Antwort auf: Pfautauben indigodunkelgehämmertX Schwarz

Startseite Forum – Hauptseite Zucht und Haltung von Rassetauben Genetik Pfautauben indigodunkelgehämmertX Schwarz Antwort auf: Pfautauben indigodunkelgehämmertX Schwarz

#9590
Jan
Teilnehmer

Hallo,

für was sind indigodunkelgehämmerte Tiere denn mischerbig? Man kann das nicht so pauschal formulieren. “Die sind mischerbig” – ja für was denn? Möglicherweise für Binden, mit Sicherheit nicht für Spread (Ausbreitungsfaktor), aber mit Sicherheit für den Indigo-Faktor, denn ansonsten wären es reinerbig indigodunkelgehämmerte, die in Folge dessen eher wie rotfahldunkelgehämmerte aussehen.

Die Farbschlagsgenetik bei Tauben ist an und für sich relativ einfach, wenn einmal der Knoten geplatzt ist. Allerdings, und das merke auch ich häufig, ist es nicht einfach, diese “einfache Theamtik” auch mit einfachen Worten darzustellen.
Es ist deshalb mit Sicherheit sehr sinnvoll, die Bücher von Prof. Axel Sell zu Rate zu ziehen. Aber auch hier sind geringe Vorkenntnisse nötig, um die Vererbungsvorgänge auch anhand der aufgezeichneten Faktoren selbst erarbeiten zu können.

Zu den beiden Anmerkung hätte ich auch noch eine kleine Ergänzung. Sie sind nicht grundsätzlich falsch, aber so auch nicht ganz eindeutig, denn schwarz ist nicht mit dem Ausbreitungsfaktor gleich zu setzen. Schwarze Tiere haben zwar den Ausbreitungsfaktor (spread), aber das macht noch kein schwarzes Tier allein, denn es ist zumindest noch die schwarze Grundfarbe nötig. Ob diese Tiere dann darunter die gehämmerte, bindige oder hohlige Zeichnungsanlage haben, ist nebensächlich und wirkt sich nicht aus. Beispielsweise haben aber auch braune, aschfahle und andalusierfarbige Tiere den Ausbreitungsfaktor. Auch ist es nicht zwingend so, dass bei einer Verpaarung von schwarzen Tieren mit einer x-beliebig anderen Farbe, alle Nachzuchttiere schwarz sind. Ich möchte hier nur an andalusierfarbige Tiere erinnern. Paart man einen Andalusier an ein schwarzes Tier, so wird theoretisch die Hälfte der Nachzucht andalusierfarbig sein und die andere Hälfte schwarz. Es wird also nicht alles mit “schwarz überdeckt”. Auch wenn man ein aschfahles Tier an ein schwarzes paart, ist theoretisch mindestens die Hälfte der Nachzucht nicht schwarz (genaue Anteile sind abhängig von den verwendeten Geschlechtern).
Die zweite Anmerkung ist auch etwas missverständlich und trifft wirklich nur zu, wenn man “100%ig reinerbig” gehämmerte Tiere hat.

So weit, so gut.
MfG,
Jan