Antwort auf: Jungtaubenkrankheit in 2020

#24803
Rene Stephan
Teilnehmer

Wie bei vielen Diskussionen gibt es nicht den einen Weg, den wir als den Richtigen bezeichnen können.
Die zuvor beschriebene Haltungsform wäre sicherlich ideal. Es sicherlich auch richtig, dass derart lebende Tauben robuster sind. Nur ist diese Haltung, aus verschiedenen Gründen, heute in vielen Fällen nicht mehr realistisch. Aus meiner Erfahrung wäre die Kombination von Maßnahmen ein erfolgsversprechender Weg:
– Haltungsform kritisch überprüfen (kein Überbesatz, viel Luft und Wetter)
– Ausgewogene Ernährung
– Stärkung des Immunsystems (Kräuter, Grünfutter, Mutterboden…)
– Auswahl der Zuchttiere nach Vitalität
– Impfstrategie
Es gibt mittlerweile verschiedene Impfstoffe und Impstoffkombinationen, welche eine Abmilderung der Krankheitsverläufe bewirken. Zudem sind verschiedene Rassen empfänglicher für die JTK. Bei meinen Damascenern habe ich größere Probleme als bei meinen Altholländischen Mövchen. Ich habe im Ausstellungsjahr 2019 mit dieser Vorgehensweise gute Erfahrungen machen können. Ich konnte den Ausbruch zwar nicht verhindern, aber der Verlauf war sehr mild. Durch die Gabe von Dysticum und einer Möhrensuppe war der Spuk dann ohne Medikamenteneinsatz schnell vorüber.