Re:Re: Show Homer- Bilder galerie

#10213
Norwichkroepfer
Teilnehmer

Ja liebe Freunde der Rassetaubenzucht, so ist das manchmal im Leben!

Da können ganz klare Fragen völlig korrekt beantwortet werden – und dennoch spiegeln sie nur scheinbar die Wahrheit wieder.

Das Zuchtfreund Weber keine Ammentauben besitzt, (vielleicht in Ausnahmefällen seine Römer !?!) ja davon bin ich ausgegangen.
Nun wird sich der geneigte Leser denken, warum fragt der dann so dumm?

Wer aufmerksam gelesen hat, wird es erkannt haben. Einerseits berichtet Marc Weber über große Aufzuchterfolge – aber im gleichen Atemzug stellt er die riesigen “Fortschritte” in der Mächtigkeit – sprich Dicke – der S. Homer-Schnäbel als Glanzlicht züchterischen Tuns hervor. Ganz logisch berichtet er dann weiter, daß diese “mächtigen” Schnäbel” es den Alttieren immer schwieriger machen, ihre Jungen aufzuziehen.

Welche Gedanken könnten da dem staunenden, aber nicht völlig arglosen Leser kommen?

Sieht die Show Homer-Zucht nicht in Wirklichkeit so aus?

Die ersten paar Tage gelingt es den Elterntieren ihre Nachzucht noch so eingermaßen zu versorgen, dann allerdings muß der Züchter eingreifen. Er füttert die Taubenbabys mittels Spritze und einer Brei-Mixtur groß. So wird es sein und nicht anders – und das sicherlich nicht nur bei Marc Weber in Frankreich.

Mit diesen Zeilen möchte ich den S. Homer-Züchtern keineswegs die Freude an ihrer Rasse verderben, doch eine gewisse Ehrlichkeit sollte schon sein – in der Welt der Palomas – und das allem Ehrgeiz, Erfolgsdruck und Selbstdarstellungsbedürfnis zum Trotz. Wir, die Züchter tragen die Verantwortung dafür, wohin der Weg einer Rasse führt. Wenn deutlich wird, daß eine eingeschlagene Zuchtrichtung nicht unbedingt ein Segen für die betr. Rasse ist, sollte gehandelt werden!
Handeln sollen im Idealfall die Züchter in konzertierter Aktion ihres Sondervereins. Ist das nicht möglicht – warum auch immer – müssen halt besonders weitsichtige, mutige und belastbare Züchter ihrer Rasse – die ihnen ja vielfach über Jahrzehnte Freude und Entspannung von der Tretmühle des Alltags geschenkt haben – dies tun. Sich auf das oft wenig segensreiche Tun und Wirken höhergestellter Geflügel-Funktiönäre zu verlassen oder eben ihr Nichtstun als Alibi zu nutzen ist nicht nur feige sondern auch dumm. Es darf nur die Zukunfsfähigkeit der Rasse zählen – nicht aber der Personenkult…

Abschließend möchte ich noch auf etwas verweisen, was sich in letzter Zeit bei einigen anderen Taubenrassen einzuschleichen scheint. Die “S. Homer-Krankheit” nach Streben zu immer dickeren Schnäbeln wird übernommen – heimlich still und leise – wie schleichendes Gift…! Die Folgen? Siehe oben…

Gut Zucht

Hubert