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AnonymInaktiv
Hallo Marius,
meine Methode,die Brutschalen mittels Eisenring vom Zellenboden entfernt “aufzuhängen”,
hat zumindest den Vorteil,das ich beim säubern der Brutzellen die Elterntiere nicht stören muss!
Will heißen,brauche die Schale nicht in die Hand zu nehmen!Zur Hälfte verdunkelt sind die Zellen ohnehin,kann die Verdunklung am Zellenrahmen immer dort anbringen,wo das “frische Gelege” ist!
Herzlichen Gruß
Michael
(im Rassetaubenforum =OR-Michi)AnonymInaktivMeine Nistzellen sind etwa zur Hälfte abgedunkelt. Noch nicht abgesetzte Jungtiere haben ja ab einem gewissen Alter das Bestreben sich möglichst in die dunkelste und engste Nische in der Nistzelle zu “verkriechen”. Wenn die neue Nistschale mit den Eiern im hellen Bereich und somit die Nistschale mit den größeren Jungtieren im dunklen Bereich steht gibt es (aufjedenfall bei mir) keine Probleme mit bettelnden Jungtieren die die Eltern beim brüten stören. Eine 2.Ebene habe ich bisher nicht gebraucht.
Gruß, Marius MatzAnonymInaktivHallo Michael,
genau diese Beiträge bringen Erkenntnis. Das System geht wohl bei jeder Rasse, bei großen und Riesenrassen sollte zumindest bei den höher angebrachten Nistschalen dann noch etwas zum anspringen angebracht sein, sonst könnte es Eiermatsch geben. Sowas könnte man dann ja an die vermutlich an die Wand angeschraubten Metallringe (oder eingesteckt?) auch was anschweißen.
Viel Freude noch mit der Jungenaufzucht.
MaikAnonymInaktivHallo Maik,
vielleicht trifft dies dein Interesse,
Bei meinen Brutzellen von 80 x 50 x 40 cm Höhe sind die Kunststoff-Brutschalen(Durchmesser 23 cm) in Eisenringe eingehängtHabe ich mir schon schon vor Jahren von unserem Dorfschmied anfertigen lassen.
Die erste Schale(1.Brut) wird in 1o cm Höhe vom Zellenboden entfernt eingehängt—-die 2.Schale ist in 25 cm Höhe eingehängt!Dies hat gleich mehrere Vorteile,
möchte ich während der Zucht die Zellen reinigen,muß ich dabei nie die Taube auf Eiern/Jungen sitzend, stören!(heist Brutschale in die Hand nehmen)Als 2. Boden ist in der Zelle eine 7 mm geölte Hartfaserplatte eingelegt,die Vorsatzgitter sind so gearbeitet,das sie erst in 5 cm Höher (gerechnet vom Zellenboden)beginnen,–dies gibt mir die Möglichkeit,ohne öffnen der Zellen den 2.Boden herauszuziehen,und mittels Spachtel ruck zuck zu säubern!
Zusätzlich gibt es noch eine kleine extra Lade,(auf dem 2.Boden)in die genau eine zusammengelegte Zeitung passt(nicht die Süddeutsche,grins)–
Diese Lade nebst Zeitung schiebe ich unter die jeweilge Nistschale,und gibt so die Möglichkeit,gerade bei größeren Jungen(viel Kot) 2 x am Tage die Zellen blitzblank zu haben!
Es funktioniert allerbestens–habe aber auch keine–upps– 110 Paare in der Zucht.
Herzlichen Gruß
Michael
Orientalische FlugrollerAnonymInaktivHallo Zuchtfreunde,
Frontline kann man gut als Kontaktspray bzw. als sich kurz anreicherndes, zumeist gut verträgliches Insektizid benutzen. Wir nehmen es auch gegen Pflanzenschädlinge an Pflanzen, die sonst bei Behandlungen Schaden nehmen. Spot on habe ich beim Vogel noch nicht probiert, glaube ich aber nicht, das das was bringt. Viele nutzen das Ivomec pour on für Rinder außen 1-2 Tropfen im Nacken und oder Bürzelbereich. Man kann die Wirkungsdauer auch bei Vermischung mit Propylenglykol verbessern. Andere tun 1-2ml ins Badewasser alle 2 Wochen, damit kann man dann auch große Bestände effektiv freihalten. Das Badewasser aber nicht in die Beete schütten, tötet auch die betroffenen Bodenorganismen und Regenwürmen – gibt keine gute Ernte. Ein Tropfen in den Schnaben bekämpft auch Würmer (außer Bandwürmer). Achtung, manche Vogelarten reagieren empfindlich (Gimpel). Tauben vertragens gut.
MaikAnonymInaktivHallo Zuchtfreund, leider konnte mein Rechner Deine Homepage nicht besuchen.
Was sind die Umstände und welche Rasse? Oder fliegen sie wieder, geb mal Bescheid!
MaikAnonymInaktivHallo Zuchtfreunde,
vielleicht geht das ganze ja mal mit Bilder zu machen, sowohl Nistzellen, als auch Nistschalen. Warum nicht Plastik oder beschichtetes Material? Aufsaugen soll es ja gar nicht, die Feuchte muß halt mit Unterlagen ectr. draußen gehalten werden. Ich setze bei einigen Tauben die Doppelnistzellen vom Tischler Neumann aus Selbitz ein, mit und ohne Kotschubladen. Kann ich nur empfehlen.
Ein Teil der Großtauben nistet in zweistöckigen Nistzellen aus Preßspanplatten. Die Nistschalen packe ich alle in Zeitungspapier doppellagig ein und benutze Textileinmaleinlagen, welche mittlerweile ein Zuchtfreund aus der Polsterindustrie anfertigt. Die fusseln nicht so faserig sondern eher flockig. Darauf kommt feines Buchenholzgranulat (eine handvoll), vermindert das fusseln. Der Zeitaufwand (110 Paare) ist zwar hoch, spart sich aber beim säubern und desinfizieren am Zuchtende wieder. Plastikschalen, bei denen man den Zeitungsrand einklemmen kann, gehen auch, aber nur dann. Sonst fliegen die Eier raus. Warum nichr Eimer oder sonstiges, muß halt ständig kontrolliert werden, machen wir ja sowieso. Außerdem setze ich Brutwinkel und Backsteine ein. Letztere haben den Vorteil, daß ich die Nestgröße je nach Brutreife (Eier bzw. wachsende Junge) variieren kann und die Jungen das meiste genau auf die Steine koten. Das ist dann einfach schnell zu entfernen.
Was brauchen wir: eine größenvariable Nistschale, welche standfest ist, genügend Randhöhe und mittige Eiermulde aufweist und auch gut zu reinigen ist. Vielleicht mit Zeitungsschutz versehbar. Gut wäre auch, wenn man diese auf zweiter Ebene in eine Vorrichtung einhängbar ist (entsprechend großes Loch in der 2. Ebene).
Wer hat eine Idee zur Umsetzung dieser Wünsche? Handwerker an die Front! ❗Maik
❗AnonymInaktiv8) Hallo Zuchtfreunde,
meine meisten Rassetauben laufen auf Metallrosten( Industrietreppenteile). Bin damit sehr zufrieden. Vorher hatte ich Plastikroste, die sind aber im Außenbereich spröde geworden und haben nach 6 Jahren den Geist aufgegeben (Weichmacher durch Sonneneinstrahlung verloren gegangen), im Innenbereich ging das, jetzt habe ich die Plastikroste in den Babyschlägen. Da ich einen recht großen Taubenbestand und nich unbegrenzt Zeit habe, konzentriere ich meine Zeit mehr auf die Nestkontrollen und Versorgung als aufs “S” kratzen. Mitnichten halte ich diese Lösung für perfekt. Manch alte große Montaubantaube kommt damit betreffs ihrer Fußballen nicht klar – die geht dann halt in einen Gartenfreiflugschlag.
So manch einer der noch in Arbeit steht muß halt auf Alternativen ausweichen. Wichtig ist allerdings, daß die Roste im Winter nicht naß werden und gefrieren. Während der Influenza Hysterie habe ich mit lichtdurchlässigen Platten einfach alles überdacht.
An sich ist das mit den Kotfang oder Federfangkisten unter den Sitzplätzen eine feine Sache. Wer Tauben züchtet, wo das so wenig Effekt hat, ist feines Buchenholzgranulat eine gute Sache. Bei Tauben mit normaler Feder und keiner Fußbefiederung ist trockener (Bodendämmung) Fußboden und tägl. kratzen wohl das Beste. Bei Fußbodenverlegeplatten trocknet der Kot schnell ein und es kommt schnell zur Klumpenbildung an den Zehenenden. Auch da muß der Untergrund absolut trocken sein, sonst gibs Schimmelbildung.
Tiefstreu: eine gute und immunstärkende Methode, diese muß mind. aber 25 besser 30 cm sein. Kurzhäcksel, Hanf, Buchenholzgranulat mit etwas trockenen Sandzusatz alles möglich, alles muß aber sehr trocken sein (Tränkensicherung ectr.). Trotzdem immer mal Kotproben machen. Wurmeier und Kokzidien halten sich locker mal 2 Jahre in der Umwelt, Salmonellen 4, 6, oder sogar 9 Monate under den Bedingungen. Die Tiere kommen so mit alerlei Keimen in Kontakt, viele stärken das Immunsystem und machen selber aber keine Erkrankung. Bekannt ist, das Tiere aus solchen Haltungsformen, anderswo hingebracht in den Zielbestand einiges an Problemen anrichten können, selber aber symptomfrei bleiben. Auch in der Schweinehaltung gibt es diese Probleme nach Zusammenführung aus vielen Beständen. Daher dann immer erst genau schauen, was alles so mitgebracht wird, sonst freut sich wirklich der TA.
Welche Methode hängt ab, wie funktioniert die Lüftung, Feuchtegehalt der Umwelt (Bachlauf, Wiesen), Besetzung der Anlage, verbaute Materialien ectr. – viele Wege führen zum Ziel.
Bücher von Curt Vogel sind keineswegs veraltert (habe selber eine Aktie daran). Der Schreibstiel ist oft schwere Kost, habe ich auch immer wieder kritisiert, einige Fehler haben sich in den Wirren der Wendezeiten auch eingeschlichen, ist aber bei jedem Buch so. Ein vergleichbares Werk ist bislang aber in dieser Komplexität und der wissenschaftlichen Herangehensweise noch nicht im deutschsprachigen Raum vorhanden. Die Angaben sind absolut noch aktuell, natürlich gibt es Neues, auch neue Erkenntnisse in der Vererbung, das alte ist damit nicht falsch, nur fehlen einige damals nicht bekannte Erscheinungen. Der Büchermarkt ist voll von Teilgebietsabhandlungen mit oft besserer Bebilderung, die Aussagekraft ist hingegen oft etwas dünn. Vogels Buch neu verfasst und lesbar für den normalen Leser wäre der Renner. Ob aber dies dann noch bezahlbar ist, sei dahingestellt.
MaikAnonymInaktivDas Thema Fachzeitungsinhalte und Schauberichte ist ungemein interessant. Eigentlich schade, daß nur zwei User im Gedankenaustausch standen, oder?
Einige Worte zu dem Themenkreis von mir:
1. Vereins- und Sondervereinsnachrichten
Sicher dürfen wir die Messlatte nicht zu hoch hängen. Mir erscheint viel wichtiger, wenn sich möglichst viele Vereine durch Informationen vorstellen oder ihre Aktivitäten anzeigen. Eine inhaltliche Doppelung in den beiden Zeitungen ist in dieser Gruppe normal, fast zwanghaft, um flächendeckend zu informieren.2. Doppelung von “echten” Fachbeiträgen
Vor 20 und 30 Jahren, bezogen auf die alte BRD mit den Fachorganen DKZ und Börse, sah das Doppelleben viel schlimmer aus. Da habe ich mich mehrmals gefragt, was das soll. Erst in der einen Zeitung, danach der zweite Aufguß im Wettbewerbsblatt.
Gegenüber dieser Zeit sind die Doppellungen deutlich zurück gegangen. Das muß man auch fair sagen.
Vor allem muß in der Gegewart jede Zeitung darauf achten, inhaltlich fit zu sein, sonst wechseln Leser möglicherweise. Dieser Antrieb aus wirtschaftlichen Sachzwängen wird mehr und mehr für Eigenständigkeiten sorgen. Innerhalb dieses Prozesses kann es durchaus zu Beiträgen über die gleiche Rasse in beiden Zeitungen kommen. Sofern zwei verschiedene Autoren dahinter stehen eigentlich kein Problem. In diesen Darlegungen wird es immer Abweichungen geben, die zu Diskussionen anregen. Das wäre geradezu ideal, denn so pulsiert Züchterleben.3. Schauberichte
Sachlich gesehen ist das ein völlig eigenständiges Tema.
Ich würde denken, wir sollten keine pauschalen Urteile abgeben oder allgemeine Aussagen treffen. Es ist immer hilfreicher, am konkreten Beispiel zu bleiben.
Ganz sachlich begründet könnte ich nicht unbedingt sicher die Qualität eines anderen Fachautoren beurteilen. Dazu müßte ich mir ja über alle Tauben hinweg Aufzeichnungen machen. Im zeitlichen Rahmen nicht erfüllbar. Für die über 2.000 Strukturtauben und Mövchen in Leipzig 2007 habe ich gut 6 Stunden Zeit aufgewendet, um die Grundlagen für die Berichterstattung zu schaffen.
Dazu kommt noch die Textfassung am PC, die nochmalige Überarbeitung ect.. Finanzielle Gründe sind insgesamt keine Triebkraft als Autor. Das sollte man in aller Ruhe mit bedenken.Jeder Autor hat ein bestimmtes Grundwissen, eigene Erfahrungen mit den Gruppen und auch übergreifendes Denken. Das prägt selbstverständlich die Berichterstattung in einer konkreten Weise. Ist das aus einem Guß, ok., dann kann man alles mit den eigenen Beobachtungen vergleichen und Überlegungen anstellen. Dient es einer fruchtbringenden Diskussion, tadellos!
In eine Berichterstattung die Gedanken von mehreren Zuchtwarten aufnehmen, das fruchtet nur sehr begrenzt. Auffassungen gehen teils weit auseiander. Früher hatte ich ähnliche Gedanken, doch die Praxis wies mir andere Wege, weil überaus begrenzt gangbar.
So wie zwei PR am gleichen Ort und zur gleichen Zeit für eine Taube 93 und 95 Punkte vergeben könnten, so muß auch Autoren ein bestimmtes Äüßerungsspiel eingeräumt werden. Hier sind wir uns sicher schnell einig. Ausgesprochen unglücklich würde ich einen Schaubericht lesen, der (theoretische Annahme) von Pessimismus und überdrehten Forderungen strotzt. Das bringt nicht einmal “Klein Fritzchen” dazu, dieses Papier für Denkprozesse zu nutzen. Die Berichterstattung würde werlos. Wir diskutieren hier jedoch um Wertverbesserungen, so nahm ich an.Schön fände ich es, wenn Leser an dieser Stelle ihre Gedanken aufschreiben, was und in welcher Richtung gern gelesen wird. Dabei wird es zu ganz unterschiedlichen Meinungen kommen. Gut so, sage ich, das regt an, in alle Richtungen zu denken. Betriebsblind wird man leicht, Meinungen helfen immer!
Martin Zerna
AnonymInaktivHallo Marius!
Ich habe auch während der Mauserzeit Einstreu in meinen Schlägen… Wie gesagt… Sie wird regelmässig durchgeharkt und somit hält Sie auf jeden Fall 10- 12 Wochen…
AnonymInaktivWas ist denn während der Mauserzeit?
Da macht es doch Sinn kein Einstreu zu benutzen und regelmäßig den Boden von Kot und Federn zu befreien um die Staubentwicklung möglichst zu limitieren!
Gruß, Marius MatzAnonymInaktiv?
AnonymInaktivHallo lieber Zuchtfreund,
es gibt natürlich Mäöglichkeiten der Geschlechtsunterscheidung. Geld bezahlen muß man für die DNA Analyse mittels entsprechender DNA Sonden bei einem zertifizierten Institut (ca. 16,-), oder Endoskopie bei einem erfahrenen TA (erheblich höher). Letzteres ist nur interessant bei sehr wertvollen Tieren, wo man gleich auch sich die Organe auf krankhafte Veränderungen überprüfen möchte. Unter 50,- € geht da bei einem guten TA kaum was. Dies sind die großen Ausnahmen. Der Typ ist ein Hinweis – stärkere kurzrundere Köpfe, massivere Statur. Das Verhalten ist da sicherer. Der 1,0 gurrt zumeist durch und dreht sich dabei, die 0,1 bricht früher ab und dreht sich weniger, die Stimme ist disharmonischer und leiser. Der Abstand der Legebeine und der Abstand der Legebeine zum Brustbeinende ist bei der 0,1 meist größer als beim 1,0. Dies ist umso ausgeprägter, je älter die Tiere sind, dann weiß man das ja ohnehin (wie Zfrd. Gohlis geschrieben hat). Pendeln und die Außenzehenstellungen im Vergleich zur Mittelzehe ist auch so eine Philosophie. Bei Triebstarken Rassen ist die Sache meist klar, ich selber habe auch bei den stillen Thüringer Mondtauben und den spätreifen Montauban selbst schon so manches Mal Täuber zusammengepaart und vergebens auf Eier gewartet. Man ist sich ganz sicher, täuscht sich aber bei manchen Tieren dennoch. Ich halte 110 Paare, ein bis zwei Ausrutscher passieren mir jedes Jahr verwunderlicherweise immer noch, ich züchte in diesem Umfang seit 1975. In Zweifelsfällen setze ich die Probanden mit mehreren paarungsbereiten 0,1 in den Quarantäneschlag, meist hat man das Geschlecht dann in wenigen Minuten.
Gesagt sein sollte auch, manche Paare gehen nie zusammen, meist passen dann auch irgendwelche Vitalitätsgene nicht, die Natur hat für vieles ihren Grund. Die wenigen Resttiere dürfen dann sich nach dem Prinzip der freien Liebe finden – die Nachzucht ist dann fast immer die Vitalste und Beste. Das hat in deer Natur seinen guten Grund – nur was passt bringt auch gute Nachzucht. So erhalten wir unsere Bestände etwas vitaler. Die Rassemerkmale sind eine Sache, die Rasse langfristig zu erhalten steht weit über dem Erringen der meist scheußlichen Pokale (Urnen). Freilich müssen die Partner auch schon ungefähr passen, das ist ja klar. Lange Rede, kurzer Sinn: Viele Wege führen zum Erfolg.
Mit freundlichem Züchtergruß
MaikAnonymInaktivHallo Zuchtfreund Fritz,
den Ausführungen kann man kaum wiedersprechen. Scheinbar haben Sie mit genannter Problematik viel Erfahrung. Auch mir ist klar, daß solcher Art Schaunachlese nur begrenzte Möglichkeiten besitzt. Das Herzblut kann nicht bei jeder Rasse gleichviel sein. Die SV´s haben ja auch die Möglichkeit ihre HSS in der Fachpresse darzustellen. Wir Züchter werden unterm Strich immer weniger, im gesamten Rassegeflügelbereich schwindet die Basis. Bei den Brieftaubensportfreunden kann man noch mehr Einbruch erwarten.
Hier sollte eben auch wegen der begrenzten Möglichkeiten gegengesteuert werden. Die Nachlese der Schauen ist wichtig, das bislang gebotene oft nicht genug. Das zu leistende können die wenigen Schreiben nicht schaffen, ohne ständige Wiederholungen. Zumindest für die großen Schauen müssen wir da uns etwas einfallen lassen, sonst ist ein Bericht immer wie der andere und wird nicht gelesen. Ich komme bei den wenigen Rassen kaum rum, manchmal fährt man zur Schau, hat kaum etwas gesehen, weil man dann dort diesen oder jenen trifft. Nun, Neuerungen auch in diesem Bereich sind nach meinem Dafürhalten nötig.
Dafür können wir im Rahmen des VDT sicherlich uns Gedanken machen.Zwei Fachzeitschriften könnten gerechtfertigt sein, wenn wenigstens eine eine Änderung im Profiel vornimmt. Doppelbeiträge sollten von vorn herein ausgeschlossen sein. Die Konkurrenzsituation soll ja nicht entschärft werden, Absprachen in dieser Hinsicht wären aber doch Umsatzfördernd. In meinen Bekanntenkreis haben viele nur noch eine Fachzeitschrift, die vorher beide abbonierten. Die Aufteilung in verschiedene Rubriken könnte durchaus prägnanter sein. Jeder bietet mit geringen Abweichungen genau das Spektrum was der andere anbietet, selbst die Aufteilungen sind fast identisch.
Weiterhin gute Auzucht der nun letzten geschlüpften Taubenkinder!
MaikAnonymInaktivIch denke das Problem bei den Seltenen liegt einerseits grade in ihrer Seltenheit (und den damit verbundenen Problemen hinsichtlich der Zucht und somit der Verbesserung), andererseits aber eben auch in der scheinbar unüberschaubaren Vielfalt, die wir mittlerweile anerkannt haben. Dieses Wirrwarrr kann kein Berichterstatter 100%ig überblicken. Das geht einfach nicht. Da kann es dann leider schon mal passieren, dass Rassen, die alle Jubeljahre einmal von “Ihrem” Züchter gezeigt werden, leider im Bericht untergehen. Man kann auch leider nicht jedesmal einen Experten rufen, der die Rasse womöglich noch züchtet. Bei der Rechersche im Nachhinein, um überhaupt einen Anhaltspunkt zu bekommen, kann es dann bestimmt schon mal bei dem einen oder anderen Autor zu übernahmen kommen, wenn schon einmal genau die Dinge so prägnant angesprochen worden sind. Früher war sicherlich die Überschaubarkeit der Rassen besser geeignet Allroundgelehrte hervor zu bringen, die alles richten, schreiben und wissen konnten und so in die hall of fame der Kleintierzucht aufsteigen konnten.
Da einige Züchter unter uns mittlerweile schon “Ihre” Rasse oder “Ihren” Farbenschlag züchten, kann es dann auch schnell passieren, dass für diese Linien große Veränderungen zwar im SV bzw. in der Insidergemeinschaft mit Beachtung zur Kenntnis genommen werden, der aussenstehende Berichterstatter aber immernoch altbekannte Mängel anspricht, die seit Jahren angesprochen werden und sich kaum verändern.
Was soll man denn nach Jahren der gleichen Kritik noch fördern, wenn sich auch seitens der Züchter dann scheinbar nichts bewegt und die Tiere beispielsweise immer noch zu tief stehen, zu kurz im Hals sind und drei Mann (zwei davon PR) auf Anhieb die Rasse nicht erkennen, sich scheinbar Resignation breit gemacht hat? Kein Wunder, dass dann nicht viel Interesse am Kasseler Tümmler mit Haube aufkommt, wenn man soviel Zuchtarbeit auf einmal sieht.
Das mit dem Erkennen ist übrigens auf einer Großschau im letzten Jahr wirklich so geschehen. Drei Leute, die die Rasse Kasseler Tümmler mit Haube auf der Nationalen nicht auf Anhieb erkannt haben, weil die Tiere nicht dem Bild entsprachen, das man bei dem Rassenamen im Kopf hat. Aber glücklicherweise ein Züchter, der seit Jahren die Treue hält und sich bemüht, diese reizvolle Spielart zu erhalten! Nehmen wir in diesem Beispiel an, die Haube macht Fortschritte aber wie o.a. zieht die Figur immer noch nicht mit. Das fällt dem SV vielleicht direkt auf, im Schaubericht könnte aber diese positive Entwicklung durch die mangelnde Typprägnanz überdeckt werden. Sicherlich kann man viele weitere Beispiele bringen, bei denen ähnliche Fälle vorliegen und vor denen man aufgrund der Ausdauer Anerkennung zollen muss davor, dass sich Zuchtfreunde so lange allein damit beschäftigen. Jedoch kann man an einen Schaubericht über Großschauen einfach nicht die Erwartungen stellen, die mit einem SV Rundbrief bedfriedigt werden sollten.
Und auch hier ist festzustellen, dass SV intern immer anders, intensiver geredet werden kann, als bei einem öffentlichen Bericht, der die Allgemeinheit der Züchter und PR weiterbringen soll, die vielleicht auch nicht im SV aktiv sind und die Rasse weniger häufig zu Gesicht bekommen.Es bleibt ein spannendes Feld, über das man viel schreiben und diskutieren kann. Sicherlich sollte sich der ein oder andere Autor vor einer Veröffentlichung noch mal überlegen, ob er wirklich die wichtigen Punkte zu den jeweiligen Rassen herausgestellt hat; ob nicht die vierjährge Carriertäubin mit vorbildlichem Kopf wichtiger zu erwähnen wäre auf der Nationalen, als die Tatsache, dass ihr Nachbar Bindenansatz hatte, um ein Beispiel eines verpatzten Berichtes von vor ein paar Jahren zu bringen, der darüberhinaus auch wirkte, als sei er mit der heißen Nadel gestrickt.
Fakt ist doch, dem einen gefällt der Bericht und er hat es genau so gesehen und der nächste würde es eben anders schreiben.
Und so freuen wir uns auf die kommende Ausstellungssaison und ihre Berichterstattung, damit auch in der Saison 2008/09 wieder ausgiebig diskutiert werden kann, wer es denn nun besser gesehen hat, der PR, der Berichterstatter, der Züchter….Viel Erfolg 😉
Phillip Fritz -
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