Antwort auf: Taubenschlag selbst bauen

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Weyck
Teilnehmer

Hallo liebe Züchterkollegen,

solche Reaktionen auf meine Beiträge in diesem Thread hätte ich nun nicht vermutet.

Ich möchte mich hiermit offiziell bei allen Taubenfreunden entschuldigen, die sich durch meine Aussagen teilweise persönlich angegriffen gefühlt haben. Dies war nicht meine Absicht. Das einzige Ziel, dass ich hier verfolge, ist, mein lächerliches Anfängerwissen möglichst bald zu verbessern und ggf. später gerne an neue Anfänger weiterzugeben. Ich versuche, mein Streben nach züchterischem Erfolg im Sinne der schönen Rassetauben auszurichten und zum Wohle der Tiere zu handeln.

Damit ich nicht weiter auf Ausstellungen “missachtet” werde, möchte ich, ohne zu langweilen, ein paar Dinge klarstellen:

In meinem Beruf komme ich manchmal spät nach Hause. Meine Frau übernimmt dann notfalls die Fütterung, geht aber nicht in den Schlag. Möchte ich also, dass die Tiere artgerecht versorgt werden, würde mir eine Fütterung von aussen sehr helfen. Natürlich ist es wichtig, Kontakt zu Tieren zu haben. Und allen, die mir Gegenteiliges in den letzten drei Tagen unterstellt haben: Wenn es am Wochenende die Zeit zulässt, setze ich mich auf den Boden, verteile das Körnerfutter auf meinen Oberschenkel und “zwinge” so die zutraulichsten Tauben, auf mir herumzuklettern. Die ängstlichen Tiere müssen das Futter zumindest in meiner unmittelbaren Nähe aufnehmen. Momentan habe ich noch keine Aussenfütterung. Wenn die Tiere ihre Mahlzeit einnehmen, mache ich zeitgleich den Boden sauber, damit die Tiere ihre natürliche Scheu vor mir verlieren. Ich achte darauf, immer mit dem gleichen Kittel in den Stall zu gehen, damit die Tiere mich besser wiedererkennen (Tipp aus “Die Rassetaube”, VDT). Ich versuche also nur, Sachzwänge (berufliche Belastung) zum Wohle der Tiere zu berücksichtigen.

Man hat mir geschrieben, dass der VDT fachliche Informationen zum Bau eines Offenfrontschlages am 23.07.06 ins VDT Forum gestellt hätte. Ich habe diesen Beitrag sowohl hier im Forum als auch in der Zeitschrift “Die Rassetaube” gelesen. Ich bedanke mich beim Verfasser für den Artikel, sage aber, dass mir die fachlichen, technischen Hinweise nicht ausreichen um ein Sicherheitsgefühl für den Bau eines Offenfrontschlages zu bekommen.

Weiter hatte ich geschrieben, dass ich ein Taubenbad ausserhalb der Voliere bauen wollte. Per Mail erreichte mich folgende Kommentierung:
“Das Regenbad ist für Tauben ein Bestandteil der Gesunderhaltung und damit der Lebensqualität!
Wer vor “Spritzwasser” Angst hat, der braucht sich um die Beschaffenheit des Sandbodens keine Gedanken mehr zu machen!” Zur Erklärung: Eine unbedachte Voliere ist wohl mehr als nur “Spritzwasser” ausgesetzt. Wenn wochenlang nur Regen herrscht, ist der Sandboden total durchweicht und das Unheil kann seinen Lauf nehmen. Aber damit sage ich nicht, dass durch eine Überdachung alle Probleme gelöst sind. Entschuldigung, aber das ist hier ein Userforum! Ich schreibe nicht einfach nur “Überdachung ist scheiße…” oder ähnliches. Ich nenne Argumente oder Gedanken, die mein Tun erklären. Und dabei hatte ich nie geschrieben, dass ich mich schon entschieden habe. Ich versuche nur dazubeizutragen, dass jedem eine Argumentationsliste zur Verfügung steht, nach der jeder Vor- und Nachteile selbst abwägen kann und muss.

Ich entschuldige mich nochmals bei allen, die sich durch meine Meinungsäußerungen gestört fühlen. Gleichzeitig mache ich für mich geltend, dass ich eine Formulierung:
“…aber mir und dem VDT wäre dieser unwürdige Beitrag von Dir erspart geblieben…” nicht verdient habe. Aus Respekt gegenüber dem Verfasser der zuvor erwähnten E-Mail werde ich mich als aktiver Forumsteilnehmer aus dem VDT-Forum zurückziehen.

Mit freundlichem Züchtergruß
Jürgen van Weyck