer mal wieder. Herr Borgelt sagt, dass man das Futter spätestens nach zwei Tagen wegwerfen und neu geben soll (Dosierung also anpassen). Diese Sachen füttere ich teilweise in der Zelle, weil die Täubinnen teilweise vom Trog vertrieben werden.

    Trinkwasser:
    Reines Wasser und Apfelessig (1 Teelöffel auf 1 Liter Wasser). Nachteil generell bei Zusätzen: Die Tauben trinken weniger, weil das Wasser nicht so gut schmeckt. Der VDT bringt im Herbst ein Präparat auf den Markt, das hier Abhilfe schaffen soll. Werde es mir dann mal ansehen.

    Gut Zucht!
    Jürgen van Weyck

    als Antwort auf: Wie gestalte ich einen Offenfrontschlag mit Voliere richtig? #9672

    Weyck
    Teilnehmer

    Oh – darf Ihnen keine Private Nachricht schicken. Bitte benutzen Sie diese EMailadresse:

    Empire1010@hotmail.de

    Danke!

    als Antwort auf: Keulung im Ernstfall #9668

    Weyck
    Teilnehmer

    Ich bin der Meinung, dass der VDT dringend darüber berichten sollte, wie die Rechtslage für Taubenzüchter aktuell aussieht. Hat der VDT einen Rechtsbeistand beauftragt? Gibt es eine Kontaktadresse (Telefonnummer, E-Mail)? Die Brieftaubenzüchter sind uns da einen Schritt voraus, Informationen wurden unter http://www.brieftaube.de veröffentlicht.

    Schließlich stellt sich doch die Frage, wie man reagieren soll, wenn morgen die Amtsärzte vor der Tür stehen. Und die Frage, wie ich möglichst viel “Schadensersatz” für meine Tiere erhalten kann, interessiert mich dabei wirklich am allerwenigsten. Sind erst alle Tiere tot, ist es mein Hobby auch. Und den Fleischersatz als Nahrungsmittel (wenn wir hier schon von Wert sprechen) besorge ich mir bei ALDI in Form von Schweinefleisch – Antibiotika inklusive – die Zuzahlungen in der Apotheke werden schließlich auch immer höher.

    Ich behaupte, dass sich die rechtliche Situation für Taubenzüchter durch das Urteil des OLG am 12. April gravierend geändert hat und wünsche mir noch einmal eine Aufklärung und Reaktion durch den VDT. Dafür im Voraus meinen allerherzlichsten Dank!

    Jürgen van Weyck

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