“Jungtaubenkrankheit” 2017

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5 Antworten

  1. Klaus Hoechsmann sagt:

    So sehr ich das begrüße, dass man versucht den Züchtern im Umgang mit der JTK zu helfen, umso mehr ärgere mich über die Aussage mit dem klaren Wasser. Da springt Zuchtfreund Löffler auch auf den Zug von Hubert Borgelt drauf und die Züchter werden noch mehr verunsichert. Warum gucken beide nicht mal über ihren Horizont und befassen sich wissenschaftlich mit dem Thema, gucken mal, was es in der Forschung über Futtersäuren und Trinkwasseransäuerung so gibt, ehe sie ihre Thesen annageln und den Schaden noch vergrößern. Damit ist es dann wirklich eine „Züchterkrankheit“. Man kann doch die Erfahrungen in der Praxis der Tierproduktion und der Geflügelwirtschaft nicht einfach negieren. Auch viele Taubenzüchter, insbesondere Brieftaubenzüchter und die Brieftaubenklinik, haben damit sehr gute Erfolge erzielt. Mit tun die Leute leid, die das dann kritiklos so übernehmen und damit eine Chance vergeben, ihre Tauben gesünder zu halten und vor der JTK zu schützen.
    Klaus Höchsmann

  2. r8dSchild sagt:

    Schade, dass erst der Tod dem VDT-Forum neues Leben einhaucht. Hier besteht, auch zu anderen wichtigen Themen der Rassetaubenzucht, die Möglichkeit des Austausches und der Diskussion. Diese Chance dürfen sich aktive Vereine und Züchter nicht nehmen lassen.
    Manfred Loick

  3. Paul Wicknig sagt:

    Der Einsatz von Spritzmitteln ” Pflanzenschutz ” Pestizide- Herbizide – Glyphosat beim Getreide und das Auftreten der “Jungtauben Krankheiten” stehen wohl nicht nur im zeitlichem Zusammenhang.
    Unbelastetes Futter ist recht schwer zu erhalten und recht teuer.
    Dass Kaninchenzüchter ihre Tiere nicht mehr mit Gras füttern können, da diese davon Durchfallerkrankungen bekommen die zum Tod der Tiere führen, sollte allen zu denken geben.
    Die Zuchtauswahl unserer Tauben ( Paramyxovirose – Pocken – Salmonellose Paratyphus) ist durch die Impfungen -Pflichtimpfungen- nicht leichter geworden.
    Durch den Impfschutz stelle ich Jahr für Jahr auch Tiere in die Zucht ein, die ein schlechtes Immunsystem haben, da diese nicht von den natürlichen, robusten zu unterscheiden sind.
    Aber wir Geflügelzüchter machen ja nur zu gern jeden Quatsch mit, den uns Ämter und Behörden vorgeben. ( siehe Vogelgrippe 2016 / 17 )
    Und wenn dann nach einer Ausstellung ein Teil der Tiere erkranken, geben wir der Ausstellungsleitung oder dem Zuchtfreund vom Nebenkäfig die Schuld.
    Paul Wicknig

  4. Michael Horschler sagt:

    Ich lasse mir seit mehr als 4 Jahren meine eigene Mischung herstellen.
    Diese hat 20% Milokorn, 20% Weizen, 20% Darisaat, 10% Haferkerne,
    5% Gerste geschält, 5% Reis, 9% Wicken 5% kleine gelbe Erbsen,
    5% Hirse und 1% Hanfsamen.
    Diese Mischung ist als Allein- oder Ergänzungsfutter das ganze Jahr bei
    mir zur Verfütterung bei Alt- und Jungtieren. Zusätzlich mische ich anteilig
    je nach Jahreszeit Wintergerste, Weizen, Reis, Raps, rote Linsen und
    gebrochen Mais mit dazu. Vollkornhaferflocken füttere ich täglich mit dazu.

  5. Christian Rau sagt:

    Liebe Zuchtfreunde,
    seit 30 Jahren bin ich regelmäßig mit meinen Tauben auf verschiedenen Ausstellungen. Das erste Mal, dass meine Tiere krank geworden sind, war nach Leipzig bei der 66. VDT Schau. Die Jungtaubenkrankheit hatte auch meine Ausstellungstauben erwischt. Schon am Montag hatten sie grünen, flüssigen Kot. Sie machten aber die ganze Zeit einen vitalen Eindruck, hatten z.B. nie struppiges aufgepustetes Gefieder. Um die JTK zu besiegen habe ich folgende Maßnahmen durchgeführt.
    Meine Ausstellungstauben setzte ich noch am Sonntag in der Nacht wieder in ihren Eingewöhnungskäfig bei mir im Keller. Tauben sollte man nach der Ausstellung niemals gleich in den Schlag setzen. Eine Woche Quarantäne im Käfig, nur dort kann man sie genau beobachten.
    Um den Ausstellungsstaub mit möglichen Viren wegzubekommen habe ich sie einmal kurz im Eimer und unter den Wasserhahn gebadet, vermutlich aber ohne nennenswerten Erfolg.
    Bei Krankheitsausbruch sollte man nur leicht verdauliches Futter geben, also keine Körner mit harten Schalen wie Mais oder Erbsen. Das VDT Vital 2 Classic von Betz hat sich bei mir als sehr hilfreich erwiesen, die wenigen Erbsen habe ich mit der Hand ausgelesen.
    An den ersten beiden Tagen nur 10 Gramm früh und abends geben. Mehr geht eh nicht durch den Darm, das Futter wird sonst von den Tauben ausgewürgt.
    Die nächsten Tage auf 20 Gramm steigern.
    Am Samstag konnte ich eine Besserung der Kotbeschaffenheit erkennen, deutlich fester, aber immer noch mehr grün als braun.
    Sehr überrascht und froh war ich am Montag, der Kot war bei allen Tieren wieder braun und fest als wäre wirklich nichts gewesen. Die Tauben hatten dann sehr großen Hunger.
    Medikamente und sog. „ Mittelchen „ habe ich keine gegeben. Ich glaube hier werden die größten Fehler gemacht. Man bräuchte zuerst einmal eine genaue Untersuchung, um dann das exakt abgestimmte Medikament in der richtigen Dosierung zu geben. Nun, bis der „Normaltaubenhalter“ die richtigen Medikamente hat sind die Tauben entweder schon wieder gesund oder schon bei ihren Ahnen!
    Meine Tauben haben auffallend viel getrunken, klares sauberes Wasser ohne jeglichen Zusätze.
    Eine tägliche Reinigung von Käfig und Becher war für mich selbstverständlich.
    Der Großteil dieser Maßnahmen sind nicht meine geistigen Errungenschaften, sondern stammen von verschiedenen Taubenfachleuten. Ich bin mir sicher, dass sie auch euch helfen können.
    Bei Taubenbeständen die schon jahrelang nur durch Medikamente ( auch vorbeugend ) am Leben gehalten werden darf dies natürlich bezweifelt werden.
    Mit freundlichen Züchtergruß
    Christian Rau

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