Mitglieder des RGZEV Gäuboden vier Tage in der Bundeshauptstadt
Bundestagsabgeordnete können dreimal jährlich Besuchergruppen zu sich in die Bundeshauptstadt Berlin einladen, um dadurch der Bevölkerung ihre Arbeit, die des Parlaments und auch Sehenswürdigkeiten der bis vor 36 Jahren geteilten Stadt vorzustellen und näher zu bringen. Nachdem Bürgermeister, Landrat und Landtagsabgeordneter beim Rassegeflügelzucht- und erhaltungsverein Gäuboden und Umgebung e. V. mit Sitz in Straßkirchen (RGZEV Gäuboden) langjährige Mitglieder sind haben diese bei der großen Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Vereinsbestehen den anwesenden Ehrengast MdB Alois Rainer aus Haibach im Bayerischen Wald animiert, doch auch Mitglied zu werden, was er damals auch gerne tat.

Bei der Weihnachtsfeier 2023 saßen er und der 1. Vorsitzende nebeneinander und kamen dabei ins Gespräch über eine Berlinfahrt und Alois Rainer sicherte uns eine zu. Vom 12. bis 15. April 2026 löste er sein Versprechen nun ein und so fuhren wir mit 15 Mann/Frau Sonntags in aller Früh Richtung Berlin. Für die vier Tage war ein vom Bundespresseamt perfekt organisiertes Programm angesagt. Die Reiseleitung hatte Franz Schedlbauer, Altbürgermeister der Stadt Bogen und Bezirkstagsvizepräsident a. D. und auch Schirmherr unserer großen Bezirksschau und –feier des 125-jährigen Bestehens des BV Niederbayern übernommen, die örtliche Reiseleitung hatte Alex inne, der uns mit Infos über die Stadt Berlin und deren Sehenswürdigkeiten fast überflutete. Untergebracht waren wir im Vier-Sterne-Hotel Plazza direkt am Kurfürstendamm, 500 Meter von der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche entfernt. Somit waren fußläufig viele Sehenswürdigkeiten wie das bekannte KaDeWe, der Tiergarten u.v.m. optimal zu erreichen. Unsere Bildungsexkursion war geprägt von der Einblickgewinnung der politischen Arbeit, aber auch von der Geschichte Berlins, den unsäglichen Greueltaten des 2.Weltkrieges (Besuch der Dauerausstellung Topografie des Terrors), des geteilten Deutschlands (Besuch der Dauerausstellung Tränenpalast), Besuch des Bundesgesundheitsministeriums, der Bayerischen Landesvertretung und des Konrad-Adenauer-Hauses. Eine Stadtrundfahrt zu vielen Sehenswürdigkeiten rundete das vielfältige Programm ab. Höhepunkte waren aber zweifelsohne der Besuch des Reichstages, dem Sitz des deutschen Parlaments und der Besuch des Ministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, dem Amtssitz unseres Gastgebers. Im Reichstag wurde uns die Arbeit von Parlament, Regierung und Ausschüssen vorgestellt und wir konnten davon einen nachhaltigen Eindruck gewinnen. Die Besteigung der bekannten gläsernen Reichstagskuppel war obligatorisch. Über Headset konnte man detaillierte Infos über den Reichstag, die Kuppel und die Stadt bei einer perfekten Aussicht über ganz Berlin gewinnen. Sehenswürdigkeiten wie das Kanzleramt, den Fernsehturm, die Chariteé, Ministerien, das Museumsviertel, den Gendarmenmarkt mit dem Französischen und dem Deutschen Dom waren in greifbarer Nähe. Auch nicht so klar, aber durch die schöne Aussicht sehr deutlich, welch hohen Grünanteil die Regierungshauptstadt hat. Der absolute Höhepunkt war am Dienstag Abend angesagt, nämlich der Besuch des Landwirtschaftsministeriums mit „unserem“ MdB und Minister Alois Rainer. Nach einer kleinen Sicherheitskontrolle erhielten wir einleitend Informationen über die vielfältigen Tätigkeitsfelder und die Organisationsstruktur des Ministeriums. Dann kam der Minister, und nach ein paar Sätzen konnte man feststellen, er ist nach wie vor bodenständig geblieben wie wir ihn kennen, obwohl er nun zu den 20 ranghöchsten Vertretern unserer Republik gehört, er ist und bleibt der „Alois aus Haibach“. Alois Rainer stammt ja aus einer Politikerfamilie, sein Vater war bereits 16 Jahre Bundestagsabgeordneter, seine Schwester Gerda Hasselfeldt war 27 Jahre Bundestagsabgeordnete, davon zwei Jahre Gesundheitsministerin und sechs Jahre Bundestagsvizepräsidentin.

Alois Rainer zog 2013 für den Wahlkreis Straubing/Regen in den Bundestag ein, zuvor war er 18 Jahre Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Haibach. Sein politisches Wirken war stets von Pragmatismus und Durchsetzungsvermögen geprägt. So war er bereits ab dem Jahre 2018 in verschiedenen Ausschüssen vertreten, von 2018 bis 2024 war er Vorsitzender des Finanzausschusses. Mit dem Regierungswechsel im letzten Jahr sollte das Landwirtschaftsministerium wieder in den Süden der Republik gehen und „schwarz“ werden und so ist die Wahl auf Alois Rainer, dem „schwarzen Metzgermeister aus Haibach“, wie ihn der Bayerische Ministerpräsident anfangs bezeichnete, gefallen. Eine sehr gute Wahl, denn Alois Rainer ist volksnah, er weiß von den Nöten und Sorgen der Leute. Dies stellte sich auch beim dem lockeren Informationsgespräch mit ihm wieder deutlich heraus. Götz Ziaja, unser VDT-Vorsitzender, wohnhaft und arbeitend in Berlin, ist zu unserer Gruppe hinzugestoßen und er trug unsere Situation, momentan verschärft durch die ND-Auftritte, vor. Minister Rainer gab die Auskunft, dass sich derzeit das dem Ministerium unterstellte FLI mit der Materie beschäftige. Als Gastgeschenk unserer Gruppe und im Namen unseres Vereins übergab ich eine Deutsche Modeneser Figur, bemalt von Josef Hanauer, in den Deutschlandfarben, also Kopf und Hals in Schwarz, Körper in Rot und die Läufe in Gold. Das Flügelschild in Weiß/Blau gewolkt, also den Farben des Bayerischen Himmels.

Die Figur steht symbolisch auf Granitsteinen aus dem Bayerischen Wald, der Heimat des Ministers, so meine Beschreibung bei der Übergabe. Sie gefiel ihm sehr und wie ich von der Büroleitung erfahren durfte, steht sie auf Alois Schreibtisch. Es waren vier wunderschöne Tage in Berlin, danke an den Gastgeber Alois Rainer, an unseren Reiseleiter Franz Schedlbauer, an den örtlichen Reiseleiter Alex, an unseren Busfahrer Heribert und an die Haibacher Büroleitung Andrea Schötz sowie an die Berliner Büroleitung Sandra Voerster – auf gut bayerisch „schee war´s und guad war´s“, und dir lieber Alois weiterhin viel Erfolg und wenig Ärger bei deiner sehr anspruchsvollen Arbeit.
Franz Hiergeist, 1. Vorsitzender des RGZEV Gäuboden


