Antwort auf: Bundes- und VDT-Zuchtausschuss stutzen

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1984/85 wurden bei den Pommerschen Kröpfern die einfarbig Blauen und Blaugehämmerten anerkannt. Das war keine große züchterische Leistung – aber die Standardergänzung war sinnvoll, da die ersten Pommerschen Kröpfer im 19. Jahrhundert einfarbig waren und farbige Latschen mehr Stabilität und Elastizität aufweisen als weiße Fußfedern. Schon damals lautete der Antrag auf Anerkennung einfarbig blau und Nebenfarben, und wir hatten prächtige Tiere in blau, blaufahl, blau- und blaufahlgehämmert von lockerer bis dichter Hämmerung. Der BZA beharrte darauf, jede Variante einzeln anerkennen zu müssen. Ich gab die Tiere ab, weil es Nonsens ist, etwa 8 Varianten einer verwandten Farbreihe anerkennen zu lassen. Aber der BZA kennt keine Verwandten, er hat bei Anerkennungsverfahren die Dollarzeichen in den Augen, nicht die Vielfalt der Taubenzucht. So sortieren wir Tiere aus, die zufällig die vermeintlich falsche Farbe haben, stattdessen halten wir Tiere, die weniger vital eigentlich aussortiert gehören, aber ja die „richtige“ Farbe aufweisen.

Wie lange lassen wir uns noch gängeln von einem BZA, der die genetische Variabilität bewusst bekämpft? Bei „blau und Nebenfarben“ gibt es keine Fehlfarben, sondern nur eine größere Auswahlmöglichkeit nach Vitalität und Rassequalität.