Antwort auf: Bundes- und VDT-Zuchtausschuss stutzen

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1969 – also vor 50 Jahren – fing ich als Zehnjähriger mit Brieftauben an. Das Aussehen der Tiere war egal, sie waren immer schön, meist waren sie blau oder gehämmert. Farbvererbung war nachrangig, aber der „Regenstein“ war eins der ersten Bücher, das ich wissensdurstig verschlang und noch heute lese.

1973 wurde ich Rassetaubenzüchter – für die nächsten 40 Jahre war der Pommersche Kröpfer mein Favorit. Auch hier waren Blaue und Gehämmerte immer beliebt, neben den Weißen waren Blau- und Gehämmertgeherzt immer tonangebend bei den Pommern. Nicht nur die geherzte Scheckzeichnung muss stimmen. Die schwarze Flügelschildzeichnung musste rostfrei sein, auch eine Farbschwäche wie Schilf war immer verpönt. Und der Kontrast zwischen dem blauen und schwarzen Farbbild musste klar und durfte nicht verschwommen sein, lockere oder dichtere Hämmerung interessierte uns nicht.

Diese Grundregeln hatte ich schon als Jugendlicher verinnerlicht. Die Fachleute des BZA haben in jeder neuen Funktionärsgeneration damit ihre liebe Not und verzetteln sich in Kleinig- und Kleinlichkeiten. Damit stehen sie der züchterischen Entwicklung im Weg statt uns den Weg zu weisen.

Einen ersten Warnschuss bekam der SV, als der BZA bei einer Standardrevision den Farbenschlag dunkelgehämmertgeherzt gestrichen hatte und der Rasse nur noch blaugehämmertgeherzt zugestehen wollte. Wir sind damals mit einem Kofferraum voll dunkelgehämmertgeherzter Pommern zum BZA-Vorsitzenden gefahren – in den Standard wurde neben blaugehämmert- auch dunkelgehämmertgeherzt wieder aufgenommen. Eine völlig überflüssige Energieverschwendung! Fortsetzung folgt.