zuchtboxen. warum holz?

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  • #9129
    Anonym
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    nun lacht mal nicht gleich! warum holz? kunststoff wäre doch viel leichter zu säubern und es können sich schlechter kleine sauber und krankheitskeime festsetzen. hat das schon mal jemand ausprobiert? habe auf einer seite in den USA einen züchter gesehen, der seine tauben in plastikeimern brüten lässt. der deckel wird zur hälfte abgeschnitten und an der schnittkante wird eine leiste zum anfliegen angebracht. nun wird der eimer mit dem boden an der wand angebracht.der halbe deckel ist im unteren bereich, damit das nest nicht heraus fällt. könnt ihr mir eure meinung dazu sagen? gruß mario

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  • #9912
    Anonym
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    Hallo Friedel,
    das hast Du falsch verstanden! Mit “schei…” habe ich die Plastiknistschalen gemeint.
    Wie ich auf deinen Bildern sehe, benutzt Du in deinen Nistgelegenheiten aber auch Tonnistschalen.
    Also widerspricht meine Aussage ja nicht deiner Methode! :mrgreen:

    Gruß, Marius

    #9913
    Anonym
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    Da in diesem Forum und unter dieser Abbhandlung schon einige male mein Name erwähnt wurde und ich in mehreren e-mails darauf angesprochen worden bin, einige Bemerkungen meinerseits zu der Diskussion:
    Wie man sieht, fühlen sich meine “RACER” in ihren “K-Eimern” immer noch sehr wohl. Diese “Prozerdur” ist billig, praktisch und sehr effektif, denn im zeitigen Frühjahr ist es in den K-Eimern immer ein paar Grad wärmer als in normalen Brutschüsseln die in Zellen untergebracht sind. Besser sauber zu halten sind sie allemal. Und Geld für teure Nistzellen habe ich auch nicht ausgegeben. Die Eimer und Blumenkübel werden einfach in Sitzregalen befestigt und im Herbst wieder entfernt. Auch wenn einige Leute, wie ich im VDT Forum gelesen habe, es “schei…” finden. Meinen Racern und mir gefällt es. Überigens meine Racer haben mir selber den Typ gegeben. Ich hatte mal vor Jahren einen Eimer beim Saubermachen ins Nistregal gelegt. Dabei habe ich beobachtet wie sich mehrere Tauben um den Platz darinnen gestritten haben. Den Gefallen habe ich ihnen dann gerne getan und bis heute nicht bereut. Meine Racer danken es mir mit vielen schönen Jungtieren die auch auf den Ausstellungen erfolgreich sind
    Viele Grüsse aus dem Odenwald und viele schöne “Jung Tauben” in diesem Jahr!
    Friedel Bossmeyer!

    #9911
    Anonym
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    Hallo Marius,
    meine Methode,die Brutschalen mittels Eisenring vom Zellenboden entfernt “aufzuhängen”,
    hat zumindest den Vorteil,das ich beim säubern der Brutzellen die Elterntiere nicht stören muss!
    Will heißen,brauche die Schale nicht in die Hand zu nehmen!

    Zur Hälfte verdunkelt sind die Zellen ohnehin,kann die Verdunklung am Zellenrahmen immer dort anbringen,wo das “frische Gelege” ist!

    Herzlichen Gruß
    Michael
    (im Rassetaubenforum =OR-Michi)

    #9910
    Anonym
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    Meine Nistzellen sind etwa zur Hälfte abgedunkelt. Noch nicht abgesetzte Jungtiere haben ja ab einem gewissen Alter das Bestreben sich möglichst in die dunkelste und engste Nische in der Nistzelle zu “verkriechen”. Wenn die neue Nistschale mit den Eiern im hellen Bereich und somit die Nistschale mit den größeren Jungtieren im dunklen Bereich steht gibt es (aufjedenfall bei mir) keine Probleme mit bettelnden Jungtieren die die Eltern beim brüten stören. Eine 2.Ebene habe ich bisher nicht gebraucht.
    Gruß, Marius Matz

    #9909
    Anonym
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    Hallo Michael,
    genau diese Beiträge bringen Erkenntnis. Das System geht wohl bei jeder Rasse, bei großen und Riesenrassen sollte zumindest bei den höher angebrachten Nistschalen dann noch etwas zum anspringen angebracht sein, sonst könnte es Eiermatsch geben. Sowas könnte man dann ja an die vermutlich an die Wand angeschraubten Metallringe (oder eingesteckt?) auch was anschweißen.
    Viel Freude noch mit der Jungenaufzucht.
    Maik

    #9908
    Anonym
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    Hallo Maik,
    vielleicht trifft dies dein Interesse,
    Bei meinen Brutzellen von 80 x 50 x 40 cm Höhe sind die Kunststoff-Brutschalen(Durchmesser 23 cm) in Eisenringe eingehängt

    Habe ich mir schon schon vor Jahren von unserem Dorfschmied anfertigen lassen.
    Die erste Schale(1.Brut) wird in 1o cm Höhe vom Zellenboden entfernt eingehängt—-die 2.Schale ist in 25 cm Höhe eingehängt!

    Dies hat gleich mehrere Vorteile,
    möchte ich während der Zucht die Zellen reinigen,muß ich dabei nie die Taube auf Eiern/Jungen sitzend, stören!(heist Brutschale in die Hand nehmen)

    Als 2. Boden ist in der Zelle eine 7 mm geölte Hartfaserplatte eingelegt,die Vorsatzgitter sind so gearbeitet,das sie erst in 5 cm Höher (gerechnet vom Zellenboden)beginnen,–dies gibt mir die Möglichkeit,ohne öffnen der Zellen den 2.Boden herauszuziehen,und mittels Spachtel ruck zuck zu säubern!

    Zusätzlich gibt es noch eine kleine extra Lade,(auf dem 2.Boden)in die genau eine zusammengelegte Zeitung passt(nicht die Süddeutsche,grins)–

    Diese Lade nebst Zeitung schiebe ich unter die jeweilge Nistschale,und gibt so die Möglichkeit,gerade bei größeren Jungen(viel Kot) 2 x am Tage die Zellen blitzblank zu haben!

    Es funktioniert allerbestens–habe aber auch keine–upps– 110 Paare in der Zucht.

    Herzlichen Gruß
    Michael
    Orientalische Flugroller

    #9907
    Anonym
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    Hallo Zuchtfreunde,
    vielleicht geht das ganze ja mal mit Bilder zu machen, sowohl Nistzellen, als auch Nistschalen. Warum nicht Plastik oder beschichtetes Material? Aufsaugen soll es ja gar nicht, die Feuchte muß halt mit Unterlagen ectr. draußen gehalten werden. Ich setze bei einigen Tauben die Doppelnistzellen vom Tischler Neumann aus Selbitz ein, mit und ohne Kotschubladen. Kann ich nur empfehlen.
    Ein Teil der Großtauben nistet in zweistöckigen Nistzellen aus Preßspanplatten. Die Nistschalen packe ich alle in Zeitungspapier doppellagig ein und benutze Textileinmaleinlagen, welche mittlerweile ein Zuchtfreund aus der Polsterindustrie anfertigt. Die fusseln nicht so faserig sondern eher flockig. Darauf kommt feines Buchenholzgranulat (eine handvoll), vermindert das fusseln. Der Zeitaufwand (110 Paare) ist zwar hoch, spart sich aber beim säubern und desinfizieren am Zuchtende wieder. Plastikschalen, bei denen man den Zeitungsrand einklemmen kann, gehen auch, aber nur dann. Sonst fliegen die Eier raus. Warum nichr Eimer oder sonstiges, muß halt ständig kontrolliert werden, machen wir ja sowieso. Außerdem setze ich Brutwinkel und Backsteine ein. Letztere haben den Vorteil, daß ich die Nestgröße je nach Brutreife (Eier bzw. wachsende Junge) variieren kann und die Jungen das meiste genau auf die Steine koten. Das ist dann einfach schnell zu entfernen.
    Was brauchen wir: eine größenvariable Nistschale, welche standfest ist, genügend Randhöhe und mittige Eiermulde aufweist und auch gut zu reinigen ist. Vielleicht mit Zeitungsschutz versehbar. Gut wäre auch, wenn man diese auf zweiter Ebene in eine Vorrichtung einhängbar ist (entsprechend großes Loch in der 2. Ebene).
    Wer hat eine Idee zur Umsetzung dieser Wünsche? Handwerker an die Front! ❗

    Maik

    #9906
    Anonym
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    ich werde dieses jahr den test machen. dann gibt es den bericht. ich habe bereits einige große kunststoffkisten aus einem warenlager. diese werden auf die seite gelegt, so das die öffnung nach vorn zeigt. die öffnung wird dann von mir noch bearbeitet. die kisten sind auch in dieser lage noch stapelbar. ich werde es mal abwarten.

    #9905
    Anonym
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    Eine Antwort in Unterpunkten:

    @ rubella:

    Du wirst niemanden finden, der mit soetwas Erfahrungen gesammelt hat einfach aus dem Grunde, da es keine Kunststoffnistzellen im Handel gibt.

    @ all:
    Ich denke bei dem hier diskutierten Punkt wird deutlich, wie schwer es etwas Neues hat, wenn es nicht in der Praxis erprobt worden ist. Vergessen dürfen wir in dieser Situation aber eins nicht: Die angesprochenen Eimer waren nur der Auslöser einer Frage, die viel weiterreicht. Nistzellen aus Kunststoff sind sicherlich bei entsprechender Gestaltung viel einfacher zu reinigen und zu desinfizieren als Holz und vor allem genauso baufähig. Dass sich bei einem Neubau Holz durchsetzen dürfte liegt einfach in der Natur des einfachen Verarbeitens. Aber wieso sollte Kunststoff nicht genauso gut bei Standardzellen Verwendung finden. Einzig und allein müßte ein Hersteller her, der ein solches Produkt auf dem Markt einführt, wobei eine Einfuhr bei Brieftaubenzüchtern schon allein wegen dem Hygieneargument sicherlich recht einfach wäre. Es geht ja nicht darum die Taubenzucht zu revolutionieren, sondern einfach nur um den Test, ob es nicht möglich und wenn ja ob es nicht auch reinlicher wäre.

    Also Rubella, mich jedenfalls würden Deine Ergebnisse in Bezug auf die angesprochene Feuchtigkeit und die Reinigung interessieren.

    In diesem Sinne Gut Zucht – egal ob in Holz, Plastik oder sonstigen Gerätschaften.

    English Pearls
    Phillip Fritz

    #9904
    Anonym
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    nein habe ich eigentlich nicht. es hätte mich nur intressiert ob damit schon jemand erfahrung hat.alle schreien hier nach holz und sagen auch warum. nur scheint hier noch keiner kunststoffnistzellen gehabt zu haben. ich würde mich sehr über eine antwort freuen, von jemanden der den praxistest gemacht hat. aber ich vermute mal, das ich keinen finde. trotzdem möchte ich euch für eure antworten danken.

    #9903
    Anonym
    Inaktiv

    @rubella:

    Die von dir erwähnten Plastiknistschalen sind schei…, weil der Kot darauf nicht abtrocknet. Die Zuchttiere wie auch die Jungtiere sind dann total kotverschmiert und Kot der lange feucht bleibt ist natürlich ein Paradies für Keime! Du müsstest also jede Nistschale mit zB. Zeitungspapier einpacken, das habe ich eine Zuchtsaison lang gemacht und ich kann Dir sagen daß das sehr zeitaufwendig ist!!

    Meiner Meinung nach überwiegen die Vorteile von Holz einfach! Ich glaube daß die Industrie niemals die Nistzellen produzieren könnte die den jeweiligen Rassen und den Verhältnissen im jeweiligen Schlag angepasst sind oder hast Du schon mal einen King oder einen Altdeutschen Kröpfer in einer 70cm Standardnistzelle gesehen! Also heißt es für viele Züchter: selber bauen! Das geht nunmal mit Holz/Spannplatte usw eben relativ leicht und auch so daß keine Ritzen entstehen. Persönliche Vorlieben, Bedürfnisse der Rasse, die Maße im Zuchtabteil usw. fließen dann als Kriterien in den Selbstbau!

    Auch was die Hygiene anbelangt, sehe ich bei Holz keine Nachteile!
    Du scheinst einfach panische Angst vor Tubenkot und Bakterien zu haben, oder?

    #9902
    Anonym
    Inaktiv

    ersteinmal den bericht von bóßmeier kenne ich nicht. kenne nur die plastikeimergeschichte aus den USA. da ich nicht der größte fan von chemie bin denke ich das kunststoff besser zu reinigen ist. der verunreinigte kot zieht ins holz, kann er bei kunststoff nicht. auch wenn holz besser atmet, denke ich bei einem gut belüfteten schlag sollte feuchtigkeit nicht das problem sein. auch das holz sich besser verarbeiten läßt, kann doch in der heutigen hochtechnisierten zeit kein grund sein. kunststoff zellen könnten aus einem stück sein und somit gibt es auch keine spalten und ritzen , wo sich kleine sauger verkrichen können. ich möchte mit den kunststoffzellen nicht die heutige taubenzucht auf den kopf stellen ,nur mal zum nachdenken anregen. es gibt ja nicht umsonst kunststoffnistteller. oder? ach ja! die idee mit dem PVC boden finde ich garnicht schlecht matze. wenn du schreibst “holz sieht besser aus”, dann würde ich dir einen belag im holzdekor vorschlagen. SIEHT DOCH BESSER AUS, wie beton oder fliesen.

    #9901
    Anonym
    Inaktiv

    Ich finde Plastiknistzellen haben keine Vorteile!
    Auch Nistzellen aus Holz sind einfach sauber zu halten und gegebenenfalls zu desinfizieren! Sie nehmen überschüssige Flüssigkeit auf und sorgen so für ein gutes Mikroklima. Ausserdem ist Holz leicht zu verarbeiten und sieht schön aus!

    Ich habe den Bericht über Friedel Boßmeyer auch gelesen, aber mich reizt nichts daran meine Tauben in einem Plastikeimer oder dergleichen brüten zu lassen. Auch wenn Tauben dies bezüglich zugegebenermaßen anspruchslos und anpassungsfähig sind!

    Man könnte ja auch den Schlagboden mit PVC auslegen! Es ist leicht drüberzuwischen und jeder Züchter kann sich nach persönlichem Geschmack ein hübsches Muster aussuchen! (Vorsicht Ironie!)
    Gruß, Marius Matz

    #9900
    Anonym
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    hallo rubella!

    was sind denn die vorteile bei kunststoffnistzellen?

    habe dir eine PM geschickt !

    gruß camper

    #9899
    Anonym
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    man könnte die kunststoff nistzellen mit pappe auslegen. eine kompostierung wäre kein problem. außerdem denke ich für z.b. einen offenfrontschlag wären die kunststoff nistzellen besser, da sie vorteile gerade bei feuchtigkeit dem holzzellen haben. ich habe mehrere große plastikkisten, die ich dieses jahr mal zu nistzellen umbauen werde. mal sehen wie das so ist. manchmal muß man einfach neue wege gehen.

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