Indien ist eine Reise wert
Durch meine guten Kontakte zu Zuhair Hagji in Bahrain wurde ich schon zum zweiten Mal nach Indien zur Bewertung der Indischen Taubenschau eingeladen. Der Taubenverband dort ist der NPA in Amerika angeschlossen und hat deren Bewertungssystem übernommen. Im Vorfeld wurde ich nach einem Sonderrichter für King gefragt und so kontaktierte ich meinen Kollegen Dieter Klenk der spontan zusagte mitzugehen. Die erste Schau die ich bewerten durfte, war in Thissur im Süden des Landes, diesmal ging es über Mumbai nach Baruch im Bundesstaat Gujarat im Norden. Über Frankfurt nach Abu Dhabi und weiter nach Mumbai, wo wir nach 10-stündigem Flug morgens um 5 erwartet wurden. Mit dem Kleinbus ging es dann 8 Stunden über holprige Straßen mit chaotischem Verkehr in unser Hotel in Bharuch. Die Schau selber war schön aufgebaut und wir waren mit großen Promborium empfangen.

450 Tiere sind nicht die Welt doch, die recht junge Taubenzüchterszene war Stolz darauf das zu erreichen, man muss wissen das die Rassetaubenzucht in Indien noch in den Kinderschuhen steckt. Ein Züchter reiste mit dem Auto extra 2000 km aus Rajastan an,um seine 5 Altorientalischen Mövchen bewerten zu lassen! An Rassen waren lediglich Kingtauben, Lahore, Indische Pfautauben, Pommer- und Verkehrtflügelkröpfer, Altorientalische Mövchen, Ungarische Riesentauben, Chinesentauben, Schildige Brieftauben und Perückentauben zu sehen. Die Qualität war durchweg o.k, wenn man Bedenkt das in Indien keine Tauben eingeführt werden dürfen und alles Schmuggelware und deren Nachzucht ist. Große Pokale mit viel Glitzer, Plaketten und Medallien standen ausreichend zur Verfügung. Bewertet wird vor Puplikum in Laufkäfigen mit der Auswahl der Champion, Reservechampions und Drittplazierten. Großer Jubel entbrannte bei der jeweiligen Verkündung. Über eine Pferdeschau, zahlreiche Züchterbesuche und endlos viele neue Eindrücke ging es nach 6 Tagen wieder nach Hause. Alles hier zu schildern, würde den Rahmen dieses kleinen Berichtes sprengen. In zahlreichen Bildvorträgen habe ich diese Eindrücke, ich war bereits mehrmals im Oman, Jordanien und eben Indien zu Bewertungen, Taubenvereinen nähergebracht. Ein Blick über den Tellerrand lohnt allemal und ich habe viele neue Freunde und Eindrücke mitgebracht. Zum Abschluss ein oft gebrauchtes Zitat meines Mitreisenden: “Des glaubt uns koi Sau!“ und genauso wars.
Michael Barbeito

