Verfasste Forenbeiträge

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  • als Antwort auf: Jugendarbeit, das Herzstück unserer Vereine #17768

    r8dSchild
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    Die „Deutsche Meisterschaft der Jugend im BDRG“ ist der bedauerliche Beweis, dass das höchste Ziel in den Augen unserer Organisation der Sieg ist. Auch den Fachverbänden fällt nichts Einfallsloseres und Sinnfreieres ein als die Suche nach Champions schon in der Jugendgruppe. Wie bei den Meisterschaften der Senioren kein gutes Konzept zur Vermittlung von Tierliebe und Gemeinschaftsgeist! Auch das „Denkmodell zur Zusammenarbeit von Vereinen in der Jugendarbeit“ ist nicht nur im orangen Satzungsordner verewigt, sondern wird auch in der BDRG-Info seit gefühlten 30 Jahren jährlich neu veröffentlicht. Gut, dass aktive und kreative Vereine nicht auf die Ideen des BDRG angewiesen sind, denn so besteht wenigstens in der Keimzelle des BDRG – in den Ortsvereinen – die Chance, Jugendliche für das edle Tier und nicht für Edelmetall zu begeistern.
    Jedes Mitglied unserer Jugendgruppen braucht individuelle Unterstützung, abhängig von der Altersstufe, geistigem Leistungsvermögen, persönlichen Neigungen und sozialer Herkunft. Ich wünsche allen Jungzüchtern zwischen 4 und 18, dass Dein Jugendobmann oder Deine Jugendwartin sich nicht von den Vorschlägen des BDRG und seiner nachgeordneten Verbände leiten lässt, sondern nur von Deinen persönlichen Vorstellungen und Wünschen. Niederwinkling ist überall.

    als Antwort auf: Jugendarbeit, das Herzstück unserer Vereine #17161

    r8dSchild
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    Weil sich bisher noch kein Aktiver aus einem VDT-Mitgliedsverein zu den Beiträgen geäußert hat, habe ich bei einem „alten Freund“ eine Stellungnahme eingeholt: „Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“
    Sokrates, griechischer Philosoph, 470 – 399 v. Chr.
    Da sich die Jugend seit 2 ½ Tausend Jahren nicht verändert hat, müssen wir uns auf diese Eigenschaften der Jugendlichen einlassen. Es ist an der Zeit. Gehen wir auf die Jugend zu und auf ihre Wünsche und Vorstellungen ein. Schließlich möchten wir, dass unser Erbe angenommen wird und nicht als Müll entsorgt wird.

    als Antwort auf: Jugendarbeit, das Herzstück unserer Vereine #17030

    r8dSchild
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    Im Vorschulalter ab vier Jahren kommen Kinder zu uns in die Jugendgruppe, die sich über eine spielerische Beschäftigung freuen. Das gilt auch noch für Kinder nach Eintritt in die Grundschule mit etwa sechs Jahren, aber mit zunehmenden Fähigkeiten nehmen auch die Anforderungen zu. Sie können eine gewisse Zeit still sitzen, sich auf eine Aufgabe konzentrieren und haben schon ein gewisses soziales Verhalten erlernt.
    Mit zehn Jahren wird nicht nur die Schule gewechselt, auch die Pubertät bringt nach und nach starke Veränderungen. Es ist die Zeit des Erwachsenwerdens. In dieser Phase befinden sich die Kids sowohl körperlich als auch seelisch im Umbruch, sind unsicher, labil, schwierig, polterig. Die Harmonie wird durch Hormone gestört.
    Daraus wird schon deutlich, dass es „die“ Jugendgruppe nicht geben kann. Und es gibt auch keine/n Jugendleiter/in, der alle Altersgruppen umsorgen kann. Aber wer hilft bei der schwierigsten aller Aufgaben? Nirgendwo ist Teamarbeit so wichtig wie bei der Jugendförderung. Unsere Gedanken kreisen stattdessen um Bundesjugendringe, Jugend-Ehrenpreise und Jugend-Champions.
    Bei der Aufnahme von Kindern geht es um Betreuung, Aufsicht und Anregung, später geht es um Begleitung und Förderung, und der Teenager sucht seine Bestätigung bei Gleichaltrigen und Gleichgesinnten. Hier könnte ein Jugendlicher als Jugendsprecher schon sinnvoll sein, der JO ist dann nur noch der Gleichgesinnte. Je selbstständiger die Jugendlichen werden, umso stärker müssen wir ihnen Freiheiten einräumen und Bewegungsräume bieten, sie in der Entwicklung stärken, uns in die beobachtende Rolle zurückziehen.
    Ein SV kann deshalb nur im Einzelfall überlegen, wie ein seltener Jungzüchter gut aufgenommen werden kann. Jugendförderung als allgemeine Aufgabe können nur örtliche Vereine übernehmen, diese sollten viel stärker über gelungene Projekte berichten. Wessen Homepage wird z. B. von Jungzüchtern betreut? Welche Senioren haben ihre ersten Schritte im Internet mit Unterstützung Jugendlicher gemacht? Als Gegenleistung kann der Jugendliche vielleicht lernen, wie man mit Akkuschrauber und Stichsäge umgeht. Gerade die motorischen Fertigkeiten lassen bei Jugendlichen sehr zu wünschen, sind aber wichtig für die Entwicklung auch geistiger Fähigkeiten. Das ist eine Chance, mit der wir auch in der Öffentlichkeit an Ansehen gewinnen könnten. Wenn dann die selbstgebastelten Nistkästen oder Futterhäuschen unter Aufsicht der Naturschützer angebracht werden, wird sich auch der an Umweltschutz interessierte Mitbürger über die Taubenzüchter freuen.

    als Antwort auf: Jugendarbeit, das Herzstück unserer Vereine #16895

    r8dSchild
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    Schon 2005 hatte ich dem VDT für das VDT-Meeting 2006 vier Themenvorschläge unterbreitet, u. a. die Jugendförderung. Es wurde natürlich ignoriert.
    Als ein Jugend-Champion eine Goldmünze gewann, habe ich mich gefragt, ob wir die Jugend schon auf materielle Werte einschwören müssen. Ich sehe es nach wie vor als falsch an.
    Könnte man nicht stattdessen die ganze Familie des Jungzüchters in Betz-Taubenfutter aufwiegen? Auch das wäre zwar ein materieller Wert, aber
    – im unmittelbaren Zusammenhang zu unserem Hobby
    – es wäre öffentlichkeitswirksam zu nutzen, weil über die Wiegeaktion in der örtlichen Presse berichtet werden könnte. Jeder umweltbewusste Leser würde anerkennend registrieren, dass wir sämtliche Körnersorten aus Europa beziehen und bei Bio-Qualität auf Gentechnik verzichten! So werden auch der Jugend wichtige Werte vermittelt. (Und auch die Erwachsenen würden erfahren, warum der VDT Betz empfiehlt.)
    Die beste Taube hätte keinen hohen Preis errungen, sondern für den Unterhalt des Hobbys etwas dazu verdient. Verdienste sind wertvoller als Preise. Unsere Organisation hat noch viel zu tun, um sich um die Jugendförderung Verdienste zu erwerben.

    als Antwort auf: Jugendarbeit, das Herzstück unserer Vereine #16804

    r8dSchild
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    Der Jugendring ist etwas für Opas und Väter, die die Jungzüchterkarriere ihres (Enkel-)Kindes planen und managen. Ab 4 Jahren dürfen Kinder in die Jugendgruppe angemeldet werden. Die Taube dürfen sie noch nicht halten, die Urkunde können sie noch nicht lesen, aber Opa wird ihnen schon sagen, dass sie Meister sind. Steht der Meister nicht am Ende statt am Anfang einer Entwicklung?
    Wie war mein Start als Jungzüchter? Zu der Zeit gab es zum Glück keine Jugendringe. Ein Jahr nach meinem Vereinsbeitritt war meine erste Schaubeteiligung. 3 Alttiere und 1 Jungtaube. Bei Jugendringzwang hätte ich zwei bis drei Jahre gebraucht, um erstmals ausstellen zu können – auf die Gefahr hin, dass den Tieren schlechte Qualität bestätigt wird. Und bei erfolgreicher Schau stünde ich vor dem Dilemma, dass ich überzählige Tiere mit Jugendring kaum weitergeben könnte, denn ein Erwachsener kauft kein Tier, das ihm maximal “fK” einbringt. Mit dem pinken Jugendring werden die Jungzüchter abgesondert und die Tiere stigmatisiert. Die Farbe “pink” steht für Pinke Pinke, Verlierer sind die Jugend und ihre Lieblinge, die das teuer bezahlen müssen. Der Jugendring ist aktive Jugend-Diskriminie-Ring. Rothschild

    als Antwort auf: Jugendarbeit, das Herzstück unserer Vereine #16716

    r8dSchild
    Teilnehmer

    Mit 15 Jahren kam ich durch meinen Eintritt in einen SV zur Rassegeflügelzucht. Im Jahr darauf stellte ich erstmals auf einer Hauptsonderschau (HSS) aus. Dass ich mich unter den Senioren behaupten konnte, ist natürlich auch der Unterstützung älterer Züchter zu verdanken. Nach unseren Statuten hätte ich
    1. dem SV nicht beitreten dürfen
    2. auf der HSS nicht ausstellen dürfen.
    Durch Nichtbeachten des zweifachen Regelverstoßes habe ich die nächsten zwanzig Jahre keine HSS verpasst. Danke für die positive Ignoranz. Mehr über “alte Zöpfe”, von denen wir uns trennen müssen, sollte hier zur Sprache kommen.
    Rotschild

    als Antwort auf: Taubengesundheit/Jungtaubenkrankheit #15536

    r8dSchild
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    Gestern wurde durch den Alleingang von Bundesminister Schmidt die Glyphosat-Zulassung verlängert, obwohl nicht nur die Krebsgefahr droht, sondern auch das massive Insektensterben dadurch zu beklagen ist.
    Was hat das mit JTK zu tun?
    Die Industrie interessiert sich nicht für Insekten, weil die Bestäubung in China schon von Menschen ersatzweise vorgenommen wird. Die landwirtschaftlichen Produkte müssen rein sein, frei von Raupen und Fraßschäden. Auch das Masthähnchen muss rein sein, frei von Bakterien in der Darmflora. Hier Glyphosat – dort Antibiotika, das Hähnchen bekommt zwei Drittel seines 35 Tage langen “Lebens” Medikamente, wir freuen uns über den billigen Preis dieser chemischen Keule. Kein Vorbild für das Hobby Rassetaubenzucht!
    Als Taubenzüchter weiß ich, dass eine gesunde Darmflora einem “multikulturellen” Vielvölkerstaat aus Bakterien und anderen Mikroorganismen zu verdanken ist. Diese Gesundheitspolizei hat ein Auge auf Gefahren und Gefährder. Ich vertraue weder der Politik noch der Industrie, da sie sich an der Vielfalt stören und an die Einfalt der Menschen glauben. Den Mahnern wie Maik Löffler und Hubert Borgelt gilt hingegen mein ausdrücklicher Dank. Ich bin gegen das regelmäßige Ansäuern von Wasser, weil es
    – unnatürlich ist,
    – zu 95 % falsch angewendet wird und
    – nur in wenigen Fällen sinnvoll ist.
    Wenn ich krank bin, brauche ich Medizin. Zur Entschlackung mache ich gelegentlich auch selbst eine Obstessigkur. Aber Medikamenteneinnahme oder Heilkuren als Dauerprophylaxe – das ist krank.

    als Antwort auf: Taubengesundheit/Jungtaubenkrankheit #15475

    r8dSchild
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    Das Thema JTK ist ein hervorragendes Zeugnis für den Wert des VDT-Forums. Nach Jahren wird vieles bestätigt, die Meinungsvielfalt bleibt erhalten, und nur durch die kontroversen Diskussionen bekommt der ernsthafte Züchter die Möglichkeit, sich eine eigene Meinung zu bilden und fachlichen Rat einzuholen. Zum Schluss möchte ich etwas provokativ behaupten: Klasse statt Masse ist nicht nur der Garant für Zucht- und Schauerfolge, sondern ganz besonders zur Erhaltung der Gesundheit der uns anvertrauten Tiere.

    als Antwort auf: Einführung in die Genetik unserer Tauben #15474

    r8dSchild
    Teilnehmer

    Ich habe mir die Seiten auf der Homepage angesehen. Sie sind geeignet, bei Anschaffung eines neuen Farbenschlages die notwendigen Grundlagen zu erlangen. Eine Aufgabe für Vereine ist es auch, solche Seiten in den Versammlungen und Rundschreiben zu thematisieren. In den sog. sozialen Medien ist eine Nachricht nur kurze Zeit aktuell, deshalb darf ich mich für diese Grundlagenarbeit (und ihre Aktualisierung) herzlich bedanken.

    als Antwort auf: Jugendarbeit, das Herzstück unserer Vereine #15473

    r8dSchild
    Teilnehmer

    Gerade im VDT hinkt die Arbeit für die Jugend hinterher, deshalb sollte hier doch etwas mehr Aktivität erwartet werden. Neue erwachsene Züchter werden oft genauso stiefmütterlich behandelt wie jugendliche Interessenten. Für beide gilt in unseren Vereinen: OHNE UNS SEHT IHR ALT AUS!
    roodSchild

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