Tipp KW17/2017 “F 1”

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7 Antworten

  1. Thomas Krogmeier sagt:

    Zu den Heute im Tip der Woche verfassten Bericht ist meiner Meinung nach nichts mehr hinzuzufügen . Hier wird vom Autor kurz und knapp das wichtigste dieser Thematik auf den Punkt gebracht .

  2. Manfred Loick sagt:

    “F1” ist wirklich mehr als “Formel 1”, es ist auch viel mehr als nur ein “Tipp der Woche”, es ist “die Formel” für den erfahrenen Kenner, der noch dazulernen möchte und seine Rasse nicht verändern, sondern verbessern möchte. Mit “F1” hat unser “Taubenfreunde” uns eine große Freude bereitet, ich bin auf weitere Kommentare gespannt.

  3. Manfred Loick sagt:

    Die prägenden Merkmale einer Rasse sind im Standard verankert. So ist für Elsterkröpfer ein birnenförmiger Kropf rassetypisch, die Flügellage wird anliegend verlangt. Im Beitrag “Elsterkröpfer heute” (GZ 7/17) ist auf 9 Fotos kein einziger Birnenkropf zu erkennen, auch die Schwingen werden weitgehend abstehend getragen. Beim “Elsterkröpfer morgen” steht noch viel Arbeit an, wenn der Standard ernst genommen wird. Kreuzungen bedingen Übersicht, Umsicht – und Aufsicht.

  4. Huaba Sepp sagt:

    Werter Taubenfreund, liebe Zuchtfreunde,
    Satz mit “X”… war wohl nix. Der Bericht über die F1, sprich die Einkreuzung von Fremdrassen ist doch sehr “mutig”. Er gibt vielleicht das wieder, was Generationen von Züchtern für der Weisheit letzter Schluss hielten. ABER eine Sache muss nicht richtig sein, nur weil Viele dran glauben oder festhalten.
    Wer mich kennt, weißt, das ich selber wenig Scheu habe – auch mit Fremdrassen – zu kreuzen. ABER der Bericht in der Form führt leider viele Züchter auf den falschen Weg.
    Zuerst ist es für die allermeisten Züchter der bessere, schnellere und erfolgreichere Weg, wenn sie keine Fremdrassen sondern einfach Tiere aus den führenden Farbenschlägen/Zuchten der eigenen Rasse nehmen und diese geschickt einbauen.
    Dann ist es natürlich so, dass man ein “gutes” Tier der Fremdrasse nehmen sollte, ABER spitzenmäßig muss es eigentlich nur in dem/den zu verbessernden Merkmal/en sein. Ansonsten kann es durchaus sinnvoll sein, ein Tier zu nehmen, dass eben gerade nicht spitzenmäßig in den Rassemerkmalen ist! Als Bsp. sei das Einkreuzen der Französischen Kröpfer in andere Kropftaubenrassen genannt. Ein Franzose ohne ausgeprägte Dreibogenlinie und Nackenbogen wird in fast allen anderen Rassen – Elster u. was weiß ich wo die überall Verwendung finden – die bessere Wahl sein.
    Es ist auch bei weitem nicht so, dass es egal ist, ob man einen 1,0 oder eine 0,1 nimmt: Stichwort Geschlechtsdiphormismus (siehe dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Sexualdimorphismus). Es macht meines Erachtens wenig Sinn einen Täuber einzukreuezen, wenn ich die Täubinnen verbessern möchte. Gutes Beispiel: Schlesische Kröpfer in Blauschimmel. Da wundere ich mich immer wieder bei den Züchterbesuchen, welch “mickrige” Mütter und Schwestern unsere teilweise wirklich sehr schönen 1,0 haben. Und genau solche “tollen” 1,0 werden auch immer nur wieder „mickrige“ 0,1 bringen – auch beim Einkreuzen!
    ABER was ich inhaltlich am bedenklichsten finde, dass in dem Beitrag völlig außer Acht gelassen wird, dass in den meisten Fällen bei einer Einkreuzung nicht die Rückpaarung an die eigene Rasse sondern das “Aufspalten lassen” der 1. Generation (F1) – Und dann auch das konsequente in dieser Linie bleiben! – der richtige Weg sein wird. Bei einem rezessiv vererbten Merkmal wird es schlichtweg nicht funktionieren, wenn dieses Merkmal nicht verdeckt im eigenen Bestand vorhanden ist. Das Merkmal wird mit dem vorgeschlagenen Weg zielgerichtet wieder ausgemendelt. Und am Ende hat man sich vielleicht stattdessen noch ein unerwünschtes Merkmal zusätzlich in den Bestand geholt…
    So long, meckern allein gilt nicht;-) Zuchtfreund Sell hat mit seinen Büchern für den deutschsprachigen Raum die aktuellen Erkenntnisse zusammengefasst. Unter http://www.taubensell.de/ finden sich die aktuellen Werke. (Und nein, ich bekomme keine Provision;-)) Darüber hinaus stehe ich gerne auch im Rahmen meiner bescheidenen Möglichkeiten für die eine oder andere Frage zur Verfügung.
    Mit besten Grüßen aus NdB
    In diesem Sinne, viel Energie für unsere Sache und gut Zucht!
    Sepp
    (Huber Josef, Neuhaus am Inn)

    • Christoph Mooren sagt:

      Wow, da fliegt aber einiges durcheinander – um im Bild zu bleiben.
      Den Hinweis auf die beste verfügbare Deutschsprachige Literatur zum Thema von Axel Sell schreibe ich uneingeschränkt quer.
      Alles weitere ist, vorsichtig formuliert, doch arg hypothetisch.

      Mein Tip: die Bücher von A. Sell noch einmal lesen, vielleicht auch öfter. Genetische Gesetzmäßigkeiten verstehen und in der praktischen Zucht verwenden. Fertig!
      Hier findet man faktenbasierte Anleitungen zur praktischen Zuchtarbeit. Wunderbar aufbereitet und nicht hoch genug einzuschätzen.

      Geschichten von hübschen Buben und garstigen Schwestern, Müttern oder Tanten gehören in eine schon lange vergessen geglaubte Zeit (vor der Sell’schen Aufklärung).

      Danke an den Taubenfreund, für eine zutreffende, kompakte und praktisch relevante Information. Auftrag erfüllt, würde ich meinen.

      Grüße aus dem Revier, auch ins schöne Niederbayern (studieren geht über kritisieren, wäre mein Hinweis)
      Christoph Mooren

  5. Meine Frage ist, ist es korrekt von Fremdrasse zusprechen?
    Müsste es nicht richtiger weise aus einer anderer Rassegruppe heißen.
    Sind nicht alle Rassetauben eine Rasse und diese dann in Rassegruppen aufgeteilt?

  6. Martin Gangkofner sagt:

    Werter Taubenfreund, werte Zuchtfreunde,

    die Meinung von Josef Huber teile ich zu 100% und möchte noch folgende Ergänzungen anbringen. Auch bei praktisch orientierten Artikeln mit genetischem Hintergrund sollten zumindest die grundsätzlichen Erbgänge (dominant, rezessiv und jeweils noch die geschlechtsgebundene Variante) dargelegt werden, da jede einen anderen praktischen Ansatz erfordert. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der unbedarfte Leser und Züchter fehlgeleitet und somit dessen Innovation im Keim erstickt wird.

    Denn bevor der Züchter überhaupt das Projekt Kreuzung von Farbenschlägen und/oder verschiedener Rassen angeht, sollte dieser zumindest den Erbgang des Merkmals kennen. Zumeist sind es doch rezessive Faktoren, welche den Weg in die eigene Rasse finden sollen. Hier bedarf es fast immer der Aufspaltung bei der F1-Generation, da der Züchter bei Rückpaarungen Gefahr läuft, das Merkmal wieder auszumendeln!

    Ebenfalls verweisen möchte ich auf die entsprechende Fachliteratur von Prof. A. Sell, speziell die Ausgabe “Züchten mit System” sollte hier als wertvoller Ratgeber dienen. Der erfolgreiche Taubenzüchter agiert mit Weitblick, weil er – in Tauben-Generationen pro Jahr denkend – dann doch einen längeren Atem braucht, um ans Ziel zu kommen. Gerade die jüngere Geschichte der Taubenzucht profitierte von den Aufzeichnungen und hieraus abgeleiteten Gesetzmäßigkeiten der vorgehenden Züchter-Generationen; es ist nur legitim, diesen Vorteil zu nutzen.

    Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

    Schöne Grüße aus Niederbayern und weiterhin gute Zucht

    Martin Gangkofner, Vilsbiburg

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